Bürgern wird viel zugemutet
20.02.2008 | 17:29 Uhr 2008-02-20T17:29:50+0100Bonzel. (nivo) "Es ist ein Gewaltakt. ...
... Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis", appellierte der Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen, Ludger Siebert, gestern im Rahmen der Pressekonferenz des Landesbetriebs Straßenbau NRW an die Bürger des Kreises Olpe.
Verkehrstechnisch kommt auf die in diesem Jahr nämlich einiges zu. Von Vollsperrungen werden die L715 von Bilstein bis zur Hohen Bracht (Sommerferien), die L 687 von Rönkhausen nach Sundern und ab August die Talbrücke Sondern betroffen sein. Bis dahin soll die Strecke von Attendorn bis zur Heldener Höhe fertig sein. Die erste größere Maßnahme wird an der L711 von Kruberg nach Stachelau, mit einer teilweisen Vollsperrung in den Osterferien vollzogen.
Der Landesstraßenbaubetrieb will seine Strukturoptimierung fortsetzen. Stark vorgeschädigte Landesstraßen (etwa durch Holztransporte) sollen ebenso berücksichtigt werden wie abgelegene Waldstrecken. Aus EU-Mitteln stehen 5,3 Mio. Euro zur Verfügung. Die müssen bis Ende des Jahres verbaut sein. Ohne diese Mittel stünde trotz teilweise immens geschädigter Straßen kein Geld zur Verfügung.
Die Sanierungsmaßnahmen im Repetal, die sich über zwei Jahre hinziehen werden, haben Priorität und schlagen mit rund 5,3 Millionen Euro aus Landesmitteln zu Buche. Hinzu kommen 7,5 Millionen Euro vom Bund, so dass insgesamt 18,1 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Die Baumaßnahmen im einzelnen (wenn nicht näher erläutert, geht es um Straßenausbau bzw. neue Fahrbahndecken):
Aus Bundesmitteln 1. Talbrücke Ronnewinkel (Instandsetzung, Hohlkastenbeleuchtung), 2. Drolshagen bis Pernze (Radweg auf Bahntrasse), 3. Hüppcherhammer bis Biggesee (Radweg auf Bahntrasse), 4. Altenkleusheim bis Einmündung L711 (Radweg), 5. Ortsdurchfahrt Elspe (Ausbau mit Radweg), 6. Neuenwald bis Oberveischede, 7. Oberveischede bis Kreisverkehr (Radweg), 8. Ortsdurchfahrt Bilstein, 9. Gleierbrück bis Langenei (Radweg und Deckenerneuerung), 10. Gleierbrück (Brückenerneuerung), 11. Ortsdurchfahrt Saalhausen, 12. Lehnhausen bis Rönkhausen, 13. Lehnhausen (Brückeninstandsetzung), 14. Ortsdurchfahrt Hofolpe, 15. Ortsdurchfahrt Kirchhundem.
Aus Landesmitteln (eingeschlossen Kyrill-Mittel): 16. Kreisgrenze Wenden bis Rothemühle (Oberbauerneuerung und Radweg), 17. Iseringhausen bis Berlinghausen, 18. Berlinghausen bis Einmündung B54, 19. Talbrücke Kirchesohl (Neubau eines Absetzbeckens), 20. Finnentrop (Beseitigung und Verlegung des Bahnübergangs, Gesamt 16,2 Millonen, davon 2,5 in 2008 - Fertigstellung bis 2010), 21. Albringhausen bis Listerscheid, 22. Talbrücke Kessenhammer bis Talbrücke Sondern (Geh- und Radwegneubau), 23. Talbrücke Sondern (Überbauerneuerung), 24. Rönkhausen bis Kreisgrenze, 25. Helden bis Reper Höhe, 26. Reper Höhe bis Attendorn, 27. Helden bis Einmündung L880, 28. Germinghausen (Brückeninstandsetzung), 29. Stachelau bis Neuenkleusheim, 30. Neuenkleusheim bis Kruberg, 31. Ortsdurchfahrt Wenden, 32. Bilstein bis Abzweig Hohe Bracht, 33. Meggen bis Halberbracht, 34. Oedingen bis Kreisgrenze, 35. Fretter bis Schöndelt, 36. Neuenhaus bis Kreisgrenze, 37. Mecklinghausen bis Niederhelden, 38. Niederhelden bis St. Claas (Oberbauerneuerung, Radweg, Entwässerung - Gesamtdauer zwei Jahre), 39. Oberveischede bis Mecklinghausen, 40. Bamenohl bis Weringhausen, 41. Fretter bis Serkenrode, 42. St. Claas bis B236 (Decke und Radweg) und 43. Gleierbrück bis Bracht.

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