Brücke Sondern: Frust durch Väterchen Frost
03.01.2011 | 19:00 Uhr 2011-01-03T19:00:00+0100
Sondern.„General“ Winter mit seinen Schneemassen und „Väterchen“ Frost mit seinen Minusgraden haben die Natur, aber auch den Menschen und seine Baustellen seit mehr als einem Monat fest im Griff.
Das gilt auch für den Abbruch des 275 Meter langen Oberbaus der Sonderner Talbrücke. Dieser sollte laut dem letztmalig im Herbst überarbeiteten Bauzeitenplan eigentlich jetzt beendet sein. Doch noch etwa ein Drittel des maroden Stahlbetonprofils wartet noch auf seine Demontage und Zerkleinerung.
„Bei diesem Wetter kann dort nicht gearbeitet werden, die großen Betonsägen müssen mit Wasser gekühlt werden“, betont Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragte der Niederlassung Siegen des Landesbetriebs Straßenbau.NRW. Auch das anschließende Zerkleinern der einzelnen Brückenteilstücke ist auf dem verschneiten und vereisten Seeufer unmöglich.
So macht nach dem vorigen Winter, der bereits eine Verzögerung von rund drei Monaten mit sich brachte, auch dieser frühe und heftige Winter den Planern des 10-Millionen-Projkets einen dicken Strich durch den Zeitplan. Zumal man noch nicht ansatzweise weiß, wie lang dieser Winter wird. War man bisher davon ausgegangen, dass die Gesamtmaßnahme im Juni des Jahres 2012 abgeschlossen wird, so spricht der neue Bauzeitenplan von mindestens September 2012.
Bis dahin soll der alte Brückenüberbau abgebaut und zerkleinert und ein neuer Überbau als moderne Stahlverbund-Konstruktion errichtet worden sein. Gemäß dem ursprünglichen Zeitplan sollte diese derzeit größte Brückenbaumaßnahme in Westfalen bereits im kommenden Sommer fertiggestellt werden.
Noch teurer wird das Projekt, das bisher bereits etwa zehn Prozent über den ermittelten Baukosten liegt, durch die erneute Verzögerung angeblich nicht. Karl-Josef Fischer: „Für das Wetter ist stets der Auftragnehmer verantwortlich“. Das ist die österreichische Firma Alpine.

01:17
Typisch Deutschland....Zwei Jahre werden benötigt, um eine Brücke abzureißen. In China wurde vor einigen Jahren eine ca. 2 km lange Brücke in 2 Jahren n e u gebaut..!!! Man hätte den Auftrag lieber nach China vergeben :-) !
19:50
@alle: brauchen wir die Brücke???
Wo ist da die Logik ?!
1.) Nur weil der Auftraggeber und der Landesbetrieb Straßen NRW unfähig sind, die Brücke zeit- und kostengemäß zu sanieren.
Ihr müsst ja nicht JEDEN Tag etliche Kilometer auf den verstopften Strassen Richtung Olpe Attendorn her pendeln(vor allem in Winter !!), und hierdurch viele Jahre Umwege (verbunden mit Zeit, Kosten, Nerven) auf euch nehmen.
und
2.) Als logische Schlussfolgerung, soll man nun allen die 1 Monat, 6 Monate oder 12 Monate aufgrund Alkohol, zu schnelles Fahren auf ihren Führerschein verzichten müssen, auch sagen. Ach, es geht ja auch ohne. Also bitte weiter so !!!
Dann bräuchten wir sogar bald keine lästigen Reparaturen mehr, und die Strassen würden freier werden !!!
Also, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fre... halten.
12:16
Skandalös. Braucht man die Brücke überhaupt, wenn man so lange darauf verzichten kann? Sie sollte abgerissen werden und Ende. Skandalös auch die Entfernung der Leitplanken an der Straße in der Nähe der Brücke. Sie bedeutet erhöhtes Risiko. Wer ordnet so etwas an? Es darf einfach nicht wahr sein. Hier zeigt sich mal wieder absolutes Nichtkönnen.
11:25
Es stellt sich wirklich die Frage, ob diese Brücke benötigt wird und mit Millionen - Aufwand saniert werden muss. Nur ein geringer Teil der von Attendorn Richtung Olpe fahrenden Fahrzeuge nutzt die Möglichkeit über Stade und Rhode nach Olpe zu fahren, der überwiegende Teil nimmt die Route durch Olpe. Statt der Sanierung der Brücke sollte das Geld sinnvollerweise in die Sanierung der teils maroden Landstraßen gesteckt werden. Und zum Ablauf der Arbeiten kann man nur folgendes anmerken: jeder, der täglich die Strecke entlang der Bigge fahren muss, kann Bücher über die Organsisation und den zeitlichen Ablauf der in den letzten Jahren durchgeführten Baustellen schreiben............
10:20
@2: ganz klares JA!
Dieses Gegurke über Stade nervt. Und durch Olpe durch, um z.B. zum Kreishaus oder ins Gewerbegebiet zu kommen, ist eine Katatstrophe. DIe Kreisverkehre haben nichts zum Stauabbau beigetragen. Insofern bringt die Umfahrung über die Sonderner Talbrücke eine Menge.
09:31
Diese Baustelle ist schon recht interessant. Die Brücke wird gesperrt und fast ein Jahr passiert nichts (sichtbares). Dann endlich Baubeginn und man stellt fest, dass zu wenig Wasser im See ist und sich die Arbeiten (Abtransport) verzögern werden. Irgendwann muss ein gesunkenes Boot geborgen werden und die ach so marode Brücke hält für diese Arbeiten problemlos das Gewicht von zwei Mobilkränen aus. Jetzt verzögert der Winter die Arbeiten. Und zuständig für das Wetter ist der Auftragnehmer??? Ist der Auftraggeber nicht in der Lage konkrete Fertigstellungstermine zu nennen und diese durch höheren Maschinen-/Personaleinsatz auch einzufordern? Schilda ist nichts dagegen.
#1 WireWolf kann man wohl zustimmen. Wird die Brücke überhaupt gebraucht?
09:11
Da stellt sich mir die doch mal die Frage, ob wir eine neue Brücke überhaupt noch benötigen? Bis Sep. 2012 (oder noch später) wird das eh nix und die Leute haben sich auch daran gewöhnt! Wozu also gutes Geld schlechtem hinter werfen???