Britische «Vogue"-Chefin gegen Magermodel-Wahn
14.06.2009 | 12:39 Uhr 2009-06-14T12:39:00+0200London. Die einflussreiche Mode-Journalistin Alexandra Shulman beschwert sich in einem offenen Brief an die großen Modehäuser darüber, dass die Kleidegrößen der Kollektionen immer kleiner werden. Nicht einmal mehr die Starmodels würden da hineinpassen.
Neuer Protest gegen Magermodels und Minigrößen aus den Reihen der Hochglanzmagazine: In einem Brief an die großen Modehäuser beschwerte sich die Chefredakteurin der britischen Ausgabe von «Vogue», Alexandra Shulman, dass die Kleidergrößen der Kollektionen immer kleiner würden. Die britische Tageszeitung «Times» zitierte am Samstag aus dem Schreiben, das unter anderem an Karl Lagerfeld, John Galliano, Prada, Versace, Yves Saint Laurent und Balenciaga gerichtet war. Seit sie bei «Vogue» arbeite, seien die Kleider für die Models immer kleiner geworden, klagte Shulman. «Wir sind an einem Punkt angelangt, wo die Sachen nicht einmal mehr den Starmodels passen.»
Fotografen müssen Speck auf die Knochen retuschieren
"Ich muss junge Mädchen, bei denen sich die Knochen abzeichnen, die weder einen Bauch noch Hüften haben, bitten, in die Kleider zu steigen», hieß es in dem Brief. «Zudem muss ich die Fotografen fragen, die Bilder im nachhinein zu bearbeiten, damit die Models ein bisschen mehr Fleisch auf die Knochen bekommen.»
Die Fotoshootings der Magazine werden gemacht lange bevor die neuen Kollektionen der Modemacher in den Handel kommen. Das heißt, dass die Magazine darauf angewiesen sind, die Kleider der Modenschauen zu nutzen, die nach Ansicht von Shulman «winzig» sind. Die internationale Debatte über Magermodels war 2006 nach dem Tod mehrerer extrem dünner Mädchen in Gang gekommen. (afp)
15:54
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
18:30
Und wo genau liegt das Problem? Wenn niemand mehr in diese Klamotten paßt, werden die sich nicht verkaufen und was sich nicht verkauft verschwindet ganz schnell wie von selbst... und das ist bei den betreffenden Designern wohl eher ein Gewinn denn Verlust.
Und was die Vogue betrifft: auch die ist und bleibt ohne weiteres entbehrlich... und die Wendehalsmentalität dieser Postille wurde ja schon treffend beschrieben.
16:40
Wie heuchlerisch ist das denn??? Ausgerechnet eines jener Magazinchen die ein solch verzehrtes/ausgemergeltes Frauenbild jahrelang mitgezüchtet haben dreht sich nun mit dem Wind! Die scheinen einen neuen Berater eingekauft zu haben...
12:41
Das Problem ist eigentlich, das immer mehr Models Wäsche vorführen müssen, die für den Asiatischen Raum gemacht wird. Und die Mädels da sind nun mal wesentlich kleiner und dünner.
08:28
Viel Liebe und Gesundheit sind mir wichtiger als Geld :-)
19:23
Recht hat sie! Um den Stoffverbrauch zu minimieren und den Profit zu maximieren, gehen die Geldsäcke über Leichen. Geld ist leider unser höchstes Gut.