Zeitschrift
"Brigitte" verbannt Magermodels aus dem Blatt
05.10.2009 | 13:40 Uhr 2009-10-05T13:40:00+0200Hamburg. Die Frauenzeitschrift "Brigitte" will in Zukunft keine Profimodels mehr zeigen. Zur Begründung teilte die Redaktion mit, Models wögen heute im Durchschnitt 23 Prozent weniger als normale Frauen. Das Magazin möchte seine Leserinnen nicht zu einem falschen Schlankheitswahn ermutigen.
Die Frauenzeitschrift «Brigitte» zieht radikale Konsequenzen aus dem Trend zu immer dünneren Mannequins: «Wir werden ab 2010 nicht mehr mit Profi-Models arbeiten», sagte Chefredakteur Andreas Lebert am Montag in Hamburg. Er kritisierte, jeder in der Branche schiebe wegen magersüchtiger Models dem anderen den Schwarzen Peter zu. Die Zeitschrift wolle einen eigenen Beitrag gegen diesen Trend leisten.
Leserinnen haten sch beschwert
Die Leserinnen des Blatts sind aufgerufen, sich künftig für Mode- und Kosmetikfotos zu bewerben. «Es werden Frauen gezeigt, die eine Identität haben, also die 18-jährige Abiturientin, die Vorstandsvorsitzende, die Musikerin, die Fußballerin», erklärte Lebert. Bei den Fotostrecken im Blatt soll es einen Wechsel zwischen prominenten und vollkommen unbekannten Personen geben.
Die Redaktion sei immer häufiger auch von Leserinnen darauf hingewiesen worden, dass sie «keine vorstehenden Knochen» mehr sehen wollten. Models würden heute 23 Prozent weniger wiegen als normale Frauen. Auch die Mitarbeiter der Zeitschrift hätten selbst diesen Gedanken ins Spiel gebracht.
Herausforderung für die Fotografen
«Dies soll dennoch nicht als eine Kriegserklärung an den Beruf des Models und an die Branche verstanden werden», sagte Lebert. «Wir werden jetzt kein Heft für Übergrößen machen.» Für die Fotografen werde es aber eine größere Herausforderung, die Amateure vor der Kamera in Szene zu setzen. Negative Reaktionen aus den Modelagenturen, die bisher für Fotoshootings engagiert wurden, habe man noch nicht erhalten, da jetzt erst die neue Haltung der Zeitschrift publik gemacht worden sei.
Angesichts der seit 20 Jahren sinkenden Auflagenzahlen von Frauenzeitschriften verwies Lebert darauf, dass die Entscheidung für Laien-Models keine Sparmaßnahme sei: «Wir werden vergleichbare Honorare zahlen wie bei den professionellen Models», bekräftigte der Chefredakteur. Die Redaktion verstehe das eher als eine Investition.
"Mode an Insekten"
«Seit Jahren müssen wir die Mädchen mit Photoshop dicker machen, die Schenkel, das Dekolleté», sagte Lebert dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Das sei gestört und pervers. «Was hat das noch mit unserer echten Leserin zu tun?» Mit der neuen Haltung will die Zeitschrift zudem eine engere Bindung zu ihren Kunden aufbauen.
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Der Chefredakteur sprach auch von einem Glaubwürdigkeits-Problem: «Wir zeigen Mode an Insekten, und hinten im Heft sagen wir: Steh zu dir selbst, steh zu deinem Körper, die neuen Rezepte und so weiter.»
Die «Brigitte» hat schon öfter Mode auch an Frauen gezeigt, die nicht in das Model-Klischee passen, darunter waren auch alte grauhaarige und faltige Frauen. Die Zeitschrift hat nach eigenen Angaben eine durchschnittliche Auflage von 719.025 verkauften Exemplaren und liegt damit an der Spitze im Markt. Die Hefte erscheinen zweimal monatlich. (ap)

10:00
Ebenfalls an Jenny2009.
Ich glaub nicht was du da schreibst. Kleidung sieht bis maximal Größe 38 gut aus? Also eigentlich nur bis Größe 36? Diese Frauen finde ich als Mann schon sehr dünn und überhaupt nicht mehr attraktiv. Weibliche Rundungen fehlen völlig und beim Umarmen wird man halb von den Rippen aufgespießt. Also auf Frauen wie dich kann ich gut verzichten.
08:05
An Jenny2009.
Was soll das heissen: Dick ist nicht schick? Das ist eine Diskriminierung gegen übergewichtige Frauen. Es wird immer Leute so wie Du geben, die so diskriminierent sind.
14:36
Was ein Blödsinn. Die deutsche Frauen tendieren immer mehr Richtung amerikanischen Frauen, Übergewicht und keinen Sport am besten.Wassoll das?die Frauen machen sich etwas vor. Dick ist nicht schick und schöne Mode sieht nur bis max Grösse 38 gut aus. Dünn zu sein ist immer gesünder als dicker. Warum? Blutdruck, Gelenke,Zucker ect. alles Erscheinungen bei zuviel Gewicht. Dünne Frauen haben allerhöchstens einen zu niedrigen Blutdruck nur davon wird keiner krank.
13:36
Ich finde das Vorhaben der Zeitschrift sehr begrüßenswert.
Extreme sollten nicht als Maßstab für alle gelten. Genausowenig fänd ich es super, wenn unser neues weibliches Schönheitsideal 150 Kilo wiegen würde, und jeder sich die Pfunde anfressen würde, um dem zu entsprechen.
Wie schon in Post #14 geschrieben, gesund ist wichtig. Und das schließt Extreme aus, sowohl Über- als auch Untergewicht.
Ich freu mich drauf, endlich normale Frauen in der Zeitschift zu sehen. Bin sehr gespannt (obwohl ich nicht zu den Leserinnen gehöre).
12:20
Dick, dünn, normal - wichtig ist, das jemand gesund ist.
Das bedeutet weder Unter- noch Übergewicht zu haben.
Dazu braucht man nicht mal nen BMI.
Wir können (wenn wir uns mal auf unsere Instinkte verlassen), mit wenigen Blicken feststellen, ob eine Frau gesund aussieht.
Wichtiger als das Gesamtgewicht sind vor allem die Proportioneen von Schulter, Taille (die deutlich erkennbar sein muss als nicht schwanger) und Hüfte.
Weibliche Hormone wollen nun mal Fett als Reserve einlagern.
Wenn ich eine Frau mit superdünnen Oberschenkeln und ohne jedes bisschen Hüftspeck abgebildet sehe, finde ich sie nicht weiblich.
Übrigens werden Frauen mit Untergewicht (ebenso wie mit extremen Übergewicht) seltener schwanger - was der Neanderthaler in uns ganz genau weiss und bei der Partnerwahl berücksichtigt.
Ob Sparzwänge oder nicht - ich finde die Idee der Brigitte nachahmenswert.
11:04
... ne Woche Arenal am Strand ... Da wissen Sie alle, was wirklich ekelhaft ist.
06:54
Na endlich, wird ja auch Zeit. Hoffentlich sieht man in Zukunt überhaupt keine Magermodels mehr. Da sollte auch Heidi Klum umdenken.
19:38
Die Person auf dem Bild ist einfach nur ekelhaft anzusehen, genau so ekelhaft wie die neuerdings in den Medien bewusst positiv dargestellten molligen Damen.
Gibt es denn gar nichts normales mehr? Nein gibt es nicht, unser Volk versinkt in Extremen in jeder Beziehung, und zwar aus Überdruss und Übersättigung, das ist für mich völlig klar !!!!!
19:01
Auf dem Bild sehe ich ein angezogenes Nichts.
18:05
Farin Urlaub singt dazu:
Du bist nicht zu dick, nein die Andern sind zu dünn...