"Bonsai-Theater" begeisternd
25.02.2009 | 16:15 Uhr 2009-02-25T16:15:19+0100Dahlbruch. (erw) "Bonsai-Theater", so nannten Professor Hermann Voss und Barbara Wojciechowska-Voss schelmisch ihr musikalisches Marionetten- und Maskenspiel-Theater. ...
... Zu Gast war das Duo mit seinen kunstvollen Marionetten mit dem "Festival kleiner Interpreten" nun bereits zum zweiten Mal im Gebrüder-Busch-Theater in Dahlbruch.
Ihren künstlerisch gestalteten Marionetten hatten der ehemalige Bratscher im Melos-Quartett und seine Ehefrau und Partnerin (Viola) ein eigenständiges "Leben" eingehaucht. Einfach großartig, wie die Marionetten unter den feinfühligen Händen der beiden professionellen und leidenschaftlichen Künstler zu ausdrucksvollen Wunderwerken mutierten.
Und das alles mit kunstvoller spritziger Ironie, feinsinnigem Witz und poetischer Phantasie, eingepackt in die große Musikwelt. Etliche musikalische Berühmtheiten der musikalischen Bühne mit ihren Eigenheiten erfuhren auf diesem Wege eine Wiedergeburt.
Mit den Bremer Stadtmusikanten, die mit ihrem Geschrei eine ganze Räuberbande in die Flucht schlugen, startete ein wundervoller Abend. Zu den Klängen von Igor Strawinskys Streichquartett gastierten in Anlehnung an Goethes Iphigenie und als Widmung an des Professors Bruder das aneinander gefesselte und dann doch getrennte Zwillingspaar "Brüder" auf der Miniaturbühne.
Einfach gelungen, wie unter anderem auch Maske und Marionette den berühmten "Schwan" von Saint Saens durch der Künstler Hände in Szene setzte.
So entführten die beiden Künstler mit ihren selbstgefertigten Marionetten und Masken in eine Zauberwelt der Pantomime mit hintergründigem Humor und bewusst gesetzten musikalischen Akzenten.
Da passte einfach alles. Überzeugend und beeindruckend waren auch die jeweiligen einführenden humorvollen Worte des Professors zu den einzelnen Szenen. Eine phantastische, lebendige und komödiantische Verbindung von Theater, Musik, Wort und Witz.

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