Beyoncé: Die First Lady des Rhythm & Blues
11.01.2009 | 00:01 Uhr 2009-01-11T00:01:00+0100
Seit der Hochzeit mit Jay-Z ist Beyoncé so aktiv wie nie zuvor. Sie dreht Filme, arbeitet an ihrer Modekollektion und hat mit „I Am… Sasha Fierce” ihr bislang ehrgeizigstes Album vorgelegt. Auf ihrer kommenden Tournee (15.5., Oberhausen) will die 27-Jährige ihr wildes Alter Ego von der Leine lassen.
Dein Bühnencharakter „Sasha Fierce” steht von jeher für deine taffe, sexy Seite. Nur: Warum widmest du ihm nun ein ganzes Album?
Beyoncé: Ich habe nun mal diese beiden Seiten. Einfach, weil ich immer zwischen zwei Extremen pendle: Ich liebe es, Balladen über Liebe und Schmerz zu singen, denn ich bin sehr sensibel und viel introvertierter, als die Leute meinen. Aber wenn ich auf der Bühne stehe, bin ich ganz anders, sehr selbstbewusst. Da habe ich vor nichts Angst.
Wobei das Spektrum der neuen Platte von R&B über Pop bis Rock reicht. Eine bewusste Entscheidung, um nicht in einer Schublade zu landen?
Beyoncé: Das war sogar sehr bewusst – und basiert darauf, dass ich beim Autofahren ein Interview mit Aretha Franklin gehört habe, die meinte: „Ein großer Sänger kann jede Art von Musik singen. Er macht jedes Genre zu seinem eigenen.” Das wollte ich auch für mich umsetzen.
Auch indem du mit „That's Why You're Beautiful” den allerersten Rocksong deiner Karriere vorlegst?
15.5., 20 Uhr, KöPi-Arena in Oberhausen.
Karten für 57-69 € gibt es in unseren TICKET-SHOPs: 01805/280123 oder unter www.DerWesten.de/tickets
Beyoncé: Der Song hat etwas von Prince. Und ich liebe ihn. Einfach, weil es darin um all die Leute geht, die es nie zu etwas bringen und keine große Karriere machen. Aber die umso mehr Glück in ihrer Beziehung finden. Was unglaublich schwer ist. Gerade heute. Und gerade unter Promis.
Jay-Z und du – seid ihr Vorbilder für eine langlebige, moderne Partnerschaft?
Beyoncé: Warum nicht? Wobei ich hoffe, dass es so bleibt. Und dass ich junge Mädchen, aber auch erwachsene Frauen und Männer in Beziehungsfragen inspirieren kann. Das wäre eine tolle Sache.
Wenn du in deiner Beziehung so glücklich bist – wie kommt es dann, dass du im Song „If I Were A Boy” derart mit der Männerwelt abrechnest?
Beyoncé: Na ja, die Kritik richtet sich gegen Jungs – nicht gegen Männer. Ich rede da über die Dinge, die Jungs in Beziehungen falsch machen. Eben, wenn sie nicht zuhören, wenn sie ihre Partnerin nicht zu schätzen wissen, wenn sie alles als gegeben voraussetzen. Und genau darum geht es: Um den Unterschied zwischen einem Jungen und einem Mann.
Was würdest du machen, wenn du ein Mann wärst?
Beyoncé: Ganz simple Sachen. Es würde mich zum Beispiel interessieren, wie sich das anfühlt, in einen Club zu gehen, eine schöne Frau zu sehen und sie um ein Date zu bitten. Da muss ein ziemlicher Druck herrschen. Denn wir Frauen werden nie zurückgewiesen – weil wir nicht fragen müssen.
Im April startet deine Welttournee – was für eine Show schwebt dir vor?
Beyoncé: Was das betrifft, bin ich schon wahnsinnig aufgeregt. Weil ich weiß, dass es eine große Überraschung wird. Ich habe schon mit den Proben und der Kostümauswahl angefangen. Wobei die Schwierigkeit darin besteht, dass ich nicht das gesamte neue Album bringen kann. Von daher verlasse ich mich auf das Feedback der Fans, die im Internet über die Setlist abstimmen können.
Wie viele Kostümwechsel werden es diesmal sein?
Beyoncé: Nicht so viele wie letztes Mal. Da waren es über 20, was fast lächerlich war. Aber ich stehe nun mal darauf. Vielleicht füge ich ja doch noch welche hinzu. (lacht)
Konzerte 2009:

15:24
Sie hat den richtigen Soul in ihrer Stimme.ICH LiEBE SiiE.:P