Berlin erwischt die Adler eiskalt
20.12.2009 | 11:45 Uhr 2009-12-20T11:45:00+0100
Moers. Der Moerser Bundesligist muss sich gegen den SCC 0:3 geschlagen geben. Probleme mit der Heizungsanlage.
Ein wenig ungewohnt war der Anblick schon, als sich der Berliner Volleyballer Salvador Hidalgo Oliva in der Pause nach dem ersten Satz mit Handschuhen warm machte. Doch beim Bundesligaspiel des Moerser SC gegen den SCC Berlin am Samstagabend herrschten wegen eines Fehlers in der Heizungsanlage in der Sporthalle Adolfinum Temperaturen, die eher zu einem Eishockeyspiel gepasst hätten.
Passend dazu gab es auch eine kalte Dusche für die Adler, die den Berlinern mit 0:3 (17:25, 20:25, 20:25) Sätzen unterlagen und damit in der Tabelle weiter abrutschten.
Doch anders als das Ergebnis vermuten lässt, waren die Gäste nicht gerade deutlich überlegen. Bis jeweils zur Satzmitte spielten die Adler ordentlich mit. Doch jedes Mal sorgten sie mit mehreren eigenen Fehlern dafür, dass die Berliner sich absetzen konnten.
Immer wieder eingebrochen
„Da fehlte uns noch die Sicherheit”, erklärte MSC-Trainer Chang Cheng Liu, der ein Experiment gewagt hatte: statt Gabor Nacsa spielte Diagonalangreifer Victor Bird in der Annahme neben Szabolcs Nemeth, und Marvin Prolingheuer übernahm Birds Position.
Insgesamt zeigten die Adler dadurch eine bessere Leistung als in den vergangenen Spielen. Doch immer wieder brachen sie plötzlich ein. „Es ist schwer, das zu erklären”, gab Mittelblocker Henning Wegter zu. „Seit ein paar Spielen machen wir auf einmal zwei, drei Fehler in Folge. Da müssen wir rauskommen, sonst lassen wir dabei zu viele Punkte liegen.”
Laut Szabolcs Nemeth sind diese Rückschläge darauf zurückzuführen, dass das Team hauptsächlich aus jungen Spielern besteht. „Da passiert das schnell”, erklärte der Außenangreifer. „Das ist nur ein einziger Moment, in dem die Konzentration nicht voll da ist und dann entwickelt sich sowas.” Der Schlüssel zum Erfolg sei, von Anfang bis Ende hochkonzentriert zu spielen. „Berlin war ja spielerisch nicht besser, aber sie waren eben die ganze Zeit konzentriert”, sagte Nemeth. Deshalb erkämpften sich die Gäste mehr Bälle in der Abwehr und spielten auch ihre Angriffe souveräner aus.
Daran konnten auch Zuspieler Robin Gietzelt und Mittelblocker Tim Broshog nichts ändern, nachdem sie im zweiten Satz für Tobias Neumann und Dirk Grübler ins Spiel kamen. Immerhin sorgten sie mit einigen Assen dafür, dass sich der Moerser Aufschlag etwas stabilisiert. Auch deshalb glauben die Adler an ihre Chance im letzten Spiel des Jahres beim TV Bühl. „Es wird nicht ganz einfach, aber wir wollen natürlich in Bühl gewinnen”, betont Liu.
Damit das klappt, wird auch an den Weihnachtstagen trainiert. Nur am 25. Dezember haben die Adler frei. „Den Tag werden wir dazu nutzen, uns auszuruhen”, verrät Nemeth. „Und dann geht es mit voller Power ins Training.” Die Partie in Bühl sei jetzt schließlich das wichtigste Spiel des Jahres.
DAS SAGEN DIE TRAINER
Chang Cheng Liu (MSC): Wir haben eigentlich gut gekämpft und konnten mithalten, aber dann hatten wir immer ein paar Annahmefehler und da kippte das Spiel. Im Angriff waren wir dann zu drucklos und dadurch hatten wir keine Chance.
Andrei Urnaut (Berlin): Wir haben gut gespielt, da wir die Konzentration das ganze Spiel über hoch halten konnten. Besonders in der Annahme war das heute eine gute Leistung. Dadurch läuft das Spiel dann. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.

20:58
31.12 -bis dahin kann das Christkind noch Geschenke(neue Spieler) verteilen! 1 Zuspieler, 1AA,1 Libero, 1 Trainer.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
23:38
MSC, oh weh!!!!!!!!!!!