Berlin – arm und peinlich
04.09.2012 | 17:22 Uhr 2012-09-04T17:22:00+0200Die Planungs- und Baufehler am neuen Hauptstadt-Airport sind haarsträubend. Bis der erste Jet wirklich abhebt, werden weitere zig Millionen Euros aus Steuergeldern fließen müssen. Es ist höchste Zeit für die Frage nach Konsequenzen. - Ein Kommentar.
Die Hauptstadtwerbung behauptet: Berlin ist arm, aber sexy. Die Realität sagt: Berlin ist arm – und peinlich dazu.
Wenn nicht alle Anzeichen täuschen, dann muss die Eröffnung des Hauptstadt-Flughafens ein weiteres Mal verschoben werden, auf den Oktober kommenden Jahres. Das wären zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen.
Die Planungs- und Baufehler an dem Airport sind haarsträubend. Schon jetzt sprengen die Kosten für das milliardenschwere Prestige-Projekt jeden Planungsrahmen. Und bis der erste Jet wirklich abhebt, werden weitere zig Millionen Euros aus Steuergeldern fließen müssen.
Die Causa hat sich längst zum handfesten Skandal ausgewachsen und es ist höchste Zeit für die Frage nach Konsequenzen. Berlins Bürgermeister Wowereit, Chef des Flughafen-Aufsichtsrats, und sein Vize, Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck, müssen sich der politischen Verantwortung stellen. Die Zeit der Ausreden und Beschwichtigungen ist vorbei. Es sind schon Politiker wegen weit kleinerer Verfehlungen zurückgetreten.
13:18
In 27 Zeilen (die durch eingeblendete Werbung teils nur aus wenigen Wörtern bestehen) werden hier einige längst bekannte Fakten wiedergekäut, die dann als Skandal bezeichnet werden. Schließlich noch eine kurze Rücktrittsforderung als Dekoration (Begründung: Haben ja andere auch schon gemacht).
Entweder habe ich den Sinn und Zweck eines Kommentars nicht verstanden, oder das hier ist eine äußerst dünne Leistung des Autors, denn der ganze Text enthält nur zwei Infos: 1. Beim Flughafenbau lief/läuft viel schief. 2. Dafür fordert der Autos Konsequenzen.
Ein bißchen mehr Differenziertheit wäre schon nicht schlecht.
10:07
Selbstverständlich sind die Verzögerungen um den neuen Hauptstadtflughafen irgendwie peinlich. Die Querelen um die Baumängel beim Dortmunder U-Turm und anderen Großbauprojekten im - ebenfalls armen - Ruhrgebiet sind aber kein bischen weniger peinlich. Vielleicht sollte man das als Ruhrgebietszeitung berücksichtigen, bevor man sich mit solch ätzenden Kommntaren etwas weit aus dem Fenster lehnt!?