Beissende Kaninchen und schorfige Katzenhaut
14.07.2009 | 00:42 Uhr 2009-07-14T00:42:00+0200
Essen. Heute ist Dienstag und die Tierärtze Dr. Gmeiner und Dr. Höptner aus Mülheim haben Ihre Fragen beantwortet.
Helmut Gmeiner ist Fachtierarzt für kleintiere. Er studierte Tiermedizin an der LMU München. 1991 erhielt er seine Approbation als Tierarzt.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind "Orthopädische Chirurgie" und "Augenheilkunde".
Frage: Unsere Katze hat seit längerem Schorfbildungen auf dem Rücken und am Hinterkopf, kommt das vom vielen Kratzen oder muß ich ihr Vitamine zum Fressen zugeben. Was kann ich tun, dass die Schorfbildung zurück geht?
Antwort: Gibt es eventuell noch andere im Haushalt lebende Katzen, welche auch diese Schorfbildung aufweisen? Notedres und Otodektes-Räude sowie die Dermatopphytose zeigen sich als ansteckende, krustige Hautentzündungen. Ach verursacht die Notoedres und Otodectesräude starken Juckreiz und Krustenbildungen am Kopf. Aber auch Allergien zeigen sich unter Auftreten von Krusten, die durch Kratzverletzungen entstehen. Wenn der Juckreiz nur saisonal auftritt, kommen insbesondere die Flohbißallergie, die Überempfindlichkeit auf Insektenstiche und die atopische Dermatitis infrage.
Sicherlich ist es nicht möglich Ihnen eine allgemeingültige Empfehlung zu geben, da es unabdingbar ist, daß Sie die Katze einmal einer Tierärztin oder einem Tierarzt zu einer eingehenden Untersuchung vorstellen, um dadurch zu einer Diagnose zu kommen. Generell wirken Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren sich in Futtermitteln sehr positiv auf Fell und Haut aus.
Frage: Ich vermute, dass sich meine beiden Zwergkaninchen (Böcke) beißen. Anfangs habe ich kleine Wunden entdeckt, jetzt liegen immer Fellbüschel im Käfig. Die beiden vertragen sich ansonsten gut und ich konnte noch keine Beißerei feststellen. Sie sind Geschwister.
Antwort: Unter Zwergkaninchenböcken ist es nicht untypisch, daß es zu unterschiedlich starken Bißverletzungen kommen kann, auch wenn die Tiere sich sonst augenscheinlich gut verstehen. Ich würde Ihnen empfehlen beide Böcke kastrieren zu lassen, um somit weiteren Bißverletzungen aus dem Weg zu gehen.
Christoph Höptner studierte Tiermedizin an der Università Degli Studio Milano. Seine Approbation als Tierarzt erhielt er im Mai 1995.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind die "Kardiologische Diagnostik" - einschließlich Farbdopplersonographie - und die "abdominale Chirurgie".
Haben auch Sie eine Frage zu Ihrem Haustier? Dann senden Sie diese einfach an tiere@derwesten.de Die Antworten werden jeden Dienstag auf www.DerWesten.de/tiere vorgestellt.
Weitere Informationen zur Praxis von Dr. Gmeiner und Dr. Höptner finden Sie unter http://www.kleintierpraxis-mh.de/ .

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