Bei Schalke sind die 7 und 19 wieder vergeben
03.02.2010 | 16:44 Uhr 2010-02-03T16:44:00+0100
Gelsenkirchen. Nun waren sie also da, der Chinese Hao Junmin (22) und der Schweizer U21-Nationalspieler Mario Gavranovic (20), die beiden vorläufig letzten Schalker Neuzugänge.
Während Hao bereits am Sonntag seine ersten Runden in Königsblau gedreht hatte, nahm Gavranovic am gestrigen Dienstag seinen Dienst auf Schalke auf. „Ich freue mich sehr, hier zu spielen”, sagte der von Xamax Neuchatel gekommene Stürmer, der sich vor seinem Wechsel nach Gelsenkirchen offenbar schon ganz genau über sein künftiges Umfeld informiert hatte: „Stadion, Fans – was Schalke alles zu bieten hat, ist das beste, was es in Deutschland gibt.”
Hao und Gavranovic bekommen die Rückennummern von Lewis Holtby und Halil Altintop, die Schalke in der vergangenen Woche noch abgegeben hatte: Hao erhält die 7 von Holtby, Gavranovic die 19 von Altintop. Andere Nummern waren freilich auch nicht mehr frei im Schalker Profikader, der offiziell mittlerweile 36 Spieler umfasst – hinzu kommt noch Albert Streit, der zwar nur noch in der Zweiten spielt, aber natürlich noch als Profi bezahlt werden muss. Viele Fans fragen sich deshalb mittlerweile: Ist Schalkes Kader nicht zu groß?
In der zu Ende gegangenen Transferperiode hatte Schalke neun Spieler dazu bekommen: Bogdan Müller, Tore Reginiussen, Edu, Alexander Baumjohann, Peer Kluge, Besart Ibraimi, Hao Junmin, Mario Gavranovic sowie den zuvor nach Brasilien ausgeliehenen Ze Roberto. Abgegeben wurden dagegen nur vier Profis: Levan Kobiashvili, Lubos Hanzel, Halil Altintop und Lewis Holtby. Der Manager Felix Magath hätte bei entsprechenden Angeboten auch noch weitere Spieler wie zum Beispiel Rafinha verkauft. Als Trainer ist Felix Magath jedoch froh, dass Rafinha geblieben ist: Schließlich hält er ihn für den besten rechten Verteidiger der Bundesliga.
Ist der Kader also nun zu groß? Magath arbeitet am liebsten mit etwa 22 Spielern – genausoviele Feldspieler (plus die drei Torhüter Neuer, Schober und Amsif) tummelten sich am Dienstagvormittag auf dem Trainingsplatz. Denn bei genauer Betrachtung ist der Kreis der Spieler, die für Bundesliga-Einsätze in Frage kommen, längst nicht so groß wie der offizielle Spieler-Kader.
Mit Christian Pander, Jermaine Jones, Vasileios Pliatsikas, Heiko Westermann und Levan Kenia (lief gestern immerhin wieder seine Runden) sind fünf Spieler derzeit verletzt. Sechs weitere kommen aufgrund ihrer Jugend oder nach langen Verletzungen kaum für Profi-Einsätze in Frage, sollen vorläufig in der Zweiten spielen und dort auch zumeist trainieren: Marvin Pachan, Emin Yalin, Danny Latza, Predrag Stevanovic, Bogdan Müller und David Loheider. Nimmt man den Sonderfall Albert Streit hinzu, so kommt man auf ein Dutzend Fußballer, die kurzfristig nicht in der Profi-Mannschaft spielen werden. Und von den Neuzugängen dürften zumindest Besart Ibraimi, Hao Junmin und Mario Gavranovic kaum schon Kandidaten für das Spiel am Samstag in Freiburg sein.
Bleiben also von 37 Profi-Spielern noch 22 für das Spiel in Freiburg. Immer noch reichlich. Aber nicht so viele, dass Felix Magath die Plätze im Kader verlosen müsste.
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