Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Meldungen

Bei Ferndorf war nicht "alles schlecht"

17.08.2008 | 21:16 Uhr

Kreuztal. (mr/io) "Alles schlecht", knurrte Ferndorfs Trainer Caslav Dincic in gewohnt knorriger Manier nach dem Halbfinal-Spiel gegen RK Gorenje Velenje. ...

Neu zwischen den Ferndorfer Pfosten: Der junge Torhüter Stanislaw Gorobtschuk kann in der neuen Saison sowohl für den VfL Gummersbach als auch (mit Zweitspielrecht) für den TuS auflaufen.

... Und am Ende des zweitägigen Turniers um den "Krombacher Handball-Cup" blieb dem ambitionierten Regionalliga-Neuling im gut besetzten Feld "nur" der vierte und letzte Platz. Im Auftaktspiel gegen gegen den slowenischen Champions-League-Teilnehmer Velenje verlief die erste Hälfte ausgeglichen. Nach einer anfänglichen Führung der Gäste glich Hambloch in der 8. Minute auf 6:6 aus.

Beim Stand von 10:12 nach einer Viertelstunde verkürzte Dennis Aust per Siebenmeter auf 11:12, doch das war das letzte Mal, dass Ferndorf vor einem Ausgleich stand. Denn Velenje spielte bedeutend abgezockter: Obwohl in Sachen Tempo wenig Unterschied zwischen den Mannschaften zu sehen war, machten die Velenjer zielsicher aus fast jedem Angriff ein Tor, die Pass-präzision war höher und die Deckung bestrafte fast jeden Ferndorfer Fehler mit einem Tempogegenstoß. Velenje spielte so mit wenig Aufwand eine 26:16-Führung heraus.

Auf Ferndorfer Seite hatte Neuzugang Tim Hilger sichtlich Probleme, das Spiel zu lenken, hatte wenig Anspielstationen und musste sich daher oft in der gegnerischen Abwehr verheddern.

Mit zunehmender Spieldauer schlug in der zweiten Hälfte der Faktor "Durchsetzungskraft" immer mehr zu Buche: Die Velenjer Spieler - alle aus der Kategorie 1,90 m groß, 90 Kilo - hatten immer weniger Probleme, kraftvoll durch die Ferndorfer Abwehr zu brechen. Die Partie verlor in der zweiten Hälfte deutlich an Tempo. Das Spiel endete so wie die ganze zweite Hälfte verlief: Ferndorf passte den Ball um den Velenjer Kreis und die Slowenen versuchten, kraftvoll dazwischenzugehen. Mit der Schlusshupe gab der Schiedsrichter die erste Zeitstrafe für die Gäste; der fällige Freiwurf für Ferndorf wurde gar nicht mehr ausgeführt. Ferndorf verlor 30:46.

Doch auch bei diesem deutlichen Ergebnis: Velenje hat in der abgelaufenen Saison immerhin den dritten Platz der slowenischen Liga belegt. So zollte auch Velenjes Trainer den Ferndorfern Respekt, Ferndorf habe er so stark wie in der ersten Hälfte erwartet. "Ferndorf hat ein gutes Team und wird einen guten Platz in der Liga belegen."

"TuS hat ein gutes Team und wird einen guten Platz belegen"

Im Spiel um Platz drei trafen die Ferndorfer am Sonntag auf den Bergischen HC. Der Zweitligist hatte tags zuvor gegen die Mannschaft aus Gummersbach verloren.

Die Partie begann ausgeglichen, auf beiden Seiten gab es leichte Ballverluste. Beide Torhüter zeigten dabei starke Paraden. Nach einem knappen 3:4 nach sechs Minuten drehten die Gäste aber auf und warfen vier Tore in Folge, ehe Dennis Aust durch den ersten Siebenmeter der Partie zum 5:9 verkürzte. Jetzt kamen die Ferndorfer wieder heran und glichen aus (10:10). Bis zur Halbzeit konnten die Gäste jedoch wieder etwas davonziehen, so dass es in der zweiten Hälfte einen 18:22-Rückstand aufzuholen galt.

Dies gelang den Ferndorfer aber in den zweiten 30 Minuten nicht, die Spieler vom Bergischen HC zogen erst einmal auf sechs Tore davon.

Die Gäste erzielten schnelle Tore und profitierten von Fehlwürfen und Ballverlusten der Ferndorfer. Am Ende des Spiels versuchten die Gäste mit tollen Kombinationen zu zaubern, zudem wechselten sie probeweise den siebten Feldspieler ein.

Mit 33:40 fand eine fair geführte Partie am Ende mit dem Bergischen HC einen verdienten Sieger.

Facebook
 
Kommentare
18.08.2008
23:15
Bei Ferndorf war nicht alles schlecht
von Dieter | #3

was wollt ihr denn eigentlich? meint ihr, der aufstieg kostet kein geld?die spieler und vor allem der trainer die von weit her kommen, müssen doch irgendwie bezahlt werden. sonst eben wieder oberliga.

17.08.2008
22:11
Bei Ferndorf war nicht alles schlecht
von fan | #2

Und am Rande habe ich heute erfahren, dass in der Regionalliga auch Kinder, die im Verein sind, Eintritt bezahlen müssen.
Vielen Dank! Ich habe vier davon! Werde also ab jetzt jeden Besuch stark überlegen!
Aber das war ja zu befürchten!

17.08.2008
21:58
Bei Ferndorf war nicht alles schlecht
von herbert aus kreuztal | #1

Kein Wort über die Zuschauer - warum nur? Ach so, weil kaum jemand gekommen war! Geschickt verschwiegen!
Ob sich die TuS verantwortlichen mit 20 € Eintrittspreis für 2 Tage verzockt haben? Oder sollten die Preise für Kinder gleich auch noch die gesamte Familie vom Besuch abhalten?
Nein - ich glaube, die TuS Leute werden das Wetter und die Wendener Kirmes verantwortlich machen! Jedenfalls wurde das vor der Halle als eine Begründung für den schlechten Besuch geliefert.
Alles andere hätte ja auch mit Selbstkritik zu tun gehabt. Die hört man in Ferndorf eher selten - außer vom Trainer - der wiederum fand alles schlecht.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1139447/create

Umfrage
Viele Städte in NRW planen Public Viewing zum Champions-League-Finale. Wollen auch Sie „Rudelgucken“?

Viele Städte in NRW planen Public Viewing zum Champions-League-Finale. Wollen auch Sie „Rudelgucken“?

 
Fotos und Videos
Mars: War Logs
Bildgalerie
Rollenspiel
The Walking Dead
Bildgalerie
Fotostrecke
Ein Tag in Ootmarsum
Bildgalerie
Anzeige
Fotostrecke
Ein Tag in Zwolle
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Millionen-Betrüger fliegt bei Passkontrolle am Flughafen auf
Betrug
Über 36.000 Betrugsfälle werden ihm zur Last gelegt: Einen Millionen-Betrüger hat die Polizei am Dienstag am Düsseldorfer Flughafen festgenommen. Am Telefon soll der 43-Jährige seinen Opfern Beteiligungen an Lotto-Gemeinschaften verkauft, und sie um insgesamt mehrere Millionen Euro geprellt haben.
Schauspieler Robert Downey Jr. geht gern den unbequemen Weg
Hollywood
Der "Iron Man"-Star Robert Downey Jr. erzählt im Interview von Abstürzen und Höhenflügen, spricht über das Erlernen sozialer Kompetenz und das Verlassen der Komfortzone. Und warum gurrende Tauben ihn nicht mehr aus der Haut fahren lassen.