Basketball-Bundesliga:
Bei Berlins 83:50-Erfolg in Hagen verdient sich Julius Jenkins sein Geld
14.03.2010 | 21:17 Uhr 2010-03-14T21:17:00+0100Hagen. Für seine mangelhaften Deutsch-Kenntnisse entschuldigte sich Luka Pavicevic. „Wir haben 70 Spiele im Jahr, da fehlt mir die Zeit, Deutsch zu lernen”, so der Trainer von Alba Berlin.
Für den 83:50 (39:31)-Sieg seiner Bundesliga-Basketballer bei Phoenix Hagen entschuldigte er sich nicht: „Wir sind einfach die bessere Mannschaft!”
Womit der Alba-Coach zweifellos recht hatte. Aber nicht immer gewinnt das individuell bessere Team im Sport. Folglich gab es durchaus nicht wenige unter den 2872 Fans in der Hohenlimburger Phoenix-Halle, die Mitte des dritten Viertels auf eine dicke Überraschung hofften. Als der stark verbesserte Aaron Fleetwood in der 25. Minute den Ball kraftvoll in den Berliner Korb stopfte, lagen die Hausherren nur noch mit zwei Punkten zurück (39:41). Die Emotionen schwappten hoch.
Nicht bei Gästecoach Pavicevic. Er bat zur Auszeit, analysierte offenbar nüchtern und schickte seine Mannschaft zurück aufs Feld, die binnen zwei Minuten das Spiel entschied. Vorreiter dabei war Julius Jenkins. Der Alba-Star, mit seinen katzengleichen Bewegungen eine Augenweide, streute nach dem 39:43 durch Immanuel McElroy trocken zwei Dreier und einen Zweier ein. Da war nichts zu machen. Dragan Dojcin vollendete den 13:0-Lauf der Gäste mit einem weiteren Dreipunktewurf zum 39:44. Als Derrick Byards wenig später von jenseits der 6,25-m-Linie zum 42:59 traf, war jedem klar: Der Bundesliga-Spitzereiter und Eurocup-Viertelfinalist hatte den Sieg im Sack, die zehnte Phoenix-Pleite in Folge war nicht mehr abzuwenden.
„Wir haben 25 Minuten ganz guten Basketball gespielt”, resümierte später Kapitän Matthias Grothe, der als einziger Phoenix-Akteur nicht zum Einsatz kam. „Oft sind es Kleinigkeiten, die sich spielentscheidend summieren, aber es ist auch die individuelle Klasse.” Wie die von Julius Jenkins am Samstag, am Ende mit 21 Punkten Topwerfer des Tages. „Er verdient etwa die Hälfte unseres Gesamtetats, das Geld muss er sich auch verdienen”, so Grothe. „Heute hat er es getan.”
Es spricht für die Moral der Gastgeber, dass sie weiter um jeden Ball kämpften. Beispielhaft war der Einsatz von „Zygi” Jonusas, der jedoch wieder kein Wurfglück hatte. Nur einer von vier Dreierversuchen fand das Ziel. Womit der litauische Flügelspieler allerdings in guter Gesellschaft war: Bei elf Versuchen trafen die Feuervögel im ganzen Spiel nur zwei Dreier: Saisonminusrekord!
Erneut keine Akzente setzen konnte Jonusas' Landsmann Rolandas Alijevas. Der 25-jährige Ersatz für den weiterhin verletzten Michael Hakim-Jordan operierte unglücklich, so dass die Fans, die ansonsten bis zum Ende hinter „ihrer” Mannschaft standen, seine Auswechslung forderten. Acht Minuten vor Schluss kam für den Balten (Trainer Ingo Freyer: „Wir müssen ihn jetzt wieder aufbauen”) Kristof Schwarz ins Spiel.
Luft nach oben hat auch noch Center John Turek, der gegen Berlin nach seiner Bänderverletzung nur 13 Minuten zum Einsatz kam. „Er wird am Samstag in Düsseldorf wieder topfit sein”, davon geht der Phoenix-Coach fest aus, „ob Michael Jordan dann wieder einsatzfähig ist, das kann ich heute noch nicht sagen.”
Fest steht, dass mindestens 500 Fans die Feuervögel an den Rhein begleiten werden. Acht Busse, von Sponsoren finanziert, sind schon voll, zwei weitere geordert.
Phoenix Hagen: Pryor (8, 1/1 Dreier), Griffin (6, 0/2 Dreier), Malte Schwarz (0/2 Deier), Jonusas (5, 1/4 Dreier), Kristof Schwarz (3), Spohr, Fleetwood (8), Kruel (3), Alijevas (0/1 Dreier), Kale (11, 9 Rebounds), Turek (6).
Alba Berlin: Byars (10, 2/6 Dreier), Hamann (6, 0/2 Dreier), Zwiener (12, 1/2 Dreier), Dojcin (3, 1/3 Dreier), Sekulic (5), Jenkins (21, 3/5 Dreier), Chubb (12), Nalga (3, 7 Rebounds), McElroy (6, 0/1 Dreier), Staiger (5, 1/3 Dreier).
Viertel: 11:14, 20:25, 12:20, 7:24).
Teamstatistik: 35:51 % Wurfquote, 2/11:8/22 Dreier, 14/18:15:20 Freiwürfe, 32:31 Rebounds, 10:10 Assists, 17:10 Ballverluste.
Zuschauer: 2872.

07:48
haut ab und steigt ab. damit ein aushängeschild hagens wieder in der bedeutungslosigkeit verschwindet.
#6
solltest du besser nicht mal dran denken.
23:01
@ Ein Fan
Deine Aussage ist einfach unverschämt. Matze lebt Phoenix. Er gehört zu Phoenix mit Mayo zu Pommes.
Aber eins ist kalr. Die Pfeiffe von Trainer muss endlich weg. Der ist doch so etwas von Planlos, das geht gar nicht mehr. Freyer nimm Deinen Hut und hau ab in den Norden. Du bist einfach nur lächerlich.
17:53
Halloooo,
warum ist der Sprücheklopfer / Besserwisser - Trainer immer noch im Boot ? !
Wie lange werden wir Fans noch veräppelt? Man darf gegen Berlin verlieren, keine Frage, doch bitte mit viel mehr Kampf und Einsatz und dem Willen sich dagegen zu wehren ( die Truppe blieb 8 Minuten bei 50 Punkten stehen ) .Ein M. Grothe sollte sich sportlich lieber selbst hinterfragen warum er nicht spielt , liegt es evt. an seinem extremen Übergewicht ( Hilfe , so einer will Vorbild sein ) ?
16:53
Hohenlimburg (Stadt Hagen), wer hat hier ein Problem ?
15:22
Hoffentlich bleiben wir in der Liga und reissen dann die Hohenlimburger Innenstadt ab !!! Denn Hohemlimburg braucht eh keiner !!!
14:47
hoffentlich steigt ihr mit pauken und trompeten ab. und haut auch endlich ab aus hohenlimburg. euch braucht hier kein mensch.
13:54
Hoffentlich fahren wir ohne Alijevas dort hin !
10:58
Hoffentlich werden es noch deutlich mehr als 500 Hagener in Ddorf!
10:49
Heimspiel am Rhein, wir ham ein Heimspiel am Rhein!
Auf gehts Hagen!
10:35
Ach Matthias Grothe bestätigt mir das Geld Körbe wirft.
Aber wie gut, das alle Spieler noch Potenzial nach oben haben. Ist nur die Frage, wann rufen sie dieses Potenzial ab?
Gegen Alba Berlin konnte niemand wirklich eine Überraschung erwarten. Aber gegen Düssedorf ist ein Sieg Pflicht. Pflicht wenn man den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen will.