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Bank trägt nicht allein die Schuld

13.07.2012 | 20:09 Uhr
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Verbraucherschützer und ­Kunden beschweren sich gleichermaßen über die Geldinstitute. Sie monieren schlechte Beratung und Mängel in der Aufklärung über Finanzprodukte. Viele Bankberater stehen nach wie vor unter hohem Verkaufsdruck und versuchen, dem Kunden das für die Bank lukrativste Angebot unterzujubeln. Die ­Kontrolle durch die Behörden
ist bislang viel zu lasch.

Deshalb ist der Plan, demnächst staatliche Testkunden in die Banken zu entsenden, nur zu begrüßen. ­Vorausgesetzt, der Datenschutz für die Bankmitarbeiter ist gesichert.

Demnächst dürfte die Furcht vor Sanktionen eine heilsame Wirkung in der Branche entfalten. Eines indes ändern auch die Ermittler nicht: Manches schräge Finanzprodukt wird nur verkauft, weil sich leichtgläubige Kunden allzu gern mit glänzenden Renditeversprechen ­ködern lassen. Wären die Verbraucher bei Geldgeschäften so sorgsam und so gut informiert wie der Durchschnittsbürger beim Autokauf, ­hätten unseriöse Bankberater
einen viel schwereren Stand.

Christian Kerl

Kommentare
16.07.2012
10:47
Bank trägt nicht allein die Schuld
von baldinsoelde | #3

Einverstanden,

wenn ich Geld anlegen möchte, will ich einen Gewinn erzielen. Derzeit werden aber viele Anlageprodukte mit einer Nettorendite von +/- 0 % angeboten, wenn man den Inflationsausgleich abzieht.

Daher drängen viele Anlageberater zu Risikoanlagen. Ich habe es selbst erlebt und musste sehr genau nachfragen, bis die Risiken klar angesprochen wurden.

Wenn die Anlageberater erst persönlich für jede fehlerhaft Anlage haften müssen -niemand solle jetzt aufschreien, das sei nicht zu leisten. Dafür gibt es Versicherungen- wird sich manches ändern.

Daher sind es nahezu immer die Banken, die entweder den Anlagewunsch des Einzelnen erst generieren oder den uninformierten Anlegern unsichere Produkte als sichere Anlagen verkaufen.

15.07.2012
15:21
Bank trägt nicht allein die Schuld
von Borniger | #2

Die Überschrift stimmt, im Text hingegen wird wieder nur den Banken die Schuld gegeben. Viele Kunden verlangen aber aktiv von ihren Beratern Anlagemöglichkeiten, die von vornherein faul sind. Wenn dann 7 oder 8 Prozent auf dem Papier stehen, wird gekauft. Egal wie hoch das Risiko ist. Warum sollte dann die Bank haften?

14.07.2012
10:46
Bank trägt nicht allein die Schuld
von karlo58 | #1

So ist es.Aber solange die Menschen mangels Intelligenz selbst einfachste Dinge,wie zum Beispiel ein Sparbuch,nicht verstehen-wird sich nichts ändern.Es kann doch nicht so schwer sein,zu begreifen,dass eine Verzinsung von 0,75% bei einer Inflationsrate von 2% nicht der Bringer ist..bei einem Tagesgeldkonto wird wenigstenst nicht am Geld genagt..bei 2,5% Zinsen.Ganz schön schwer zu verstehen-oder?Glück auf!!

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