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Aufbruch in die Gesellschaft

20.05.2012 | 18:18 Uhr

Katholiken- und Kirchentage sollen Zeitansagen sein. Sie sollen erspüren, was Kirche und Gesellschaft bewegt, und Impulse für eine neue Richtung geben. Da haben die Organisatoren des Mannheimer Katholikentags die Latte hoch gelegt mit ihrem Leitwort vom Aufbruch. Denn diese Latte muss zwangsläufig fallen, wer enttäuschten Katholiken mit dem Motto Hoffnung auf umfassende Reformen etwa beim Frauenpriestertum oder dem Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gemacht hat. So intensiv diese Themen diskutiert wurden – entschieden werden sie anderswo.

Wenn es in Mannheim einen Aufbruch gab, dann einen hinaus in die Gesellschaft. Mit bestens besuchten Diskussionsrunden zu sozialen, ökologischen, ökonomischen und politischen Fragen hat der Katholikentag 2012 das deutliche Signal gesetzt, dass sich die Katholiken nicht mehr nur um sich selbst drehen, sondern die Gesellschaft wieder mitgestalten wollen – vor allem hinsichtlich eines maßvolleren Wirtschaftens.

Dieses Signal tut gut. Denn gerade in diesem Themenfeld ist der christliche Beitrag einer von zu wenigen. Man muss ihn nicht teilen – aber man wird dem katholischen Laienvertreter Alois Glück zustimmen, dass jede Form eines nachhaltigen Lebensstils eine ethische Herausforderung bedeutet. Schließlich hat gerade der westliche Lebensstil der vergangenen Jahrzehnte die meisten Menschen auf „immer mehr“ und „mir das Meiste“ trainiert. Mehr Bescheidenheit mit Blick auf nachwachsende Generationen oder benachteiligte Regionen der Welt tut Not – ob aus christlicher oder anderer Motivation ist da fast egal. Zumal manch kirchliche Organisationen und Würdenträger den Worten des Katholikentags nun auch noch Taten folgen lassen müssen.

Thomas Rünker


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