Am Kunstrasen schieden sich die Geister
25.10.2007 | 21:00 Uhr 2007-10-25T21:00:54+0200Drolshagen. (-alex-) "Es wäre fatal, den FC Schreibers-hof sterben zu lassen": Mit drastischen Worten appellierte gestern Abend der Schreibershofer UCW-Stadtverordnete Burkhard Rath an seine Ratskollegen, die Kunstrasen-Projekte in Schreibershof und Blech
Vor zahlreichen Zuhörern aus den Reihen des SC Bleche/Germinghausen und des FC Schreibershof ging es hoch her in der Drolshagener Stadtverordntenversammlung.
Die Übernahme der Bauträgerschaft und die Zahlung von insgesamt 400 000 Euro für die beiden geplanten Kunstrasenprojekte fand längst nicht nur Befürworter.
So sprach sich der UCW-Fraktionsvorsitzende Karl Rudolf Fölting vehement gegen die "Großinvestition" aus, die angesichts des "seit Jahren strukturell unausgeglichenen Haushalts" der Stadt Drolshagen nicht zu verantworten sei.
Rückgrat bewies Gaby Demnig (UDW): Obwohl sie Ortsvorsteherin in Germinghausen ist, votierte auch sie gegen die Kunstrasen-Bauvorhaben - und damit gegen die Fußballer aus "ihrem" Dorf. "Geld, das nicht da ist, kann ich auch als Ortsvorsteherin nicht anbieten", so Demnig.
CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Lienenkämper aus Bleche, der Gaby Demnigs Position scharf verurteilte, musste seinerseits heftige Vorwürfe einstecken: UDW-Chef Stefan Schürmann bezeichnete Lienenkämpers Kritik an der Ortsvorsteherin als "Niederträchtigkeit". Die Kunstrasen-Projekte mit "2 000 bis 3 000 Euro pro Spieler zu subventionieren", lehnte Schürmann strikt ab.
Die Mehrheit im Rat der Stadt Drolshagen stellte sich allerdings hinter die beiden Fußballvereine: 16 Stadtverordnete stimmten mit "Ja", sieben mit "Nein".

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