"Allgemein in gutem Zustand"
01.07.2008 | 18:20 Uhr 2008-07-01T18:20:00+0200
Siegen. Der Spielplatz-Test der WR (vom 18. Juni) hatte ein Nachspiel im Jugendhilfeausschuss. Auf Antrag des Vorsitzenden Jens Kamieth war das Thema „Spielplätze" auf die Tagesordnung gesetzt worden.
Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes würden „mit großem persönlichen Einsatz alles ihnen Mögliche tun, um die Spielplätze sauber zu halten und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten”, sagte Heiner Friesenhagen, bei der Stadt Siegen für Kinder- und Jugendschutz zuständig. Bei der Vielzahl der Plätze könnten die Mitarbeiter unmöglich immer direkt an dem Ort sein, an dem ein Defekt oder eine Verschmutzung aufgetreten seien. Die im WR-Artikel kritisierte Verunreinigung des Sandes auf dem Spielplatz Bertramsplatz geht laut Heiner Friesenhagen darauf zurück, dass sich auf dem Areal abends bis zu 200 junge Leute träfen. Das mache zumeist jegliche Pflege vom Vortag zunichte. Die im WR-Artikel bemängelten Defekte bei einigen Geräten auf den Spielplätzen Siegerlandhalle und Kornberg seien kurz zuvor durch Vandalismus entstanden und inzwischen beseitigt worden. Eine akute Gefährdung von spielenden Kinder habe es keineswegs gegeben. „Das Geschäft ist äußerst schwierig”, meinte Friesenhagen abschließend. Unterschiedliche Interessen von Anwohnern und Kindern würden manchmal zu Konflikten führen. Friesenhagen: „Die Staubwolke auf dem Aschenplatz und das Geräusch von Fußbällen, die gegen Metallzäune gedroschen werden, sind für Eltern von Kindern im Bolzalter akzeptabel. Singles oder ältere Bürger finden solche alltäglichen Situationen unzumutbar.” Die Tatsache, dass sich abends Jugendliche auf den Spielplätzen aufhalten, führe auch zu Protesten. Dies veranlasste Friesenhagen zu der provokanten rhetorischen Frage „Brauchen wir am Ende eine Spielplatz-Wache?!”

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