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Erklärungspflicht

Ärzteschaft ändert Position bei Organspende

19.09.2011 | 11:13 Uhr

Berlin.   Die Ärzteschaft hat ihre Bestrebungen aufgegeben, alle Bürger zu einer Erklärung über eine Organspende verpflichten zu wollen. "Wir haben es zu akzeptieren, dass ein Mensch keine Entscheidung treffen möchte", sagte Ärztepräsident Montgomery.

Die deutsche Ärzteschaft hat ihr Ziel aufgegeben, die Zahl der Organspender in Deutschland durch eine Erklärungspflicht für alle Bürger zu erhöhen. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sagte der "Berliner Zeitung", es habe sich gezeigt, dass der im Juni vom Ärztetag gefasste Beschluss, jeden Bürger zu einer klaren Aussage für oder gegen die Organspende zu verpflichten, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Das hätten Verfassungsjuristen festgestellt.

"Wir haben es zu akzeptieren, dass ein Mensch keine Entscheidung über die Organspende treffen möchte", sagte Montgomery. Deshalb unterstütze die Ärzteschaft nun die Initiative der Fraktionschefs von Union und SPD im Bundestag, Volker Kauder und Frank-Walter Steinmeier , für die sogenannte Entscheidungslösung .

Kauder und Steinmeier streben an, dass jeder Bürger mindestens einmal im Leben mit dem Thema Organspende konfrontiert wird, beispielsweise bei der Ausgabe des Führerscheins. Vor allem Kauder will aber niemanden zu einer Entscheidung zwingen. Das lehnt auch die FDP ab. (dapd)

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Kommentare
19.09.2011
15:09
Ärzteschaft ändert Position bei Organspende
von nullrunde | #5

Patienten die auf eine Spenderorgan warten, können durch eine Geldspende beim Chefarzt auf der Warteliste nach oben rücken.
Was ist aber mit der Feststellung des “ klinischen Todes “ beim Spender?
Nicht das hier eine Geldspende z.B. eines arabischen Scheichs einen Kunstfehler beim Ärzteteam verursacht und der Spender war vor der Ausweidung noch nicht so ganz richtig tot.
Am weltweiten Organhandel wird richtig Geld verdient und nicht wenige in brasilianischen Armenvierteln bemerken dies zu spät.
Besser keine Zwangsverpflichtung - Jeder soll das selber bestimmen dürfen .

19.09.2011
14:12
Blockierter Kommentar.
von BeeTeeRay | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

19.09.2011
12:39
Ärzteschaft ändert Position bei Organspende
von marianus | #3

wie weit soll der bürger noch entmündigt werden?
geht das wirklich soweit wie bis zur ausweidung eines tieres?
wer spenden möchte der soll es tun und das diskutiere ich auch nicht.
sollte mich jemand fragen,dann sage ich gut,aber dann geben sie mir schriftlich das sie die beerdigungskosten übernehmen und dies notariell verbindlich ist.

19.09.2011
12:17
Ärzteschaft ändert Position bei Organspende
von mike47441 | #2

Endlich haben auch die Ärzte verstanden, dass manche Menschen nicht zu einem Selbstbedienungsladen für ausweidefreudige Ärzte werden wollen.

Jeder Mensch muss selber bestimmen DÜRFEN, ob er Organspender sein will oder eben nicht.

19.09.2011
11:44
Ärzteschaft ändert Position bei Organspende
von wonko | #1

Hanebüchen. Da sterben täglich Menschen, weil wir nicht in der Lage sind, eine sinnvolle Regelung für Organspenden zu treffen.
Führt die Widerspruchsregelung ein: jeder ist Organspender, sofern er sich nicht anders erklärt hat. Ist wohl auch insofern, daß ja auch jeder im Bedarfsfall Organempfänger ist die sinnvollste, fairste und einfachste Lösung.

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