Adler verschenken den Sieg
30.11.2009 | 17:40 Uhr 2009-11-30T17:40:02+0100Bundesligist Moerser SC vergibt 10:7-Führung im fünften Satz und verliert die Partie gegen Rottenburg mit 2:3
Ihre Enttäuschung konnten Robin Gietzelt und Tobias Neumann am Samstagabend nicht verbergen. Die beiden Zuspieler des MSC wirkten müde. Gietzelt saß nach der Niederlage gegen den TV Rottenburg auf der Bank am Spielfeldrand und starrte abwesend ins Leere. Mit 2:3 (24:26, 14:25, 25:23, 25:22, 12:15) hatten die Bundesliga.Volleyballer des Moerser SC zuvor äußerst unglücklich gegen Rottenburg verloren. „Wir haben es selbst verschenkt”, sagte Gietzelt niedergeschlagen. „Rottenburg war nicht die bessere Mannschaft.” Das sah auch deren Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger so: „Wir haben am Ende einfach das nötige Glück gehabt.”
Mangelnde
Konzentration
Tatsächlich war seine Mannschaft im entscheidenden fünften Satz schon kurz davor, das Spiel zu verlieren. Der MSC lag mit 10:7 in Führung, dann brachten die Gastgeber den Gegner durch mangelnde Konzentration zurück ins Spiel. „Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt”, fasste Tobias Neumann das Spiel zusammen. Die Hälfte der Partie hatte er von der Bank aus beobachten müssen, nachdem er im zweiten Satz für Robin Gietzelt das Feld verlassen hatte. „Ich konnte der Mannschaft in dem Moment nicht helfen”, erklärte Neumann. „Da muss man dann was ändern.”
Gietzelt bekam das Spiel nach kurzer Anlaufzeit im dritten Satz wieder in den Griff. „Ich war mir sicher, dass wir das Ding noch drehen”, so Gietzelt. „Und ich wollte mein Bestes dafür geben."
Das machte ein fast schon entschiedenes Spiel wieder spannend. Denn den Sieg hätten die Gäste schon im dritten Satz besiegeln können. Noch im zweiten Durchgang hatten sie klar dominiert, die MSC-Angreifer blieben immer wieder im Block hängen oder feuerten den Ball direkt ins Aus.
„Das war sehr durchwachsen heute”, gab Gietzelt zu. „Aber irgendwie haben wir den dritten Satz gewonnen.” Dabei hatte der MSC bereits mit 20:23 zurückgelegen. Doch nachdem der Rottenburger Stefan Schneider den Ball zum 23:23 ins Aus befördert hatte, punktete Victor Bird doppelt für die Adler und bescherte ihnen den Satzgewinn. „Danach lief es besser, dadurch sind wir stabiler geworden”, analysierte Gietzelt. Und das, obwohl der Schiedsrichter mehrfach durch Fehlentscheidungen verhinderte, dass sich die Adler absetzen konnten.
Erfahrung macht
den Unterschied aus
„Wir müssen trotzdem besser spielen”, wehrte Neumann ab. „Es wurde ja auf beiden Seiten nicht souverän gepfiffen.” So machte am Ende die Erfahrung den Unterschied und während die Rottenburger ausgelassen feierten, suchten Gietzelt und Neumann nach einem positiven Aspekt.
„Immerhin wissen wir jetzt ganz sicher, dass wir gut spielen und einen 0:2-Rückstand aufholen können”, sagten sie beide schließlich. „Nächstes Mal gewinnen wir solch ein Spiel. Da sind wir uns ganz sicher.”

00:20
Mittelblocker sind im Normalfall keine Kapitäne!
Da sie sich mit dem Libero abwechseln und somit nicht dauerhaft auf dem Feld stehen muß sowieso ein anderer Spieler als Kapitän bestimmt werden.
16:46
Wenn Gietzelt von Anfang an gespielt hätte -wäre der tiebrak nicht nötig gewesen. Warum ist eigentlich Grübler nicht der Kapitän? Der bringt Stimmung in die Bude ,hat viel Erfahrung und spricht auch Deutsch! Auf dem Spielfeld kommt er einem doch eh wie der Spielführer vor!