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Adler legen Bottrop ein Ei ins Nest

29.11.2009 | 23:30 Uhr
Adler legen Bottrop ein Ei ins Nest

Moers. Nach dem 3:0-Pokalerfolg gegen die RWE Volleys Bottrop muss der Moerser SC im Viertelfinale des DVV-Pokals in Rottenburg antreten.

Dass die Volleyballer des Bundesligisten Moerser SC im Pokalwettbewerb immer wieder starke Spiele abliefern, ist kein Geheimnis. Die RWE Volleys aus Bottrop mussten das gestern Nachmittag am eigenen Leib erfahren. Im Achtelfinale des DVV-Pokals setzten sich die Moerser Adler erneut mit einem klaren 3:0 (25:20, 25:15, 25:21) durch.

Schon vor einem Monat hatte es in der Bundesliga einen ähnlich deutlichen Sieg der Adler gegen Bottrop gegeben. Dieses Mal hatten die Gäste aber schon vor dem Anpfiff das erste Problem zu bewältigen.

Tim Elsner hatte sein Trikot zuhause vergessen und musste deshalb im Jersey von Johann Schumacher auflaufen. Das neue Hemd hat aber weder Elsner noch seiner Mannschaft Glück gebracht, was dem Bottroper Trainer Teun Buijs so gar nicht gefallen wollte. „Sechs Sätze haben wir hier in dieser Saison gespielt”, sagte er, „aber keinen haben wir gewonnen.”

Aufschlagserie von Szabolcs Nemeth

Szabolcs Nemeth im Angriff gegen Bottrop. Bei ihm klappten auch wieder die Aufschläge. Fotos: Markus Joosten

Auch am Sonntag waren dafür in erster Linie die starken Aufschläge der Adler verantwortlich. Druckvoll starteten sie damit ins Spiel und konnten sich nach einer kurzen Aufschlagserie von Szabolcs Nemeth entscheidend absetzen.

Im zweiten Satz sorgte Victor Bird dann früh mit sieben Aufschlägen in Folge dafür, dass der MSC mit 8:2 in Führung ging. Den Vorsprung konnten die Bottroper zwar verkürzen, doch beim Stand von 10:7 nahm MSC-Trainer Chang Cheng Liu eine Auszeit. „Das war wichtig, dadurch hat er den Lauf von Bottrop unterbrochen”, erklärte Mittelblocker Henning Wegter die Maßnahme nach dem Spiel. „Danach haben die sich ziemlich aufgegeben.”

Das nutzten die selbstbewusst auftretenden Adler eiskalt aus und gewannen den zweiten Satz mit deutlichem zehn-Punkte-Vorsprung. Dazu trug auch die gute Stimmung in der Halle bei, wie Tobias Neumann betonte: „Da konnten wir mit richtig viel Spaß spielen.” Für seine persönliche gute Laune sorgte er aber auch selbst, als er im dritten Satz gleich drei Punkte in Folge erzielte – für einen Zuspieler eher ungewöhnlich. „Unsere Annahme war aber so stabil, das wir im Angriff sehr variabel spielen konnten”, erklärte Neumann und fügte grinsend hinzu: „Da konnte ich dann auch mal punkten.”

Die meisten Zähler sammelte allerdings Außenangreifer Gabor Nacsa, der wie schon im Ligaduell einen guten Tag erwischt hatte. Insgesamt 92 Prozent seiner Angriffe schloss er erfolgreich ab. Das sorgte nicht nur beim ehemaligen Adler Joram Maan für Kopfschütteln. „Wir hatten wie beim letzten Mal Probleme in der Annahme”, sagte der Niederländer enttäuscht. „Da fehlt uns die Feinabstimmung, daran müssen wir arbeiten.” Schließlich wollte er beim nächsten Duell im Februar endlich den ersten Satzgewinn gegen die Adler feiern.

Im Viertelfinale kann sich der Moerser SC in Rottenburg für die Liga-Schlappe revanchieren. Die Partien (12./13. Dezember): Evivo Düren – SCC Berlin, Generali Haching – VC Franken, VfB Friedrichshafen – Wuppertal Titans.

TRAINERSTIMMEN

Chang Cheng Liu (MSC): „Unser Aufschlag war sehr gut, und im Außenangriff waren wir viel besser als gegen Rottenburg. Wir haben heute gut gekämpft und unsere Chancen genutzt. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.”

Teun Buijs (Bottrop): „Wir haben heute schon besser gespielt als beim letzten Mal. Aber wir müssen unsere Annahme verbessern. Die Aufschläge von Victor Bird haben heute den Unterschied gemacht.”

Martin Sowa

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