ADAC zählt mehr Baustellen aber weniger Mega-Staus
21.09.2009 | 17:26 Uhr 2009-09-21T17:26:00+0200
München. Autofahrer haben in der diesjährigen Sommerreisezeit laut ADAC weniger Mega-Staus ertragen müssen als im Vorjahr. Ihre Geduld wurde dennoch auf die Probe gestellt. Denn die Gesamtzahl der Staus - unabhängig von ihrer Länge - nahm zu. Der Grund: mehr Baustellen.
Die Staubilanz des Sommers: Weniger Megastaus, dafür mehr Staus insgesamt und deutlich mehr Baustellen als noch im vergangenen Jahr.
Der Verkehrsclub ADAC zählte von Ende Juni bis Mitte September an zwölf Ferien-Wochenenden 722 Staus mit einer Länge von über zehn Kilometern auf den deutschen Autobahnen. Im vergangenen Jahr waren es noch 996 Mega-Staus verteilt über 13 Reise-Wochenenden gewesen. Damals zählte der ADAC Blechkolonnen über eine Strecke von insgesamt 14.025 Kilometer. In der diesjährigen Reisesaison waren es demnach 9.897 Kilometer.
Als Grund vermutet der ADAC auch die Wirtschaftskrise. So habe der Güterfernverkehr abgenommen. Zudem seien viele Reisende auf den Donnerstag als Reisetag ausgewichen, was zu einer Entzerrung am Wochenende beitrage.
20 Prozent mehr Baustellen
Die Zahl der langen Staus sei zwar in diesem Jahr rückläufig, die Gesamtzahl der Staus - unabhängig von der Länge - habe aber im Vergleich zu 2008 um drei Prozent zugenommen, erklärte der Verkehrsclub. Als Grund nannte er, dass im selben Zeitraum die Zahl der Baustellen um rund 20 Prozent gestiegen sei.
Die am stärksten belasteten Autobahnen waren demnach die A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg mit 119 Staus von über zehn Kilometern Länge, auf der A9 Berlin - Nürnberg - München zählte der ADAC 109 Staus und auf der A3 Oberhausen - Frankfurt - Nürnberg - Passau 98. (ap)
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