70 Bauleute bestimmen jetzt im Kreishaus den Rhythmus der Arbeit
14.12.2008 | 18:30 Uhr 2008-12-14T18:30:00+0100
Siegen. Im Kreishaus an der Koblenzer Straße bestimmen jetzt die Bauleute den Rhythmus der Arbeit. Seit dem 4. August sind die Amtsstuben eine Baustelle.
„Wir sind voll im Zeitplan”, bestätigt Kreisdirektor Frank Bender. Rund 70 Bauleute arbeiten sich von oben nach unten. In der 15. Etage, ein Technikbereich, sind noch die Maurer beschäftigt. Ein Stockwerk tiefer, dort wo bisher die Kantine war, sind 13 neue Büros sowie ein Besprechungsraum entstanden. Die Fenster sind neu und einen Spalt zu öffnen – an den Wänden klebt schon Raufaser. Die „zehn” ist geschlossen. „Hier darf man nur mit Atemschutz und Ganzkörperanzug 'rein”, erklärt Uwe Moll, Bauingenieur der Kreisverwaltung. Die Bauleute entsorgen dort die alte Dämmung: „Glaswolle – frei von Asbest”, sagt der Ingenieur. Zwischen dem Hochhaus und dem alten Kreishaus arbeiten die Eisenbieger und Betonbauer. Sie legen die Fundamente für das Ausländeramt.
Alles werde transparenter und luftiger, meint „Chefplaner” Frank Bender. Als Verwaltung könne man sich durchaus auf die Finger schauen lassen. Das Markenzeichen des Kreishauses, die Spiegelfassade, ist zukünftig nicht mehr so zu sehen. Die neuen Doppelfenster sind Prototypen und auf die Wind- und Lichtverhältnisse abgestimmt. Statt Klimaanlage ist dann jeder Raum individuell temperierbar. Rund 32 Millione Euro kostet die Sanierung. Im Mai 2010 wird das Haus dann komplett bezugsfertig sein.

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