21-Jährige entschuldigt sich für Diebstahl

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Altena..  Nach einem tiefen Blick ins Glas hatte eine 21-jährige Nachrodt-Wiblingwerderin eine Taxifahrt dazu genutzt, mit der Handtasche ihrer Chauffeurin durchzubrennen. Gestern stand sie wegen dieser Tat und wegen eines weiteren Vorwurfs vor dem Amtsgericht.

In Hagen hatte sich die junge Frau aus Nachrodt-Wiblingwerde am 25. Februar eine Taxifahrt gegönnt. Beim Aussteigen hatte sie dann nicht nur ihre eigenen Habseligkeiten mitgenommen, sondern auch noch die Tasche der Fahrerin. Inhalt: 264 Euro Bargeld, zwei Brillen und ein Schlüssel.

Ihr Opfer hatte allerdings Glück gehabt: Wenig später hatte sie ihr Eigentum von der Polizei zurück erhalten – und zwar komplett.

Auch sollte die 21-Jährige bereits am 19. Februar in einer Hagener Disco zugeschlagen haben. Laut Anklage hatte sie eine gefundene Garderobenmarke an sich genommen und den fremden Besitz – unter anderem eine Tasche – abgeholt. Der wahren Eigentümerin sollen anschließend zehn Euro aus ihrer Tasche gefehlt haben.

Den Diebstahl zu Lasten der Hagener Taxifahrerin räumte die Nachrodt-Wiblingwerderin gestern Morgen vor Gericht prompt ein. „Die Sache mit dem Taxi gebe ich zu. Das tut mir auch sehr leid. Ich war betrunken. Ich weiß auch nicht, warum ich das getan habe.“

Was jedoch den Vorfall in der Disco betraf, beteuerte sie, diesmal komplett unschuldig zu sein. Ein Kumpel habe die verlorene Marke an sich genommen und die Sachen an der Garderobe eingelöst. Dann habe er plötzlich zu ihr gesagt, sie solle die Gegenstände kurz mal halten. „Ich dachte, das seien die Sachen seiner Freundin.“ Und: Ich habe mir nichts Böses dabei gedacht.“ Das Gericht machte kurzen Prozess und stellte diesen Vorwurf mit Blick auf die ohnehin zu erwartende Strafe wegen der anderen Tat ein.

Strafe akzeptiert

Nachdem sich die bereits einschlägig vorbelastete Angeklagte noch einmal für den Diebstahl im Taxi entschuldigte, wurde sie zu 30 Tagessätzen à 25 Euro Geldstrafe verurteilt. Diese Sanktion akzeptierte sie sofort.

Bevor sie den Gerichtssaal allerdings verlassen durfte, verabschiedete sie Richter Dirk Reckschmidt mit deutlichen und bereits bewährten Worten: „Auf Wiedersehen sag ich nicht – will ich nicht.“