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Kriminalität

20-Jähriger nach Konzert in Olper City erstochen

13.12.2009 | 21:51 Uhr

Olpe. Ein schwarzer Freitag für die Kreisstadt: In einer dunklen Hauseinfahrt an der Frankfurter Straße ist am späten Abend ein 20-Jähriger mit einer Stichwaffe getötet worden.

Zu der Gewalttat kam es gegen 23 Uhr im Anschluss an eine Konzertveranstaltung im nahen Lorenz-Jaeger-Haus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei flammten die Streitigkeiten zwischen mehreren Konzertbesuchern schon in der OT auf, als ein Mann auf der Bühne eine Nationalflagge hochhielt.

Auf der Frankfurter eskalierten die Auseinandersetzungen dann derart, dass es in einer dunklen Einfahrt in unmittelbarer Nähe der Gaststätte „Kinkay" zu den tödlichen Stichen kam.

Wenige Minuten später waren der Rettungsdienst und das Rote Kreuz vor Ort. Der Schwerverletzte wurde ins Olper Krankenhaus transportiert, doch alle Hilfe kam zu spät. Im Hospital erlag der junge Mann, der in Oberveischede wohnte, seinen Verletzungen.

Trotz massiven Polizeieinsatzes in der Olper Innenstadt ist der Täter ist immer noch flüchtig.

Die Staatsanwaltschaft Siegen, die Mordkommission Hagen und die Olper Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Nach Mitteilung der Polizei sollen sowohl das Opfer als auch der Täter türkischer Herkunft sein.

Noch in der Tatnacht wäre es fast zu Ausschreitungen gekommen. Fast 100 junge Besucher des Rockkonzertes im Lorenz-Jaeger-Haus kamen am Tatort und am St.-Martinus-Krankenhaus zusammen. Nach Mitteilung der Polizei nahm die Szenerie bedrohliche Ausmaße an.

Um mögliche Übergriffe zu verhindern, forderten die Olper Ordnungshüter Unterstützung aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Märkischen Kreis an. Dass nichts passierte, so gestern ein Polizeibeamter im Gespräch mit unserer Zeitung, sei aber nicht nur dem massiven Einsatz der Polizei zu verdanken, sondern auch Mitgliedern der islamischen Gemeinde Olpe.

Der Imam Kadem Bayraktar und andere Mitglieder hätten deeskalierend auf die jungen Leute eingewirkt, so der Beamte.

Weitere Einzelheiten zur Tat und den möglichen Motiven wollte die Polizei gestern nicht bekannt geben, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.

Freunde des erstochenen 20-Jährigen versammelten sich am Samstag am Olper Marktplatz vor dem Haus in der Frankfurter Straße 14. Unmittelbar vor der Haustür ereignete sich die schreckliche Bluttat. Der Erstochene lag in der Einfahrt. „Er wollte doch nur schlichten”, klagte ein Freund. Die Freunde zündeten Lichter an und legten rote Rosen wenige Meter entfernt vor eine Straßenlaterne.

Gesprächsthema war die Tat auch am Samstagmorgen auf dem Markt im Herzen der Kreisstadt. „Wir trauern mit”, sagte ein Bewohner des Hauses, vor dem die Tat geschah, im Gespräch mit unserer Zeitung. Gegen 23 Uhr habe er einen lauten Knall gehört und erst gedacht, der käme von der Mauer her. Beim Blick aus dem Fenster sah er den blutüberströmten jungen Mann vor der Haustür liegen: „Das ist schlimm. Er ist mit dem Kopf gegen die Zeitungsröhre gekracht. Sie ist völlig deformiert.” Der Streit habe in der OT angefangen „und ist dann hier bei uns gelandet”.

Um 18 Uhr versammelten sich am Samstag über 100 Menschen zur Trauer an der Stätte, an der der 20-Jährige, der türkischer Abstammung war, getötet wurde. Viele brachten Blumen mit und zündeten Lichter an. Es war mucksmäuschenstill. Die Freunde und Bekannten waren tief betroffen, überall fassungslose Gesichter. „Man kennt sich. Viele Freunde sind hier, um zu trauern. Die Angehörigen sind zu Hause und werden betreut”, sagte ein Freund der Familie des Getöteten im Gespräch mit unserer Zeitung.

Auch die Cocktailbar „Kinkay” unmittelbar neben dem Hauseingang, in dem es zum tödlichen Stich kam, war am Samstagabend mit Trauernden gefüllt. An einem Tisch saßen einige junge Männer, die dabei standen, als das Unfassbare passierte.

„Das hat sich in der OT hochgeschaukelt. Es gab überall Schlägereien. Da waren Deutsche, Türken, Albaner und Araber beteiligt. Dann hat sich das ganze nach unten verlagert”, so ein Augenzeuge zu unserer Zeitung. Der 20-Jährige habe die Prügelnden gekannt und sie beruhigen wollen. Plötzlich habe der andere 20-Jährige zugestochen. Es sei ein selbstgebastelter Totschläger gewesen, mit zwei Messerklingen oben drauf.

Der erstochene 20-Jährige lebte in Oberveischede, machte eine Ausbildung zum Maler und Lackierer. „Es ist einfach nur traurig”, sagte einer der vielen jugendlichen Trauernden am Samstagabend. Ein älterer schüttelte den Kopf: „Das sind noch Kinder um die 20. Die wissen nicht, was sie tun. Hoffentlich ist das hier eine Warnung für sie.”

Roland Vossel

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Kommentare
19.12.2009
03:39
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von James.Brunt | #50

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16.12.2009
23:34
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von miriam.lessmann | #49

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16.12.2009
00:40
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von rene.bogdanski | #48

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15.12.2009
23:56
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von rene.bogdanski | #47

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15.12.2009
23:06
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von rene.bogdanski | #46

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15.12.2009
22:23
20-Jähriger nach Konzert in Olper City erstochen
von Cant | #45

Tja mal sehen welche Strafe unsere tollen Richter in Deutschland sich dafür ausdenken???

Vielleicht mal weider ein paar Sozialstündchen..........
Die Richter die immer wieder aufs neue zulassen das Gewalttäter unbestraft das Gericht verlassen sind die eigentlichen Verbrecher und ganz entschieden mitverantwortlich für solche Taten..........

Übrigens schon traurig das Türken in Deutschland einen Streit anfangen nur weil jemand eine Kurdenflagge hochhält.............

15.12.2009
22:01
20-Jähriger nach Konzert in Olper City erstochen
von fuckoff | #44

Ich fordere die Bewaffnung aller Deutschen mit makellosem Führungszeugnis

in den USA funktioniert das doch auch...

..dann wissen unsere Kulturbereicherer, dass es bei einem Angriff...böse für sie ausgehen könnte
#22 von HotelCalifornia, vor 21 Stunden


HAHAHAHA der täter war auch Deutscher mit makelosen Führungszeugniss ...

15.12.2009
12:16
20-Jähriger nach Konzert in Olper City erstochen
von reaperxx | #43

Ein Thema ,was man unbedingt mit Vorsicht zu genießen und zu kommentieren hat.Solange kein genauer Tathergang rekonstruiert ist,sind Mutmassungen fehl am Platz.
Es ist zu sagen,dass Olpe schon lange nicht mehr das ist,was es vorgibt zu sein.Das sage ich als gerade mal 19Jähriger,der hier groß geworden ist.
Das achso konservative Sauerland ist mindestens genauso schlimm dran,wie der Rest dieses Landes.Das liegt aber nicht (nur) an Migranten ,wie sie hier oft betitelt werden.Allein schon das bilden von Gruppen mit dem Wort Migranten ist fehl am Platz.Wie soll eine Gesellschaft funktionieren wenn sich jede Gruppe einen Namen gibt und sich die Schuld in die Schuhe schiebt.
AUf der anderen Seite ist Deutschlands Politik eine wahre Schande.Es ist die ANgst,die leide rnoch in zu vielen Köpfen steckt,die Deutschland zu dieser alles-aktzeptierenden-Politikverleitet.
Der Täter hat natürlich Angst um sein Leben und stellt sich freiwillig,nur leider wird das Rechtssystem in Deutschland ihn irgenwann wieder frei lassen und dann wird er dafür bezahlen,denn so etwas wird niergendwo vergessen.
DAs solche Waffen schon zur Standart AUsrüstung zählen macht einen nachdenklich und ich weiß nicht ,worin das alles gipfeln wird.


Ich kannte das Opfer persönlich und bin zutiefst erschüttert,was mittlerweile in Olpe abgeht.
Gott beschütze ihn und seine Familie.

15.12.2009
00:51
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von HotelCalifornia | #42

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14.12.2009
23:53
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von rene.bogdanski | #41

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