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1 000 Festgäste zogen durch Wenden

20.04.2008 | 13:36 Uhr

Wenden. (nik) Alles begann mit einer Trommel und zwei Flöten. Das "Trommler- und Pfeiferkorps" der Schützenbruderschaft Wenden gründete Leo Schulte 1908. Ein Jahr später spielte die Musker zum ersten Mal auf einem Schützenfest. ...

... Heute heißt das Korps "Spielmannszug Wenden" und ist, so der Erste Brudermeister der St.-Severinus-Schützenbruderschaft, Andreas Schneider, am Freitag beim Festkommers, ein "positives Aushängeschilder der Bruderschaft". Der Kommersabend war der Auftakt zum großen Festwochenende, mit dem der Spielmannszug sein 100-jähriges Jubiläum feierte.

"Aus dem Drei-Mann-Verein ist heute ein fast 50-Mann-Verein geworden", so der Vorsitzende Maik Acker-schott. Seit 1988, als die Zahl der Mitglieder sank, werden auch Frauen aufgenommen - zurzeit spielen 17 im Spielmannszug, 50 Prozent der 47 Mitglieder sind Jugendliche, so Ackerschott.

Rund 350 Gäste waren am Freitagabend ins Festzelt gekommen, um mit den Musikern zu feiern - der am weitesten angereiste Besucher kam aus Südafrika. Örtliche Musik- und Sängergruppen gratulierten mit entsprechenden Programmeinlagen, so traten etwa der Kinderchor der Möllmicker Chöre oder der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr auf.

Schirmherr der Jubiläumsfeierlichkeiten war Domkapitular Thomas Dornseifer. Dornseifer, selbst einmal sieben Jahre lang Mitglied im Spielmannszug, ließ in seiner Rede diese bereits 25 Jahre zurückliegende Zeit Revue passieren. Er erinnerte sich an seine allererste Übungsstunde mit der Flöte und seinen erste Auftritt mit der Lyra.

Dornseifer hob das "wertvolle und kostbare Tun" des Spielmannszuges hervor und betonte, dass das gemeinsame Musizieren ein wichtiger Beitrag für Gesellschaft und Gemeinwesen sei.

Glückwünsche gab's auch von Ehrenbezirksbrudermeister Karl-Heinz Halbe, der dem Vorsitzende Maik Ackerschott die Hochmeister-Plakette überreichte.

Pastor Heiner Diehl drückte seine Glückwünsche in den Noten der Tonleiter aus. So wünschte er etwa ein "h" wie Herzlichkeit, ein "f" wie Freundschaft oder ein "g" wie Glaube und betonte, wie wichtig das Zusammenspiel, die Harmonie in einer Musikkappelle sei: "Musik fördert Rücksicht, Kameradschaft, Gemeinschaft", so Diehl.

Zu den Rednern des Abends gehörte auch Bürgermeister Peter Brüser, der einen Scheck überbrachte. Ortsvorsteher Dietmar Häner übermittelte im Namen der Wendener und Möllmicker Vereine Glückwünsche und überreichte ebenfalls einen Geldbetrag.

Einen Tag später, am frühen Samstagnachmittag, fanden sich 24 Vereine, die meisten aus der Gemeinde Wenden, am ehemaligen Fahrradwerk Enik ein, um gemeinsam mit dem Spielmannszug einen Festzug durch den Ort zu veranstalten. Als die insgesamt fast 1 000 Männer und Frauen an den am Straßenrand stehenden Zuschauern zum Zelt vorbeizogen, war Petrus gnädig - zwar herrschten kühle Temperaturen, aber bis auf ein paar Tropfen blieben Musiker und Publikum von Regen verschont.

Dem Festzug angeschlossen hatten sich alle Schützenvereine aus der Gemeinde, fünf Spielmannszüge und acht Musikvereine, so auch das Tambourcorps Hürth Gleuel und der Spielmannszug Biekenhofen. Schließlich füllte sich das Festzelt mit den Teilnehmern und die 13 Musik- und Spielmannszüge sorgten beim "Freundschaftstreffen" mit Musik für Unterhaltung. Am Abend spielte die Band "Super Liquid", bevor das Festwochenende mit einem Hochamt und dem anschließendem Frühschoppen am Sonntag ausklang.

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1 000 Festgäste zogen durch Wenden
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