Opel-Betriebsrat dankt Grönemeyer für seine Unterstützung
29.05.2012 | 11:09 Uhr 2012-05-29T11:09:00+0200
Bochum. Bei seinem Konzert in Bochum widmete Herbert Grönemeyer den Titel „Bochum“ den Opel-Beschäftigten. Auch zur Belegschaftsversammlung im von der Schließung bedrohten Werk hatte er ein Grußwort geschickt. Jetzt bedankte sich der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel dafür bei dem Sänger mit einem langen offenen Brief.
MIt einem langen Brief bedankte sich jetzt der Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel bei Herbert Grönemeyer für seinen Einsatz für das Bochumer Werk. Grönemeyer hatte am Tag der Belegschaftsversammlung in der vergangenen Woche ein Grußwort geschickt und war auch bei seinem Konzert am darauffolgenden Abend auf die Zukunft von Opel und die Nöte der MItarbeiter eingegangen.„Viele Beschäftigte von Opel waren bei Deinem Konzert im Ruhrstadion und waren begeistert und stolz, als die Bochum-Hymne während des Konzerts der Opelbelegschaft gewidmet wurde“, schreibt Rainer Einenkel dem Sänger, der in Bochum aufwuchs.
„Schließung wäre absolut unsinnig“
Wieder einmal schwebe das Damoklesschwert einer Schließung über dem Bochumer Werk, fährt er fort. Seit vielen Jahren begleite diese Drohung die Menschen im Betrieb, ihre Familien und in der Region. „Mehr als 45.000 Menschen sind derzeit vom Bochumer Opel-Werk abhängig. Eine Schließung von Opel-Bochum wäre absolut unsinnig.“
Zudem ständen die Opelanerinnen und Opelaner in Bochum und im ganzen Ruhrgebiet zur Marke Opel. Sie hingen mit dem Herzen und ihrer wirtschaftlichen Existenz an diesem Werk. „Die Beschäftigten bei Opel haben bereits bis über die äußerste Schmerzgrenze hinaus Belastungen in Kauf genommen. Aber wir sind es jetzt leid, weiterhin die Zeche für die Fehler des Managements zu bezahlen.“
„Ein starkes Stück Solidarität“
„Bisher konnten wir alle Schließungspläne verhindern“, erklärt Einenkel in seinem Brief an Grönemeyer. Auch diesmal werde man das Aus für das Bochumer Werk nicht zulassen. In Bochum läge die Seele von Opel mit 50 Jahre Autobauer-Tradition. „Opel ist Bochum und Bochum ist Opel. Opel ohne das Bochumer Werk ist nicht vorstellbar.“
Die Menschen im Revier lebten Solidarität, ergänzt Einenkel. Grönemeyers Solidaritätserklärung und sein Auftritt seien „ein starkes Stück Solidarität“, die ihm Mut mache für die anstehenden schwierigen Auseinandersetzungen.

13:27
Der hat es doch vorgemacht und seinen Arbeitsplatz schon vor Jahren nach England verlegt.
12:00
Jede Unterstützung ist ein gutes Zeichen für die Belegschaft und sollte dementsprechend gewürdigt werden. Da ist der lange offene Brief an Herrn Grönemeyer natürlich der richtige Weg !
Gut hätte ich es aber auch gefunden wenn die Betriebsratvorsitzenden aller Deutschen Standorte einen langen offenen Brief an die Opel-Kunden geschrieben hätten und sich für die Solidarität,bedankt hätten,die sie als Kunde des Hauses Opel gezeigt haben.
Eine Anonce,bezahlt durch Spendengelder oder gesponsort zb.durch die IGM wären da auch angebracht !
" Die Belegschaften der Opelwerke bedanken sich herzlich bei ihren Kunden "
11:58
Ja und - was hat es geholfen?
Der Antwort zu folge, müssen sie Opel aber hassen???
Das ist keine Antwort, das ist eine Frage - was es genützt hat. Und - OPEL habe ich selbst jahrelang und gerne gefahren (4 Modelle) und "hassen" tue ich nur Selbstdarsteller wie Grönemeyer, die lange schon im Ausland leben, dort weniger Steuern zahlen, VOLVO fahren und für ihrer alte Heimat grosse Sprüche übrig haben, die nichts bewirken - genau so wenig wie die Aktionen der hiesigen etablierten Politik und der Gewerkschaften, die ab 1999 unter der rot-grünen Bundesregierung unter Beifall der CDU/CSU und der FDP durch Gesetzesänderungen die dringend notwendige "Globalisierung" nach Deutschland holten. Schon vergessen? Das sind nun diejenigen, die ob der nun eintretenden Folgen - unter anderem bei OPEL - vor deutschen Arbeitern die Klappe aufreissen? Da kommt man sich doch verarscht vor - oder?
11:49
Sehr geehrte Frau Schwarzwald,
Herbert Grönemeyer wurde nicht in Bochum, sondern in Göttingen geboren. Herbert ist in Bochum nur aufgewaschen und trotzdem fast ein waschechter Bochumer:-)
Mit freundlichen Grüßen aus Bochum