Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Tarifrunde

Lokführer drohen weiter mit Streiks in den Ferien

15.07.2012 | 17:20 Uhr
Lokführer drohen weiter mit Streiks in den Ferien
Die Bahn hatte der GDL eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwei Jahre angeboten. Die Lokführer lehnen dieses Angebot als unzureichend ab.Foto: dapd

Berlin. Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL will das Unternehmen die Verhandlungen zu einem schnellen Abschluss bringen. „Drohgebärden bringen uns nicht weiter, sondern konstruktive und vernünftige Verhandlungen“, sagte eine Konzernsprecherin am Wochenende. Die Bahn kündigte an, für die nächste Tarifrunde am 23. Juli ein neues Angebot auf den Tisch zu legen.

Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hatte zuvor Warnstreiks in der Ferienzeit für den Fall nicht ausgeschlossen, dass sich die Arbeitgeberseite nicht bewege. „Ein Arbeitskampf ist nicht vom Tisch“, sagte Weselsky dem „Focus“.

Gewerkschaft will sieben Prozent mehr

Die Bahn hatte der Gewerkschaft ursprünglich eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für zwei Jahre angeboten. Die Lokführer lehnen dieses Angebot als „unzureichend“ und „keinesfalls akzeptabel“ ab. Sie fordern sieben Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Seit Mitte der vergangenen Woche laufen die Verhandlungen über eine Tariferhöhung für bundesweit knapp 21.000 Lokführer. Tarifverträge und Friedenspflicht waren zum 30. Juni ausgelaufen. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir die Verhandlungen zügig und konfliktfrei abschließen werden“, sagte die Bahn-Sprecherin. (dapd)



Kommentare
16.07.2012
03:13
Lokführer drohen weiter mit Streiks in den Ferien
von Kontertor | #2

Hatten die nicht zuletzt 523% mehrbekommen. Ich erinner mich dunkel, dass dies gefühlt etwa in dieser Größenordnung gewesen sein muss. Da wird es Zeit für den Nachschlag!!

15.07.2012
17:34
Lokführer drohen weiter mit Streiks in den Ferien
von Deste | #1

Sorry, aber die Herren der GDL spinnt, wenn sie schon wieder mit Streik drohen. Andere würden laut Hurra schreien, wenn ein Angebot über 5,5% gemacht würde. Außerdem ist es noch gar nicht lange her, dass diese Gewerkschaft hat streiken lassen.
Wer bezahlt im Endeffekt: Der Bahnreisende. Macht so weiter und wir fallen wieder in die Steinzeit zurück, weil niemand mehr die geforderten Preise bezahlen kann.
Menschen, was seid ihr alle dumm.

Aus dem Ressort
Automobilzulieferer TMD Friction verlagert Werk nach Essen
Industrie
Der Bremsbelägehersteller TMD Friction wird bis 2017 sein Werk in Leverkusen schließen. Gewinner dieser Entscheidung ist das Ruhrgebiet, denn TMD wird die Produktion an seinen bereits verhandenen Standort in Essen ansiedeln. Damit entstehen 570 neue Arbeitsplätze in der Revierstadt.
EU-Kommission hält Beihilfen für Nürburgring für unzulässig
Insolvenz
Brüssel stuft staatliche Subventionen für den Nürburgring und den Flughafen Zweibrücken als ungerechtfertigt ein. Fast eine halbe Milliarde Euro war in die insolvente Rennstrecke geflossen. Für den Verkauf gibt die EU-Kommission aber grünes Licht - ebenso wie für die Beihilfen für den Airport Hahn.
Ehefrau entlastet Middelhoff - "Er hat immer gearbeitet"
Untreueprozess
Cornelie Middelhoff hat ihrem Ehemann vor dem Landgericht Essen den Rücken gestärkt. Flüge per Hubschrauber nach Essen und mit dem Privatjet nach St. Tropez des Ex-Karstadt-Chefs seien auch beruflicher Natur gewesen. "Die Herren haben immer über Geschäftliches geredet."
Verbraucher wählen Alete-Trinkmahlzeit zur größten Werbelüge
Goldener Windbeutel
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bekommt in diesem Jahr den Schmäh-Preis "Goldener Windbeutel" der Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch. Seine Alete-Trinkmahlzeiten für Kinder wurden von Verbrauchern zur größten Werbelüge des Jahres gewählt. Auf Platz 2: Hühnersuppe ohne Huhn.
Post will Briefporto im nächsten Jahr auf 62 Cent erhöhen
Preiserhöhung
Die Deutsche Post dreht erneut an der Preisschraube: Standardbriefe sollen kommendes Jahr 62 Cent kosten, nur ein Jahr nach der vorherigen Preiserhöhung. Auch Sendungen ins Ausland sollen teurer werden. Den Aufschlag muss sich der Ex-Monopolist wegen seiner Marktmacht aber noch genehmigen lassen.
Umfrage
Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?