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Dynamik bei der Risikolebensversicherung kann sich lohnen

24.05.2012 | 11:27 Uhr
Dynamik bei der Risikolebensversicherung kann sich lohnen
Mit einer Risikolebensversicherung lassen sich Familie, Partner oder Kinder finanziell absichern. Allerdings ist beim Abschluss der Police darauf zu achten, dass sie die Angehörigen oder den Lebenspartner schützt, solange diese finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen. Foto: Oliver Lang/dapd

Elmshorn.   Mit einer Risikolebensversicherung lassen sich Partner oder Kinder finanziell absichern. Mit einer vereinbarten Dynamik stellen Versicherte sicher, dass die Versicherungssumme mit den steigenden finanziellen Ansprüchen wächst, beispielsweise nach einer Heirat oder einem Immobilienkauf.

Eine Risikolebensversicherung ist ein Muss, wenn der Partner oder die Familie von einem Hauptverdiener abhängig ist. Aber auch der nicht oder wenig verdienende Ehegatte sollte abgesichert werden, wenn er sich um die Kinder kümmert: Denn stirbt er, muss die Betreuung der Kinder organisiert und finanziert werden. Daneben gibt es noch Einiges beim Abschluss einer Risikolebensversicherung zu beachten.

Entscheidend für die Wahl der richtigen Risikolebensversicherung sei die Höhe des Beitrags, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten: „Das Kleingedruckte ist weniger wichtig bei den Risikolebensversicherungen, die Auswahl kann in aller Regel nach der Beitragshöhe erfolgen.“ Manche Versicherer sehen jedoch Leistungserweiterungen vor, die man nicht ganz außer Acht lassen sollte - wie eine Nachversicherungsgarantie.

„Mit ihr stellen Versicherte sicher, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung anpassen können, beispielsweise nach einer Heirat, der Geburt von Kindern oder einem Immobilienkauf“, erläutert Boss.

Dynamik kann sinnvoll sein

Mit einer Dynamik stellen Versicherte sicher, dass die Versicherungssumme mit den steigenden finanziellen Ansprüchen wächst. Ohne Dynamik ist eine Anpassung der Versicherungssumme während der Vertragslaufzeit nur nach einer erneuten Gesundheitsprüfung möglich, so dass auch Experten wie der unabhängige Versicherungsberater Jörg Deppner zu der Erkenntnis kommen: „Eine Dynamik schadet sicherlich nicht!“

Außerdem können Versicherte die Dynamik umgehen, indem sie der Erhöhung schriftlich sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung widersprechen. Das können sie sogar zweimal in Folge, erst bei der dritten Ablehnung in Folge erlischt die Option, die Versicherungssumme weiterhin anzupassen, und die Versicherten fallen aus der Dynamik heraus.

Bei Gesundheitsprüfung auf Nummer sicher gehen

In der Regel begnügen sich Lebensversicherer damit, dass Antragsteller die Gesundheitsfragen im Antrag beantworten. Bei hohen Versicherungssummen von mehr als 200.000 Euro oder bei bereits festgestellten Vorerkrankungen aber gehen die Versicherer auf Nummer sicher und bestehen in der Regel auf einer ärztlichen Untersuchung.

Gerade mit Vorerkrankungen ist das nicht die schlechteste Lösung, weil Antragsteller so nicht Gefahr laufen, durch falsche Angaben den Risikoschutz zu gefährden. Am sinnvollsten ist die Untersuchung beim Hausarzt, der auch die Krankenakten einsehen und ein umfassendes Gesundheitsbild abgeben kann.

Die Risikolebensversicherung als „Verbundene Leben“ ist günstiger als eine Einzelpolice - damit werben die Vertreter immer wieder. Allerdings wird bei der „Verbundene Leben“ die Versicherungssumme auch nur einmal ausgeschüttet - nämlich für den zuerst Sterbenden.

Sinnvoll ist ein solcher Vertrag nur dann, wenn der andere Partner nach dem Tod nicht mehr versichert werden muss - etwa der Geschäftspartner oder der überlebende Ehegatte, der keinen Todesfallschutz mehr benötigt. Expertin Boss rät dennoch vom Vertrag ab: „Der Einzelschutz für zwei Versicherte ist kaum teurer, und jeder kann dann Rechte und Pflichten aus seinem Vertrag herleiten - wichtig zum Beispiel auch bei einer Trennung.“

Was für die Steuer gilt

Theoretisch sind die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung als „andere Versicherungen“ steuerlich absetzbar. Hinter dieser Grundsatzregelung steht jedoch ein großes Aber, wie Peter Kauth von steuerrat24.de erklärt: „Absetzbar sind die Beiträge nur dann, wenn die Krankenversicherungsbeiträge unter 1.900 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 2.800 Euro für Verheiratete liegen.“ Wer also höhere Beiträge für den Gesundheitsschutz hat, geht bei der steuerlichen Anerkennung der Beiträge für die Risikolebensversicherung leer aus.

Bei der Auszahlung greift das Finanzamt dafür nicht auf die Versicherungssumme zu, erklärt Kauth: „Werden bei Risikolebensversicherungen im Versicherungsfall Kapitalzahlungen geleistet, sind diese stets steuerfrei.“ Das gelte auch für Überschussanteile, die als Risiko- und Kostenüberschüsse nicht versteuert werden müssten.(dapd)

Von Oliver Mest dapdElmshorn


Kommentare
07.06.2012
09:51
Dynamik bei der Risikolebensversicherung kann sich lohnen
von hutterp | #2

Das ist kein Artikel sondern Werbung.

Risikolebensversicherungen lohnen sich nie und die Dynamik kostet sowieso.

30.05.2012
17:25
Dynamik bei der Risikolebensversicherung kann sich lohnen
von joergel | #1

Komisch, ich bin von meiner Versicherung in den letzten Jahren mehrfach angeschrieben worden, dass sich die Dynamik nicht mehr lohne. Ich sollte mir überlegen, ob ich sie nicht kündige, da ich später weniger herausbekomme als ich jetzt dafür einzahle.

Und jetzt ein Bericht, der wieder genau zu dieser Dynamik rät?

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