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Laufveranstaltung

Uni rollt Sportlern roten Teppich aus

15.04.2012 | 16:35 Uhr
Los geht’s: Jan Simon Hermann (Nummer 71) setzte sich gleich vom Start weg an die Spitze des Feldes. Foto: Marcus Simaitis / WAZ FotoPool

Witten . Wo sonst gebüffelt wird, wehte einem am Wochenende Bratwurstgeruch entgegen. An der Uni Witten/Herdecke hieß es wieder: „Uni-Run“ - und das schon zum sechsten Mal.

Wieder genossen die Anwesenden ein attraktives Rahmenprogramm und schauten gleichzeitig den Läufern bei ihrem schweißtreibenden Sport zu.

Auch wenn die Sonne nicht ganz so kräftig und warm wie im letzten Jahr strahlte, folgten Läufer aus ganz Deutschland dem Motto „Witten stark im Sport“. Wichtig war es dem organisierenden Verein allerdings nicht, den Spitzensport nach Witten zu holen, sondern einen Brückenschlag zwischen Leistungs- und Hobbysport zu erreichen - mit Erfolg. Neben den Deutschen Hochschulmeisterschaften fanden auch andere Wettkämpfe, wie die Firmenstaffel und der Walking-Wettbewerb statt.

Ein ganz besonderer Tag bot sich den 18 Läufern mit Behinderungen der Lebenshilfe Witten. „Ich renne jeden Tag zur Arbeit und freue mich nun über den Sieg“, meinte der Gewinner Ludger (57). Das Ziel der Kooperation ist es, „diese Menschen auch einmal in den Fokus zu rücken und zu zeigen, dass auch hier Sport möglich ist“, so Organisator Thomas Fehrs (52) vom TTW. Dieses Vorhaben ging voll auf: Alle Teilnehmer genossen sichtlich ihren Applaus.

Trotz des Termins in den Osterferien kamen einige Zuschauer den Berg der Alfred-Herrhausen-Straße hinauf, um sich das Spektakel anzuschauen. Denn nicht nur dem Verein ist die mittlerweile eingespielte Kooperation mit der Uni sehr wichtig. „Wir öffnen uns so der Stadt und den Bürgern“, erklärt Uni-Pressesprecher Dr. Erik Hoffmann. Für TTW-Geschäftsführer Ansgar Butterwegge (58) ist es auch gar keine Frage, dass in Witten so eine Veranstaltung stattfinden muss. „Schließlich ist Witten republikweit die einzige Stadt, die mit dem TTW und dem PV Triathlon gleich zwei Bundesliga-Teams beheimatet.“

Läufer an den Start

Ein Höhepunkt des Laufes: Teile der Strecke führten durch das Gebäude selbst, wo über den ausgerollten roten Teppich gelaufen wurde. Zwar waren im letzten Jahr mehr Zuschauer dabei. Aber die anwesenden Schlachtenbummler sorgten für tolle Stimmung: „Witten bietet immer eine familiäre Atmosphäre und große Spannung“, so Moderator Jochen Baumhof (54). Diese Harmonie wurde jedoch immer wieder jäh unterbrochen: Man verkündete den Spielstand des Revier-Derbys.

Einziger Wermutstropfen des sonst gelungenen Tages: Dank des kurz vor Ende einsetzenden Landregens kamen die 130 Teilnehmer der Fünf-Kilometer-Distanz mehr schwimmend als laufend ins Ziel. Also wurde spontan die Siegerehrung ins Uni-Foyer verlegt, das zuvor noch als Startbereich gedient hatte. Hier bekam der Sieger des Wittener Supercups erstmalig einen massiven Steinpokal - „frisch vom Steinmetz“, schmunzelte Thomas Fehrs.

Philip Raillon



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