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Mit dem Buddha zur Besenparty

19.03.2012 | 10:00 Uhr
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Mit dem Buddha zur Besenparty
Die Jugendfeuerwehr am Rathaus im Einsatz. Foto: Oliver Mengedoht

Recklinghausen  „Recklinghausen putzt sich raus“ – und gut 700 Bürger machten mit. Sie sammelten acht Tonnen Abfall aller Art.

. Einen großen Buddha schleppt Jan Berger von der THW-Jugend auf der Bruchstraße in Höhe Tierheim heran, während sein Kollege Domenik Thiel zwei halbvolle Farbeimer herbeiträgt. Zwei von gut 700 Recklinghäusern, die beim 16. Frühjahrsputz in der Stadt mitmachen. Zu „Recklinghausen putzt sich raus“ hat Bürgermeister Wolfgang Pantförder aufgerufen, über 4000 Müllsäcke wurden ausgegeben.

Die stärksten Teilnehmergruppen waren wohl die Schützen aus Stuckenbusch und Essel, die jeweils um die 50 Helfer aufboten, berichtet Abfallberater Matthias Berger. Er hat den Frühjahrsputz mit seinen drei Kollegen organisiert. In der Kantine und Fahrzeughalle der KSR (Kommunale Servicebetriebe Recklinghausen) wird nach dem Sammeln in Straßen, Parks und Wäldern die „Besenparty“ gefeiert, bei Erbsensuppe und Grillwurst. Für die Kinder gibt es Clown, Sandkasten und Hüpfburgen. Eine Blumeninsel haben die Gartenbau-Azubis gezaubert. Die Blumen werden anschließend natürlich nicht entsorgt, sondern im Stadtgebiet eingepflanzt.

Warum in die Natur?

Begehrt sind auch die Ausflüge in die Luft mit dem Hub­steiger: „27 Meter hoch gelangen die zwei bis drei Bürger pro Fuhre“, erklärt Baumpfleger Heinz Hoffmann. Das ganze ehemalige Zechengelände sehe man von da oben, Süd und die Palmkirmes.

Beteiligt haben sich neben der THW-Jugend sowie der Jugendfeuerwehr, die mit 16 Jungen und Mädchen von 12 bis 17 Jahren im Erlbruchpark hinter dem Rathaus im Einsatz waren, insgesamt 57 Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Parteien und Nachbarn, zählt Abfallberater Berger auf. Acht Tonnen Abfall wurden dabei gesammelt, die KSR holen Säcke, Reifen, Kühlschränke und mehr ab.

„Altpapier oder Elektrogeräte kann man kostenlos bei uns abgeben, warum bringen die Leute das aufwändig in den Wald und schmeißen es da in die Natur?“ wundert sich Berger. Dieses Jahr hätten Schrotthändler die Säcke auf der Suche nach Metall aufgerissen, das sei weniger schön.

Genau wie die Funde in der ECA-Siedlung, erzählt Siegfried Fischer, Vorsitzender des Siedlungs- und Verkehrsvereins. „Wir haben mit einem Dutzend Leute einen ganzen Anhänger voll Abfall gesammelt, besonders viel Plastik-Verpackungsmüll und kleine Schnapsflaschen.“ Insgesamt sei die Siedlung aber im Lauf der Jahre sauberer geworden.

Oliver MEngedoht

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