Das aktuelle Wetter Mülheim 9°C
Ehrenamt

Verantwortung lernen

28.06.2012 | 09:00 Uhr
Verantwortung lernen
23 Mädchen aus der neunten Klasse haben an dem Projekt „Verantwortung lernen“ teilgenommen.Foto: Stephan Glagla

Mülheim.   23 Schülerinnen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben ein Jahr lang ehrenamtlich in sozialen Einrichtungen geholfen. Mit dem Projekt „Verantwortung lernen“ will das Centrum für bürgerschaftliches Engagement Jugendliche für das Gemeinwohl begeistern.

Pubertät und Verantwortung, Pubertät und Gemeinwohl, Pubertät und Ehrenamt – Begriffspaare, die nicht unbedingt im selben Atemzug genannt werden. Und doch besser zusammen passen, als es das Bild der „Jugend von heute“ erwarten lässt. Das zeigt das Projekt „Verantwortung lernen“: 23 Schülerinnen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben sich ein Jahr lang ehrenamtlich in sozialen Einrichtungen im Stadtgebiet engagiert – gestern haben sie dafür Zertifikate bekommen.

Ist denn bürgerschaftliches Engagement unter Jugendlichen ein typisch weibliches Phänomen? Eine Frage, die sich angesichts der hundertprozentigen Frauenquote stellte. „Nein, das ist Zufall“, betont Brigitte Walter-Böing. Sie hat das Ehrenamts-Projekt zusammen mit dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) als Wahlpflichtfach an der Gustav-Heinemann-Schule ins Leben gerufen. Bei der Zusammenstellung des 23-köpfigen Kurses sei die Männer-Quote nicht berücksichtigt worden, erklärt sie. Zu viele Interessenten hatte es im vergangenen Sommer gegeben.

Der eigenen Stärken bewusst werden

Dahinter steckt das CBE-Konzept „Verantwortung lernen“: „Die Idee ist, dass Kinder und Jugendliche sich ihrer Stärken bewusst werden und ihre Fähigkeiten ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen“, erklärt Projektleiterin Katharina Wehner. Die Schule bestimmt die Umsetzung: Schüler können sich einen Tag, eine Woche oder ein ganzes Schuljahr lang engagieren. Neben der Gustav-Heinemann-Schule haben in den vergangenen Jahren auch das Gymnasium Heißen, die Hauptschule am Hexbachtal und die Realschule Stadtmitte teilgenommen.

Die Gustav-Heinemann-Schüler hatten die Wahl zwischen 17 Institutionen, von Kindergarten und Jugendzentrum bis hin zu Lebenshilfe oder Seniorenheim . Bis zu den Herbstferien stand einmal pro Woche Theorie auf dem Stundenplan, den Rest des Schuljahres haben die Schülerinnen dann jeweils zwei Stunden pro Woche in ihren Einrichtungen verbracht. Die einen werk-, die anderen samstags. Je nach Bedarf.

Gestern haben die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen präsentiert – einige von ihnen wollen sich weiterhin ehrenamtlich engagieren. „Das ist der Keim, aus dem bürgerschaftliches Engagement entsteht“, freute sich CBE-Geschäftsführer Michael Schüring über das positive Echo.

Sophia Schauerte


Kommentare
Aus dem Ressort
Mutige Mülheimerin macht Trickdieben Beine
Zivilcourage
Zwei couragierte Frauen haben Attacken auf ahnungslose Senioren vereitelt. Eine von ihnenist die 27-jährige Derya D. Die junge Mutter verfolgte zwei Trickdiebinnen, bis die Polizei sie festnehmen konnte. Die Senioren wissen vermutlich noch gar nicht, dass sie beinah Opfer geworden wären.
Wo Christen Ostern feiern
Gottesdienst
Zum höchsten Fest der Christen finden im gesamten Mülheimer Stadtgebiet besondere Gottesdienste wie etwa Osternachtsfeiern statt.
13 Mülheimer Nachwuchbands rocken im Vorentscheid
Rock das Dach
Wer darf beim Jugendfestival „Rock das Dach“ am 16. Mai auf großer Bühne vor Publikum live spielen? Das entscheidet sich am Mittwoch, wenn 13 Nachwuchskünstler aus Mülheim im Autonomen Zentrum gegeneinander antreten. Die Zuschauer stimmel per Wahlzettel ab.
Speisen wie beim letzten Abendmahl
Ostern
Wie mag Jesus das letzte Festessen am Abend vor seinem Tod wohl erlebt haben? Dieser Frage gingen Gemeindeglieder in der evangelischen Kirche nach und erinnerten mit einer Tafelrunde an das letzte Abendmahl. Der gebürtige Palästinenser Dr. Ribhi Yousef zudem berichtete von Ostern in seiner Heimat
Großeinsatz am Rhein-Ruhr-Zentrum
Feuerwehr-Einsatz
Wegen einer Verpuffung an einer Baustelle in einem Fußgängertunnel am Rhein-Ruhr-Zentrum kam es zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Ein Bauarbeiter erlitt Verletzungen. Die Unfallstelle muss zwölf Stunden gesperrt bleiben, so lange darf die U 18 dort nicht halten.
Sollte es Anwohner-Parkplätze geben?
Die Klagen von Anwohnern, die morgens, mittags, und vor allem abends in ihren Wohnquartieren nach einem Parkplatz suchen, verstummen nicht. Gerade in der Altstadt wird das Problem zeitweise als massiv empfunden. Was meinen Sie, sollte es Anwohner-Parkplätze in Mülheim geben?

Die Klagen von Anwohnern, die morgens, mittags, und vor allem abends in ihren Wohnquartieren nach einem Parkplatz suchen, verstummen nicht. Gerade in der Altstadt wird das Problem zeitweise als massiv empfunden. Was meinen Sie, sollte es Anwohner-Parkplätze in Mülheim geben?

 
Fotos und Videos
Verpuffung am Rhein-Ruhr-Zentrum
Bildgalerie
Großeinsatz
Neubau Gymnasium Broich
Bildgalerie
Schule
Abiparty in Mülheim
Bildgalerie
Party
medl-Nacht der Sieger
Bildgalerie
Sportshow