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Menden droht kein Facebook-Ende

29.06.2012 | 00:04 Uhr
Menden droht kein Facebook-Ende
Seite der Stadt Menden bei Facebook

Menden. Vielleicht liegt es daran, dass Menden nur auf 890 Menschen kommt, die bei Facebook „Gefällt mir“ geklickt haben – und nicht wie Berlin auf 1,4 Millionen mal „Gefällt mir“. Vielleicht hat die Stadt Menden aber auch noch keine Post von dem weltweit agierenden Internet-Unternehmen bekommen, weil sie tatsächlich einen rechtlich wasserfesten Namen gewählt hat.

Das Profil der Stadt in dem sozialen Netzwerk, das es erst seit Anfang Mai gibt, heißt nämlich „Stadt Menden (Sauerland)“. Klingt zunächst ein wenig bürokratisch, könnte aber der entscheidende Vorteil sein gegenüber Berlin, Hamburg oder München, die ganz schlicht und einfach ihre Stadtnamen auch als Profil-Namen benutzt haben. Das München-Profil hatte der Internet-Riese Facebook bereits einfach gelöscht, Hamburg und Berlin droht dies in den nächsten Wochen. Die Begründung von Facebook: Keiner darf in dem sozialen Netzwerk für einen geografischen Ort sprechen, es muss deutlich werden, wer dahintersteckt. Seiten mit dem reinen Stadt-Namen will Facebook selbst betreiben. Angeblich damit nicht undemokratisch eingesetzte Stadtoberhäupter in anderen Ländern einfach den Stadtnamen besetzen. Daher muss im Namen deutlich werden, wer dahintersteckt.

Mendens Stadtsprecher Manfred Bardtke: „Die Argumentation von Facebook gilt natürlich auch für Menden. Aber wir haben sie schon gekannt und berücksichtigt. Deshalb sind wir mit ‘Stadt Menden (Sauerland)’ an den Start gegangen. Wir denken, dass wir damit die von Facebook verfolgte Intention treffen. Gehört haben wir bis heute diesbezüglich jedenfalls noch nichts.“

Das glaubt auch Fabian Kreutz, Geschäftsführer der Mender Agentur „smart media“. Er berät die Stadt Menden bei ihren Internetaktivitäten – aber auch andere Kommunen. Doch er will auf Nummer sicher gehen und wird sich nun noch einmal mit Facebook in Verbindung setzen, um die Namensgebung zu klären. Nach seiner Einschätzung ist die Menden-Seite ein Erfolg: 890 Freunde seien in der kurzen Zeit prima, das Profil sei nicht nur „Sprachrohr der Verwaltung“, sondern werde von Nutzern auch für Fragen und Interaktionen genutzt.

Michael Koch

Facebook
 
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