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Bibelgarten

Vier alte Olivenbäume an der Friedenskirche eingepflanzt

08.11.2010 | 16:19 Uhr
Vier alte Olivenbäume an der Friedenskirche eingepflanzt
Ehrenamtliche Helfer haben Olivenbäume auf dem Gelände des künftigen Bibelgartens gepflanzt.

Letmathe.Die ersten „Bewohner“ des neuen Bibelgartens sind schon da. Vier einhundertjährige Olivenbäume ragen aus der noch nackten Erde neben der Friedenskirche. In einer wahren „Schlammschlacht“ von Arbeitseinsatz sind sie am Samstag eingepflanzt worden.

Der strömende Regen und der völlig aufgeweichte Boden machten den sechs ehrenamtlichen Helfern am Samstag schwer zu schaffen. „Wir sind beinahe im Schlamm versunken“, berichtet Brigitte Wiedkamp vom Bibelgarten-Arbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde. Als wäre die Arbeit mit dem Spaten im zähen Schlamm nicht schon strapaziös genug, erschwerte eine unangenehme Überraschung den ganztägigen Einsatz. Genau an den Stellen, wo die Bäume eingepflanzt werden sollten, stieß der Baggerzahn auf die Abdeckplatten eines Kanalisationsschachts. So musste die Gartenplanung kurzerhand ein wenig abgewandelt und die Bäume leicht versetzt werden.

Mit Unterstützung der beauftragten Tiefbaufirma, die den schweren Bagger stellte, und zwei Nachbarn, die spontan mit zur Schaufel griffen, gelang das Werk schließlich doch. Brigitte Wiedkamp zeigte sich sehr zuversichtlich, dass die Olivenbäume neben der Friedenskirche gut anwachsen werden. Sie wurden von Carlos Gomes aus Hemer geliefert. Und der hat in den vergangenen Jahren schon 60 Olivenbäume aus Portugal nach Deutschland geholt, wo sie zum Teil bereits reichlich Früchte tragen.

Warum sollte ein Methusalem-Baum, der die Rodung eines Olivenhains in Portugal und den weiten Weg nach Deutschland überstanden hat, nicht noch mal gedeihen?

„Herr Gomes hat uns versichert, dass der steinige Boden an der Friedenskirche ganz gut geeignet ist,“ berichtet Brigitte Wiedkamp. „Wir müssen ihn im Winter allerdings ein wenig einpacken.“ Außerdem sollen in der kalten Jahreszeit Lichterketten hineingehängt werden. „Nicht als Weihnachtsbeleuchtung“, schmunzelt Brigitte Wiedkamp, „sondern zum Wärmen der Äste und Zweige.“

Helmut Rauer

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