"Rotes Haus" ersetzt Jahrhunderte alte Traditionsgaststätte
17.02.2010 | 17:15 Uhr 2010-02-17T17:15:00+0100
Letmathe. Als „rotes Haus” hat es sich im Volksmund bereits einen Namen gemacht. Wo bis vor eineinhalb Jahren die „Altdeutschen Bierstuben”, standen, sticht ein neues Wohn- und Geschäftshaus durch seine ungewöhnliche Farbe und Architektur ins Auge.
Durch seine rubinrote Fassade in exponierter Lage an der Ecke Hagener /Dechant-Meckel-Straße ist der Neubau zu einem Gesprächsthema in Letmathe geworden. „Es hat etwas Mut dazu gehört,” sagt Architekt Udo Gantenbrink, der die Immobilie im Auftrag des Eigentümers bauen ließ. „Aber viele Letmather haben das gelungene Werk gelobt.”
Dabei ist es keineswegs nur der rot-weiße Farbkontrast, der das Haus aus der Normalität heraushebt. Auch die versprungene Bauweise mit Turm- und Erkerelementen sowie Edelstahl verleihen dem zweieinhalbgeschossigen Bau einen besonderen Reiz.
Als Vorsitzender des Heimatvereins sah Gantenbrink den Abriss der Altdeutschen Bierstuben ursprünglich mit zwiespältigen Gefühlen. Immerhin reicht die Geschichte der Traditionsschänke bis ins 17. Jahrhundert zurück. „Doch in den letzten Jahren wurde es immer schwieriger, einen Pächter zu finden,” blickt Gantenbrink zurück. „Und das Denkmalamt hat den Abriss des Fachwerkbaus klar befürwortet. Der Torbalken mit Inschrift ist erhalten und kann auf Wunsch dem Museum übergeben werden.”
Das Gebäude umfasst vier Wohnungen (insgesamt 275 Quadratmeter), die gleich bei Baubeginn vermietet waren, und eine Arztpraxis (85 qm). Die Fußbodenheizung wird mit Erdwärme aus 99 Meter Tiefe versorgt.
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