Petitionsausschuss tagte im "Grünen Krug"
07.09.2009 | 16:21 Uhr 2009-09-07T16:21:00+0200
Schälk. Zwischen einer Vollsperrung und einer Wiederfreigabe der seit März an Wochenenden und Feiertagen für Motorradfahrer gesperrten B 236 zwischen Schälk und Ergste ist alles drin.
Eine endgültige Entscheidung kündigte die Vorsitzende des Petitionsausschuss des Landtags, Inge Howe, nach dem Ortstermin am Montag für Anfang März 2010 an.
Vier, fünf Motorradpolizisten drehten ihre Runden rund um den „Grünen Krug”, dazu drei, vier Streifenwagen. Keine Kontrolle, wie sie so oft von den Anwohnern und gleichermaßen von den einsichtigen Motorradfahrern gefordert wird.
Die Anwesenheit der Uniformierten war vielmehr der irrigen Annahme geschuldet, dass Zweiradfahrer womöglich zuhauf die Gelegenheit nutzen könnten, zumindest optischen Druck auf das Gremium ausüben zu kommen. Wobei Gremium schon zu hoch gegriffen wäre: Vorsitzende Howe war allein gekommen, um das Gespräch mit dem Initiator der Petition, dem Ergster Michael Wilczynski, sowie den Fachleuten von Straßenverkehrsbehörden, Polizei und Landesbetrieb Straßen NRW zu suchen. Beim Erörterungstermin standen ihr die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Gabriele Kordowski (CDU) und Wolfram Kuschke (SPD) zur Seite. Es sei „immer hilfreich”, ortskundige Landtagskollegen zu beteiligen, erklärte die Chefin der Landes-Klagemauer.
Mehr als eine Stunde ließ sich Howe die Situation schildern, dann stand fest: Bevor eine Entscheidung fällt, sollen die Ergebnisse der zunächst für ein Jahr ausgesprochenen Sperrung ausgewertet werden. „Wir werden uns die Unfallstatistiken anschauen und dann die Petition bescheiden”, sagte die Vorsitzende. „Ich hoffe, dass wir beide Seiten zusammen- und einen vernünftigen Kompromiss hinbekommen.” Das Problem, deutete Howe an, seien offenbar nicht die erfahrenen Motorradfahrer, sondern die jungen Fahranfänger, die ihre Möglichkeiten und die Straße nicht richtig einschätzen können. Auch die Äußerungen von Kordowski und Kuschke lassen darauf schließen, dass die Wochenend-Sperrung nicht unbedingt das letzte Wort sein muss. Offenbar, so Kordowski, favorisiere das Gremium „technische Lösungen”. Die hatte Michael Wilczynski in seiner Petition unter anderem angesprochen, um das Fahrverbot wieder aus der Welt zu schaffen. Dazu zählen etwa Überholverbote auf dem gesamten Streckenabschnitt, doppelte durchgezogene Linien sowie so genannte Bischofsmützen zwischen den Fahrspuren. „Wir sind uns alle einig, dass etwas passieren muss”, sagte Wilczynski, der einen „positiven Eindruck” mit aus der Sitzung nahm. „Es hat sich gelohnt, die Petition einzureichen”, geht er davon aus, dass seine Argumente nicht ungehört verhallen. Eindruck scheint auf das Gremium auch das Angebot von Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbands der Motorradfahrer, gemacht zu haben. Er soll laut Wilczynski angekündigt haben, dass sich der Verband unter Umständen an den Kosten einer erneuten Umgestaltung des Streckenabschnitts beteiligt.
Von all dem wollten Anwohner und Mitglieder der Bürgerinitiative, die sich für die Sperrung stark gemacht hatten, allerdings nichts hören. „Wir sind froh, dass unser Naherholungsgebiet wenigstens an Wochenenden wieder halbwegs lebenswert ist, auch wenn wir uns wochentags an den Abenden immer noch vorkommen wie am Nürburgring”, sagten Ingrid Hofbauer, Hans-Heinrich Hiddemann und Dr. Wolfgang Wüstenberg unisono. Wenn am Ende der Beratungen womöglich eine Freigabe der B 236 herauskomme, dann, kündigte Hiddemann unverhohlen an, „werden wir dagegen alle Hebel in Bewegung setzen”. Aus seiner Sicht sei eher „in Richtung Vollsperrung an allen Tagen” als an irgendetwas anderes zu denken.
15:41
Anfang der Woche ist ein Audi A6 ungebremst ohne auf die Vorfahrt zu Achten auf die B236 eingebogen und hat einen neuen Opel Astra seitlich mit solcher Wucht getroffen das beide Autos einen Totalschaden hatten , Die Fahrer waren beide leicht verletzt .
Krankenwagen ,Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz ,
Nicht auszudenken wenn ein Motorrad anstatt des Astras getroffen worden wäre !
Aber kein Artikel hier zu finden ?
Streckensperrung jetzt auch für über 60 jährige Autofahrer an Werktagen ?
15:15
Ich habe sie gesehen, die wichtigtuerischen Anwohner bei der Demo im Mai.
Denen geht es nur darum auf kommunalpolitischer und populistischer Ebene Macht auszuüben.
Macht Euch mal den Spaß und schaut mal unter der Woche am Vormittag oder frühen Nachmittag wer dort am schnellsten rast.
Eben, es sind die Autos der Anwohner.
So wie auch der schwarze Twingo am Demo-Tag, der aus einer der Grundstückseinfahrten kam und mit einem Affenzahn in Richtung JVA fuhr, obwohl noch kleinere Gruppen von Demo-Teilnehmern auf der Fahrbahn waren.
20:01
@ Pendler, gute Vorschläge, danke.
Ich glaube du hast das richtig erkannt.
Wir haben hier nicht das Problem mit den Motorradfahrern!
Wir haben 2 Probleme.
Nr 1 sind die Unfälle.
Nr 2 ist der Lärm.
Gegen das erste kann man auch etwas ohne Sperrung unternehmen.
Beim zweiten wird dies problematischer.
Was unsere Vorschläge betrifft, wird sich dies auch etwas auf den Lärm auswirken, denn wenn die doppelte Linienführung da wäre, wären die Kurvengeschwindigkeiten niedrieger. Ausserdem wird die Strecke auch optisch unatraktiver für viele Fahrer.
Man kann natürlich auch von vornherein sagen das Glas ist halb leer , soll heißen das bringt sowieso nichts.
Für mich geht es mittlerweile zuallererst darum die Strecke sicherer zu machen.
Gruß an Alle
Michael
16:05
sorry, beim letzten Eintrag ist der Browser abgeschmiert. Deshalb der doppelte Eintrag
@Redaktion: evtl. löschen bitte?
16:03
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16:03
@Michael:
Was ist den mit dem Sportplatz unten am Schälk?
Der ist zwar nicht direkt an dem gesperrten Stück, aber so richtig weit weg ist der auch nicht.
Ansonsten gäbe es in Grürmansheide ja auch noch das Schützenhaus. Also ich denke an PLATZ sollte das nicht mangeln. Ich glaube aber, dass die Resonanz nicht wirklich gross sein wird. Ausser den ewigen Schälk Fahrern und den Anwohnern wird kaum jemand wirklich Interesse daran haben. Die anderen Fahrer sind längst auf andere Strecken ausgewichen und freuen sich lieber am Moped fahren als diesen andauernden, ausufernden Streit auch noch zu nähren.
Ganz ehrlich, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber ich denke Sie machen sich aus gutem Glaubem für eine Sache stark, die von Ihren Kumpels unmittelbar nach Ihrem Erfolg - sollten Sie den haben - durch ihr uneinsichtiges Verhalten mittelbar wieder zerstört werden wird.
Ihre Arbeit und Ihr Engangement in allen Ehren. Mein persönlicher Eindruck ist allerdings, dass diese Eigenschaften an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt wären, da ich davon überzeugt bin, sollten Sie Erfolg haban, dass dieser nur vorübergehend sein wird. Es wird sofort nach diesem Erfolg wieder Unverbesserliche geben, die Ihre Arbeit wieder zunichte machen werden in dem sie wieder sinn- und hirnlos hin- und herrasen werden.
Wie schon im meinem vorigen Post gesagt: Die vernünftigen Moped Fahrer sind längst woanders oder nutzen den Schälk in der Woche nur als Durchfahrtsstrasse. Und dagegen hätten sicherlich auch die Anwohner nichts einzuwenden!
Wie gesagt: Nur meine Meinung!
15:49
Ich denke hier sind viel zu viele Emotionen im Spiel. Auf der einen Seite kann ich die Motorradfahrer verstehen. Die Strecke ist halt einfach schön zum fahren. Auf der anderen Seite kann ich die Anwohner auch verstehen. Dieses dauernde hin- und herfahren macht auf dauer mürbe.
Ich fahre die Strecke als Pendler täglich. Und ich treffe auf alle Parteien: Den Opa, der den Schälk demonstrativ mit Temp 40 überquert, den Motorradfahrer, der mit funkensprühenden Knieschonern aus der Kurve in die Gegenfahrbahn getrieben wird, die Fahrradfahrer, die in Kolonnen den Schälk erobern und dabei den Schälk mit einer abgesperrten Tour de France Strecke verwechseln, den LKW der wie ein wahnisinniger versucht die Kurven zu schneiden, und, und und.
Das Problem ist in meinen Augen nicht die Kategorie der Fahrzeuge, auch nicht das Alter der Fahrergruppen. Das Problem sind einige Individuen die es einfach immer übertreiben müssen. Mal Hand aufs Herz: Die Strecke lässt sich mit dem Moped schön fahren. Aber wirds nicht nach dem 3ten mal an einem Abend langsam langweilig? Wirds denn keinem auf die Dauer zu blöd da irgendwo im Gras zu hocken und den nächsten Raser zu bejubeln? Das die LKW da immer langfahren ist mit der ersparten Maut zu erklären. Bei den Pendlern mit der kürzeren Strecke zur A45 Richtung Norden, aber wie ist das mit den Motorradfahrern zu erklären? Mein Gott Leute! Ihr wohnt im/am Sauerland! Da gibt es hunderte solcher schönen Strecken? Wie völlig stumpfsinnig müsste ich sein, tagelang immer die gleichen 3 Km zu fahren? Ich selbst fahre gerne Moped, aber den Schälk fahre ich mit dem Moped eben auch nur als Pendler. Wenn ich einfach mal so fahren will, fahre ich neue, unbekannte Strecken. Das macht doch auf Dauer viel mehr Freude als dieses sinnlose umherheizen auf immer der gleichen Strecke! Was sollte mir das geben? Und was sollte es mir bringen mir andere Mopedfahrer anzuschauen, wie sie durch die Kurven rasen? Das kann ich an den Rennstrecken viel besser und sicherer sehen. Ich warte eigentlich immer noch darauf, dass mal ein Fahrer in der Höhe der Applauskurve die Kontrolle verliert. Den trägts mit Vollgas in die dort stehenden Kumpels. Schon mal drüber nachgedacht?
Wie schon gesagt, ich mache nicht den Motorradfahrern den Vorwurf, aber die z.Zt. gültige Sperrung haben die Motoradfahrer eben nur einigen wenigen zu verdanken. Und für eben diese wenigen stimme ich den Anwohnern völlig zu. Diese wenigen haben auf dem Schälk nichts zu suchen. Diese wenigen sind eine Zumutung für die Anwohner. Nur kann man eben nicht nur diese wenigen aussperren. Von daher triffts halt alle.
Aber alle die sich hier aufregen, denke ich, gehören eben zu genau diesen wenigen. Und denen möchte ich sagen: Werdet erwachsen! Erweitert Euren Horizont! Fahrt doch einfach mal woanders. VIELLEICHT geht der Schälk dann ja wieder auf UND die Anwohner können sich dort auch MIT den Motorradfahrern wieder wohl fühlen!
Wäre das nicht mal ein netter Gedanke???
21:06
@ Michael
Stimmt. Haben keine Leute. Aber das hätte gereicht. Die Pöller für zig Tausen Euro-voll banane.
Grüngürtel-voll banane. Die freuen sich über ne grüne Wiese und bringen demnächst die Picknickdecke mit.
Die bayern machens richtig.
Evtl. Sollte ich doch ne Würstchenbude aufmachen... (Scherz).
20:54
@ Anwohner:
Kontrollen!!!!!! abs.Halteverbot in der Kurve. Dann wirds auch uninteressant. Ab und zu mal die Dekra zur Phonemessung dazunehmen und das erledigt sich von selbst
Genau das habe ich heute auch gefordert!
Antwort : Nicht leistbar!
In Bayern gibts Richter und Staatsanwälte die dieses unnötige Hin und Herfahren als Rennmässiges Verhalten definieren! Fazit Fahrverbot.
Aber hier findest du solche nicht.
Unnötiges Hin und Herfahren ist nämlich nach Stvo nur innerorts unter Strafe!
Aber bei Lärmbelästigung greift ganz einfach
§ 1 STVO
Muss nur verfolgt werden.
Den Polizisten selber mache ich noch nicht einmal nen Vorwurf. Denn die Personaldecke der Kollegen ist wirklich dünne.
Da ist die Politik gefragt.
20:31
Diese ganze Sch... mit den Pöllern und der Erde musst gar nicht sein. Unnötige Kosten.
Kontrollen!!!!!! abs.Halteverbot in der Kurve. Dann wirds auch uninteressant. Ab und zu mal die Dekra zur Phonemessung dazunehmen und das erledigt sich von selbst. PS: Wir fahren selber Moped.ist nicht so, dass wir nur meckern. Das Ende vom Lied ist, dass wir ne Genehmigung brauchen (kostenfrei), aber nur in 1 Richtung fahren dürfen. Voll banane. (weil wir als anwohner auch hoch und runter fahren ). .......