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Einbrecher schlägt Hauseigentümer den Schädel ein

25.01.2010 | 18:06 Uhr
Einbrecher schlägt Hauseigentümer den Schädel ein

Letmathe. Mit außergewöhnlicher Brutalität haben Einbrecher vorige Woche einen 52-jährigen Hauseigentümer lebensgefährlich verletzt. Als der Mann sie auf frischer Tat ertappte, schlugen sie ihm mit einer vollen Mineralwasserflasche den Schädel ein. Er liegt noch immer in einer Dortmunder Klinik.

Die erschreckende Dimension des Verbrechens, über den die Heimatzeitung am Mittwoch berichtete, wurde erst gestern von der Polizei bekanntgegeben. Der Raub geschah am hellichten Tag in dem am Waldrand etwas abgelegenen Haus Schwerter Straße 83. Als der 52-jährige Eigentümer gegen 11.45 Uhr aus der Stadt zu seinem Haus zurückkehrte, sah er, dass ein Fenster eingeschlagen war. Er stürzte sofort ins Gebäude, um nach dem Rechten zu sehen.

Im Treppenhaus, wo er die Einbrecher erwischte, kam es zum heftigen Gerangel. Dabei schnappte sich der 19-Jährige eine Glasflasche aus einer Getränkekiste und schlug zu.

Die Glasflasche zerplatzte auf dem Schädel, der 52-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Trotzdem heftete er sich an die Fersen der flüchtenden Täter. Er verfolgte das Trio, das mit einem schwarzen Miet-Mercedes der Firma Europcar davonbrauste, bis auf die Autobahn, um wenigstens das Kennzeichen ablesen zu können.

Als der Verletzte von der Verfolgungsjagd zurückkehrte, versetzte er seinen Mieter in Schrecken. Der sah ihn blutüberströmt aus dem Auto steigen. Kurz darauf kamen Polizei und Krankenwagen. In der Klinik wurde ein Schädelbruch diagnostiziert. „Lebensgefahr besteht nicht mehr”, meldete die Polizei gestern.

Der 19-jährige Dortmunder ist für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Er wurde als Verdächtiger ermittelt und in U-Haft genommen. Nach dem Mittäter und dem Fahrer des Mercedes wird noch gesucht. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einer Serie von Einbrüchen im Bereich Menden, Sümmern und Iserlohn.

„Wer Verdächtiges bemerkt und Einbrecher im Haus vermutet, sollte vorsichtig sein”, rät Polizeipressesprecher Norbert Pusch. So sehr Zivilcourage gefragt sei, in solchen Fällen dürfte es ratsamer sein, sich besonnen zurückzuhalten und erstmal unauffällig die Polizei zu rufen. In den meisten Fällen würden auf frischer Tat ertappte Einbrecher zwar das Weite suchen. Doch es gebe auch sehr hartgesottene und brutale Täter, denen man zumal als Einzelperson besser aus dem Weg gehen sollte.

Die Räuber hatten es auf Computer und Digitalkameras abgesehen. Sie erbeuteten zumindest ein Laptop.

Helmut Rauer

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