Bei Hexion werden 120 Arbeitsplätze abgebaut
02.12.2009 | 19:09 Uhr 2009-12-02T19:09:00+0100
Letmathe. Rund 80 Mitarbeiter der Firma Hexion verlieren ihren Arbeitsplatz in Letmathe durch betriebsbedingte Kündigungen. Wie in einer Betriebsversammlung bekannt gegeben wurde, scheiden weitere 40 Mitarbeiter „sozialverträglich” aus. Außerdem wird die Polyester-Formmassenproduktion ausgelagert.
Mit diesen Maßnahmen, auf die sich Betriebsrat und Unternehmensführung geeinigt haben, fällt der Personalabbau weit weniger heftig aus als befürchtet. Die Geschäftsleitung war mit der Ankündigung in die Verhandlungen gegangen, 180 Arbeitsplätze abzubauen, das wäre jede zweite Stelle gewesen.
Auch die Verlagerung von Produktionsbereichen an andere Standorte bleibt hinter dem ursprünglich angekündigten Zielen zurück. Nur die Polyester-Formmassen werden verlagert, während die Standard-Formmassen-Produktion in Letmathe erhalten bleibt. Der Standort Letmathe soll sogar zur europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrale für Phenolharze und Formmassen ausgebaut werden. Die Phenolharzherstellung wird dabei weiter automatisiert.
Für die Umsetzung der Maßnahmen wurden ein Sozialplan udn Interessenausgleich ausgehandelt. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten ein Abfindung und das Angebot, für 12 Monate in einer Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft übernommen zu werden.
Mit den Maßnahmen soll die Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens für den Standort Letmathe wiederhergestellt werden. Die Geschäftsleitung begründet die Radikalkur mit „Absatzrückgängen und massiven finanziellen Verlusten am Standort Letmathe”. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sei der europäische Gesamtmarkt für Phenolharze um bis zu 40 Prozent eingebrochen. Mit einer Rückkehr zu den früheren Absatzmengen sei nicht zu rechnen.
0mitdiskutieren