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WortKlang 2011

Zauberhafte Stimmung und bissige Lieder

27.05.2011 | 23:25 Uhr
Zauberhafte Stimmung und bissige Lieder
Schauspiel, Klänge und Poesie im beleuchteten Park: Nach Eindruch der Dunkeklheit hat das Theater Anu seinen ganzen Zauber entfaltet.

Iserlohn.Ein einsamer Geiger auf einer kleinen Bühne mitten im Grünen, ein klingender Schmetterling aus Metall, elfenartige Gestalten, die mit großen Lauschtrichtern sämtliche Halme und Blätter abhorchen und über allem eine zauberhafte Lichtinstallation, die sich mit Hunderten von Lampions wie ein Spinnennetz voller Tautropfen aus farbigem Licht über den Park legt. Das Theater Anu hat am Freitagabend in Zusammenarbeit mit dem Theater Magica zum Auftakt des WortKlang-Festivals die Poesie nach Iserlohn gebracht und die Alexanderhöhe in eine traumhaft-fantasievolle Stimmung getaucht. Das unbeständig-kühle Wetter hat gestern noch viele von einem Besuch abgehalten, am Samstag hat der „Jahrmarkt der Worte und Klänge“ aber erneut ab 18 Uhr geöffnet, und das stille Spiel der Schauspieler und Musiker sollte sich niemand entgehen lassen.

Gleichzeitig startete auch drinnen im Parktheater die Konzertreihe zu dem internationalen Liedermacher-Festival, das in diesem Jahr in seiner fünften Auflage erstmals auf der Alexanderhöhe stattfindet. Und dieser Konzertauftakt bot ein echtes Kontrastprogramm zu der friedlich-verträumten Atmosphäre draußen, denn bei dem neuen Programm „Ich war’s nicht“ des Duos „zu zweit“ ging es bisweilen bitterböse zur Sache. Mit bissigen Plaudereien über die Schwierigkeiten des Alltags und messerscharfem zweistimmigen Gesang zum Klavier boten Tina Häussermann und Fabian Schläper ein hinreißendes musikalisches Kabarett, bei dem es für das kleine Publikum in der Galerie des Parktheaters eine Menge zu lachen gab.

Am späten Abend folgte am Freitag mit Hannes Wader der erste große Konzerthöhepunkt des Liedermacher-Festivals (Bericht folgt). Heute wird die Reihe mit der Soul-Sängerin Joy Denalane fortgesetzt, die mit ihrer Band ihr neues Album „Maureen“ vorstellt. Am Sonntag folgt um 16 Uhr Oliver Steller mit seinem Kinderprogramm, bevor das Festival am Abend mit der Iserlohner Band „Stilfrei“ und der Berliner Formation „beat’n blow“ endet. Karten für die noch ausstehenden Konzerte sind nur noch an der Festivalkasse erhältlich.

Ralf Tiemann

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Kommentare
28.05.2011
13:33
Zauberhafte Stimmung und bissige Lieder
von Lachmann | #1

Ok, ich gebe zu das ich nicht unbedingt ein Fan von Hannes Wader bin und trotzdem war ich in seinem Konzert. Was mir persönlich - und nicht nur mir, sondern auch meiner Hannes Wader Fan Begleitung - den Genuss an den Liedern ziemlich vermiest hat, waren einige Besucher, die sich benommen haben, als ob sie auf einer Kirmesvorstellung wären. Da kullerten schon mal während des Vortrages leere Bierflaschen hörbar durchs Parkett. Einige Besucher hatten nicht nur Bierflaschen, Biergläser oder sonstige Getränke WÄHREND der Vorstellung in der Hand. Nein, nach der Pause kamen auch Besucher mit einer Wurst auf der Hand in den Saal!
Das der Künstler sich davon nicht irritieren ließ, zeigt seine Professionalität. Das Verhalten der Konzertbesucher fand ich ansonsten mehr als daneben und die Frage stellt sich, ob sie schon mal in einem Theater waren und was sie wohl sagen würden, wenn bei einer anderen Veranstaltung jemand neben ihnen genüsslich an seiner Wurst kaut oder von Alkohol benebelt rumtanzt? Warum die Verantwortlichen des Parktheaters das überhaupt zugelassen haben und wieso die Besucher der vorhergehenden Veranstaltung (die Zwei) dadurch benachteiligt wurden, in dem die Hannes Wader Fans schon in den Saal durften, während Besucher von die Zwei noch bei der Aufführung waren, ist eine der Fragen, die wohl ungeklärt bleiben. Jedenfalls fand ich persönlich es nicht eben prickelnd, durch Besucher vor der Türe bei die Zwei, durch laute Gespräche gestört zu werden, um anschließend auf den letzten Rängen des Theatersaales Platz nehmen zu dürfen, weil nur Hannes-Wader-Fans bereits die besten Plätze vor der Bühne besetzt hatten.

Da sollten die Sponsoren beim nächsten Mal vielleicht eine bessere Orga haben!
Claus Lippe, Hemer

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