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Trockenheit macht Bauern Sorgen

02.05.2007 | 19:28 Uhr

Iserlohn/Kreis. (sab) "Die Trockenheit bereitet uns Landwirten große Sorgen", so Heinrich Drepper, Landwirt und Gemüsebauer in Sümmern. Es zeigen sich bereits erste Schäden auf trockenen, insbesondere steinigen Böden, die nicht viel Wasser speic

Die Gerste und der Gemüsebereich bereiten den Bauern Kopfzerbrechen. In wenigen Tagen wird das Wasser, das im Boden gespeichert ist, verbraucht sein, und der Grundwasserspiegel sinkt ab. Aufgrund der Wettervorhersagen für den Kreis kann es zu Folgeschäden kommen, da zusätzliches Bewässern wirtschaftlich nicht möglich ist. "Das Gemüse wächst nicht mehr", kommentiert Heinrich Drepper den momentanen Zustand auf den Feldern. "Die Pflanzen wachsen in den Boden, suchen gewissermaßen nach Wasser. Folglich wachsen die Wurzeln, aber der obere Teil der Pflanze nicht. Auch die Erdbeeren und die frisch gesäten Pflanzen kämpfen mit der Trockenheit. Erste Ertragseinbußen sind bereits bestätigt."

"Wir haben den Dünger vor vier Wochen ausgestreut, aber da es seitdem nicht geregnet hat, löst er sich auf dem Boden auch nicht auf", erklärt Landwirt Björn Loose aus Kesbern, der die Situation ähnlich wie Heinrich Drepper sehr kritisch einschätzt, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine schwerwiegenden Folgeschäden vorliegen.

In Verbindung mit der Trockenheit könnten sich für die Menschen im Märkischen Kreis auch ökonomische Folgen ergeben, beispielsweise höhere Aufarbeitungskosten für Landwirte und ihre Unternehmen - die Preise für Grundnahrungsmittel steigen. Auch die Wasserversorgung in Industriebertrieben mit hohem Wasserbedarf wird knapp. Hier kann es zu Produktionseinschränkungen kommen, beispielsweise in der Papierindustrie oder in thermischen Kraftwerken. Aber auch ökologische Schäden sind im schlimmsten Fall nicht vermeidbar, sollte die Trockenheit langfristig anhalten. Flächen- oder Waldbrände führen zur Zerstörung von Organismen, Gewässer vertrocknen. Die Kombination von Trockenheit und Wärmeperioden führt schließlich auch zur Schädigung von Wasserorganismen.

Der April 2007 ging als der wärmste April seit über 100 Jahren in die Geschichte ein. Nicht nur in der Märkischen Region wird die Trockenheit zu Produktionsausfällen führen. Vor allem Kartoffeln und Mais werden in diesem Jahr kleiner ausfallen. "Wenn nicht in den kommenden zwei bis drei Wochen eine kräftige Niederschlagsfront kommt, haben wir in Europa eine weit unterdurchschnittliche Getreideernte", erklärt auch der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Helmut Born, in Berlin.

Prognosen über die Entwicklung der Niederschläge sind schwierig. Den heimischen Landwirten bleibt nichts übrig, als auf Regen zu hoffen.


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