Schwerverletzten in Spezialklinik geflogen
27.06.2012 | 19:24 Uhr 2012-06-27T19:24:00+0200
Rheinen. „Hier passiert ständig was“, kommentierten Einheimische aus Rheinen gestern Mittag den schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Rheinener Straße / Abfahrt Geisecke in der Tempo-70-Zone. „Hier müsste eine Geschwindigkeitsbegrenzung her.“
Der Rettungshubschrauber „Christopher 8“ brachte gestern Nachmittag einen schwer verletzten 40-jährigen Iserlohner in eine Bochumer Spezialklinik. Gegen 13 Uhr war er auf der Rheinener Straße mit seinem Opel mit dem Golf eines 21-jährigen Holzwickeders kollidiert. Dieser wollte aus Schwerte kommend, nach links in Richtung Geisecke fahren und missachtete die Vorfahrt des Opel-Fahrers, der aus Rheinen in Richtung Schwerte fuhr, allerdings den Blinker gesetzt hatte, als hätte er nach rechts abbiegen wollen.
Die Berufsfeuerwehr Iserlohn entfernte die B-Säule an dem demolierten Opel und barg den Verletzten mit einem „Spineboard“-Rettungsgerät über die Heckklappe. Sie versorgte ihn im Rettungswagen, der ihn später zum Hubschrauber brachte, der unterdessen auf der benachbarten Wiese gelandet war.
Nach Angaben der Feuerwehr erlitten zwei Autofahrer einen Schock, unter anderem eine Audi-Fahrerin, die im Kreuzungsbereich stand, als der Opel nach der Kollision gegen ihren Wagen geprallt war. Die beiden Leichtverletzten wurden nach Schwerte ins Krankenhaus gebracht. Der Opel und der Golf waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Den Schaden schätzt die Polizei auf 30 000 Euro. Die Rheinener Straße war für die Bergungsarbeiten gesperrt. Ein Rückstau ging bis zum Naturstadion Hennen. 25 Kräfte der Berufsfeuerwehr waren im Einsatz, darunter zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, Rüstzug und eine Ergänzungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr, sowie ein Rettungswagen mit Notarztteam aus Unna.
21:51
Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bringt nichts, da sich eh kaum jemand daran hält. Einzig der lang ersehnte Kreisverkehr würde hier eine Entlastung herbeiführen. Gleichzeitig sollte auch ein Geh-/Radweg von der Ruhr herauf angelegt werden, denn als Radfahrer diese Stelle zu kreuzen ist auch nicht weniger gefährlich!