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Rock und Klassik in einem musikalischen Rendezvous

03.12.2009 | 17:16 Uhr
Rock und Klassik in einem musikalischen Rendezvous

Iserlohn. „Hab ich die Prüfung bestanden?”, wollte „Luxuslärm”-Frontfrau Jini Meyer vom Publikum wissen, nachdem sie die „Verführungsarie” aus „Carmen” begleitet vom Philharmonischen Orchester Hagen gesungen hatte. Ein überwältigender Applaus war die Antwort auf diese rhetorische Frage.

Die dritte Ausgabe des Iserlohner Kultur-Eigengewächses „Rock meets Classic” stellte wohl den bisherigen Höhepunkt der Konzertreihe dar. Die Besucher des Parktheaters erlebten am Mittwochabend mehr als nur ein „Treffen” von professionellen Musikern unterschiedlicher Genres, es war schon fast ein musikalisches Rendezvous. Und eine Art Liebeserklärung an die Musik selbst, bei der es nicht auf das Was sondern auf das Wie ankommt.

Anders als bei „normalen” Gigs der Band hielten sich die Musiker um Jini Meyer betont zurück und ermöglichten so eine akustisch brillant abgestimmte Symbiose aus den elektrisch verstärkten Instrumenten und dem großen Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig, dem stets anzusehen war, wie viel Freude ihm die Zusammenarbeit mit der bundesweit auf Erfolgskurs segelnden Band aus Letmathe machte. Und auch Jini Meyer, die stets den Kontakt zum mitfeiernden Publikum fand, ließ mehr als einmal wissen, wie stolz „Luxuslärm” sei, die eigenen Stück im Sound eines großen Orchesters erleben zu können.

Und dieses Klangerlebnis ging vor allem bei Stücken wie „Von jetzt an” und „Unsterblich” unter die Haut. Die glockenklare, vor Kraft strotzende oder auch zärtlich klingende Stimme von Jini Meyer harmonierte wunderbar mit dem voluminösen Klang der Streicher, Bläser und Perkussionisten im souverän und präzise agierenden Orchester, das mit Ravels „Pavane” und dem „Feuervogel” von Strawinsky die klassischen Highlights des Abends setzte.

Auch das völlig begeisterte Publikum hatte sich ein Lob verdient, weil es von Beginn an ordentlich mit agiert und dank der bunten Leuchtstäbe auch noch für Party-Stimmung gesorgt hatte.

Wer dieses außergewöhnliche „Cross-Over-”Konzert verpasst hat, der sollte sich das Ersatzkonzert am 14. Dezember (hier gelten die bereits für den 3. Dezember gekauften Karten) oder das Zusatzkonzert am 16. Dezember im Parktheater nicht entgehen lassen.

Stefan Janke

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