Ratten in Grünanlagen und im Müll sorgen für Entrüstung
23.02.2012 | 16:10 Uhr 2012-02-23T16:10:00+0100
Iserlohn. Ratten können ein erhebliches Problem sein. Gerade jetzt im Winter, wenn die Nahrungssuche erschwert wird und die Tiere auch tagsüber aus ihren Löchern kommen und im Müll wühlen oder durch die Gegend flitzen, kann man Szenen erleben, die man nicht gern in der Nachbarschaft oder der Innenstadt sehen möchte.
Wie bereits berichtet, haben unsere Zeitung Hinweise von Lesern erreicht, denen zufolge es auch in Iserlohn überhand nimmt mit den Ratten. Zuletzt kochten im Wohnpark Buchenwäldchen die Gemüter hoch, weil dort in bestimmten Bereichen an großen Müllbehältern Ratten ungestört herumlaufen und sogar ein Kind angesprungen worden sein soll. In der Tat gibt es dort in direkter Nachbarschaft zu einem Kindergarten Beete und Grünanlagen, die geradezu von Löchern übersät sind und wie eine große Rattenbehausung wirken – besonders für Eltern kleiner Kinder ist so etwas natürlich kaum zu akzeptieren.
Vorwürfe anderer Anwohner, sie hätten auch Ratten auf Dachböden gehört, haben sich nach Informationen unserer Zeitung nicht bestätigt. Weder liegen bei den zuständigen Wohnungsbaugesellschaften IGW und Lobbe-Holding dementsprechende Beschwerden vor, noch wurde dieser Eindruck bei der Befragung von Bewohnern des Buchenwäldchens bestätigt.
Den Geschäftsführungen der beiden Wohnungsbaugesellschaften ist das Problem mit Ratten aber dennoch bekannt – allerdings handele es sich dabei um ein allgemeines Problem, das überall auftauche, wo viele Menschen viel Müll produzieren. Heike Vangerow, Geschäftsführerin der Lobbe Holding, sieht die grundlegenden Probleme in den zu kleinen und daher ständig überfüllten und offen stehenden Müllbehältern sowie in Teichanlagen, an denen Enten mit Brot gefüttert werden. „Es wäre hilfreich, wenn die Menschen etwas sensibler dafür wären, dass sie mit einem solchen Verhalten Ratten anlocken, die sich dann in ihrer Umgebung sehr schnell vermehren.“ Für sie bedeutet das, dass die Lobbe Holding verstärkt mit Gift, Ködern und vorbeugenden Reinigungen gegen die Ratten vorgehen muss. Allerdings überall – ein spezifisches Problem des Buchenwäldchens sei das ganz und gar nicht.
Ähnlich äußert sich auch IGW-Geschäftsführer Holger Lohrbach, der das Problem ebenfalls beobachtet und gegen die Nager vorgeht. Das Buchenwäldchen sei da kein besonderer Fall. Vor Jahren habe es Beschwerden an der Schulstraße gegeben, die man aber durch eine Verkürzung der Kontrollrhythmen in den Griff bekommen habe. Aktuell gebe es weder Beschwerden noch Hinweise auf eine Verschärfung der Situation.
Für die Grünanlagen im Buchenwäldchen, in denen die Ratten für jeden sichtbar ihre Höhlen graben, ist hingegen die Stadt zuständig. Uwe Ziemann, Leiter des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn Hemer (SIH), ist das Problem mit den Ratten als Zivilisationsfolger überall, wo Menschen leben, bekannt. Schätzungen zufolge übersteige die Rattenpopulation die der Menschen in Deutschland mittlerweile um ein Vielfaches, was natürlich auch für Iserlohn und hier für alle Stadtteile gelte. Daher bekämpfe der SIH die Ratten, die vorwiegend in der Kanalisation leben, auch permanent mit Gift. Die Schädlinge an der Oberfläche zu bekämpfen, sei problematisch. Dem Hinweis auf die Beete im Buchenwäldchen werde er aber gezielt nachgehen.
21:05
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So Kommentare sollte man melden!!! Wer keine Ahnung hat,sollte sich raus halten.
17:51
Zu dem Füttern der Enten kann ich nur sagen, wieso schickt die Stadt nicht mehrmals am Tag Ordnungshüter vorbei, die dafür sorgen, das die Leute die Enten nicht füttern?
Die Präsenz ist einfach nicht da.
In anderen Städten funktioniert das doch auch, da sieht man ständig Ordnugshüter rumlaufen.
Über aufgestellte Verbotsschilder lachen die doch nur.
Traurig so etwas zu lesen.Leider ist es die Wahrheit,dass die Ratten sich hier breit machen.Abends bei meinem letzten Rundgang mit dem Hund,stellte ich fest,das sich diese Tiere in einer Mülltonne direkt gegenüber der Kita versammelten um zu speisen,dabei ließen sie sich auch nicht durch meine Anwesenheit stören.Nicht das die Ratten nur in den Mülltonnen sind,nein, sie sitzen auch vor den Haustüren in den Überlaufrinnen,das die Anwohner schon die schweren Gummifussmatten darauf legen,damit die Gitter nicht hoch gedrückt werden. Was in der Vergangenheit oft passiert ist! Die aufgestellten Fallen mit Giftködern neben den Hauseingängen sind ewig nicht neu befüllt oder bewegt worden.Soviel zur Bekämpfung der Tiere.Die Anwohner der Aloys-Rüberg-Strasse ekeln und ängstigen sich mittlerweile.