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FH-Absolventen

Mit dem Abschluss schon Job in der Tasche

04.06.2012 | 17:10 Uhr
Mit dem Abschluss schon Job in der Tasche
Im Kreise ihrer Familien haben die Fachhochschul-Absolventen ihre Zeugnisse entgegen genommen. Foto: Wronski

Iserlohn.   Die Mehrzahl der Fachhochschul-Absolventen hat mit Ende des Studiums bereits eine Beschäftigung.

Der Mittelstand hat bei der Verabschiedung der Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen eine wichtige Rolle gespielt. Zum einen werden viele der 160 Bachelor- und Masterstudenten künftig in mittelständischen Unternehmen beschäftigt sein, zum anderen verwies Vize-Bürgermeister Thorsten Schick in seiner kurzen Ansprache auf die Bedeutung von nicht-börsennotierten Firmen und auch das Musikkabarett „Frau W und die Direktoren“ ging darauf ein.

160 Studenten haben an der FH ihr Studium beendet, etwa 70 davon waren zur Feier in den Audimax gekommen. Die meisten von ihnen haben bereits eine Anstellung gefunden, im Bereich Informatik sind es sogar 100 Prozent. Stephan Jungkurth aus Lüdenscheid beispielsweise hat als Bester das Verbundstudium Maschinenbau abgeschlossen. Der 25-Jährige ist bereits seit einem halben Jahr bei der ERCO GmbH als Projektleiter Technikmanagement im Einsatz. Oder der Hemeraner Philipp Tüshaus (26), der seinen Master in der Integrierten Produktentwicklung in der Tasche hat: Er arbeitet nun bei Grohe als Entwicklungsingenieur. Das Studium an der FH beschreibt er – wie die meisten der Absolventen – als „gut organisiert und praxisbezogen“.

Doch mit dem Abschluss, so Thorsten Schick, sollte das Lernen nicht abgeschlossen sein. „Mit dem Abschluss haben Sie ein Ticket für eine erfolgreiche berufliche Zukunft gebucht, wenn Sie bereit sind, sich weiterzubilden.“ Anders, als noch vor 30 oder 40 Jahren, sei lebenslanges Lernen heute der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Als stellvertretender Bürgermeister und frisch gewähltes Landtagsmitglied müsse er, so Schick, natürlich die Werbetrommel rühren für Iserlohn und Südwestfalen. „Die Fachhochschule und der Mittelstand, das sind die Leuchttürme, auf die wir als Politiker stolz sind. Tragen Sie, wenn Sie mit Ihrem Studium hier zufrieden waren, den guten Ruf der FH weiter“, so Schick. Schließlich werde sich das Werben um die Studenten für die Hochschulen nach dem doppelten Abiturjahrgang immer weiter intensivieren. Was den Mittelstand angeht, so erinnerte der Politiker an eine Studie der TU München, die zum Ergebnis hat, dass der Märkische Kreis die Region mit den meisten forschungsintensiven Familienunternehmen in ganz Deutschland ist. Mit insgesamt 29 Unternehmen in Familienhand, die zum Teil sogar als Weltmarktführer in Branchen wie der Metallverarbeitung und der Elektroindustrie aktiv sind, landete der Märkische Kreis auf dem ersten Rang vor dem Rems-Murr-Kreis und dem Kreis Esslingen. „Und diese Firmen werden künftig gut ausgebildete Kräfte brauchen“, sagte Schick. Und gab den Absolventen einen Ratschlag: „Viele schauen ja zuerst auf DAX-notierte Unternehmen, jedoch bietet der Mittelstand zum Teil wesentlich bessere Karrierechancen.“

Wie es Managern hochkarätiger Firmen ergehen kann, war in der Show „Noten in Nadelstreifen: Holt sie hier raus – sie sind Führungskräfte“ des Musikkabaretts Frau W und die Direktoren zu erleben. Die Herdecker Psychologin Ina Wohlgemuth und ihre vier Musikerkollegen Volker Spitz (Schlagzeug), Andreas Reinhard (Bass), Ziggy Horn (Gitarre) und Tom Victor (Keyboard) entführten ihr Publikum in eine Therapiesitzung für gehobene Managementkräfte, die Schlüsselkompetenzen wie Kollegialität und Bescheidenheit wiedererlangen müssen.

Studiengangs-Besteausgezeichnet

Zum Abschied erhielten die Absolventen von den Dekanen Prof. Dr. Klaus Stadtlander und Prof. Dr. Franz Wendl neben dem entscheidenden Papier auch jeweils eine Rose. Mit einem Buchpräsent ausgezeichnet wurden die Besten der jeweiligen Studiengänge: Jan Pretzel, Lüdenscheid, Angewandte Informatik; Benjamin Bartsch, Radevormwald, Automotive; Alisa Prencipe, Hemer, Bio- und Nanotechnologien; Christian Müller, Menden, Computer Vision and Computational Intelligence; Andreas Frerich, Menden, Corrosion Protection Technology; Tobias Wiegandt, Schwerte, Fertigungstechnik; Jan Philipp Tüshaus, Hemer, Integrierte Produktentwicklung; Marius Greive, Ottmarsbocholt, Kunststofftechnik; Eugen Schmidt, Sundern, Mechatronik; Alexander Ott, Hemer, Produktentwicklung/Konstruktion; Stephan Jungkurth, Lüdenscheid, Maschinenbau; Marc-André Schneider, Ennepetal, Mechatronik.

Jennifer Katz



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