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Immer mehr junge Wohnungslose

28.12.2009 | 15:18 Uhr
Immer mehr junge Wohnungslose

Iserlohn. „Wer zu uns kommt, dessen Existenz ist erst einmal abgesichert, dann aber geht es in die Tiefe.” Die Weihnachtsfeier im Wohnungslosenzentrum der Diakonie Mark-Ruhr nutzte Leiterin Heidrun Schulz, um die aktuelle Situation in dieser Anlaufstelle zu erläutern.

Dabei ging Heidrun Schulz besonders auf die steigende Zahl junger Leute ein, die hier Hilfe suchen und finden. „Von den rund 500 Hilfesuchenden, die in diesem Jahr zu uns gekommen sind, sind 35 Prozent unter 25 Jahre alt, etwa 47 Prozent zwischen 20 und 30 Jahre”, so die Diakonie-Mitarbeiterin: „Wir sind selbst über diese Zahlen erschreckt.” Hinzu komme, dass die Besucherinnen und Besucher der Beratungsstelle schon immer durch mangelnde Schul- und Ausbildungsabschlüsse gekennzeichnet seien.

„Den Hintergrund für die steigende Zahl junger Leute sehen wir im veränderten Umgang mit den Betroffenen, insbesondere der rechtlichen Änderung für unter 25-Jährige im Rahmen von Hartz IV.” Seit 2007 werden alle 18- bis 25-Jährige dem Haushalt der Eltern zugerechnet. Der Bezug einer eigenen Wohnung mit finanzieller Hilfe ist im Regelfall ausgeschlossen. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben häufig in einer Art ,Zwangsgemeinschaft' mit ihren Familien. Wenn es dann zu Ablösekonflikten kommt und noch andere Belastungen in der Familie hinzu kommen, eskaliert die Situation häufig so weit, dass kein Zusammenleben mehr möglich ist”, so Heidrun Schulz.

Statt Überlegungen anzustellen, wie Familien in solchen Situationen Unterstützung finden können, werde durch das SGB II der Druck auf belastete Familien weiter erhöht, stellt die Leiterin der Diakonie-Wohnungslosenhilfe fest: „Die Probleme in der Leistungsgwährung erschweren jungen Menschen insgesamt, sich eine eigene Wohung zu beschaffen und sie auch halten zu können.”

Wegen dieser Gesamtproblematik sei die Beratungsstelle in Gesprächen mit der Stadt und der Arge. Schon zu Beginn kommenden Jahres soll ein Arbeitskreis Lösungsmöglichkeiten diskutieren. „Es fehlen Strategien, wie es mit dem Auffangen der Wohnungslosen weiter gehen soll. Egal, welchen Hintergrund eine Sanktion haben mag: Wir sollten uns nicht nur zur Weihnachtszeit fragen, ob es jemand verdient hat, wegen eines ,Fehlverhaltens' auf der Straße leben zu müssen”, gibt Heidrun Schulz zu bedenken.

Stefan Janke

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Kommentare
31.12.2009
10:01
Immer mehr junge Wohnungslose
von Gerne geschehen | #12

>Zitat: D.B, welcher erwachsene will bis er 25 ist zu hause wohnen? der staat zwingt einem dazu, und das kommt dabei raus...

Der Staat zwingt niemanden, bei den Eltern wohnen zu bleiben. Jedem Jugendlichen steht es selbstverständlich frei, sich eine Wohnung zu nehmen und auszuziehen.
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Ach - sie meinen gar nicht das Recht der freien Wohnungswahl? Sie fordern vom Staat eine kostenlose Finanzierung einer eigenen Wohnung? Kein Problem. Sie sind Teil des Staates. Da brauchen sie gar nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern können ganz unbürokratisch und unkompliziert ihren Leistungsanteil beitragen: Gehen sie zur Diakonie und bieten mindestens einem Jugendlichen an, eine Wohnung zu finanzieren. Dass sie da nicht selbst drauf gekommen sind!

In diesem Sinne ein frohes neues Jahr!

31.12.2009
09:03
Immer mehr junge Wohnungslose
von josmo | #11

@ von bartu , totale projection mit deine(r) kommentierung von vorurteile
wahrscheinlich haben sie recht, die echten deutschen sind abgelenkt und halten schlecht zusammenhalten aber sind gute bevormundene spiesser ,wie sie! ... die urspruengliche deutsche gene ist die lebensqualitaet in deutschlands
so nun...von bartu rate ich ihnen an, nach der tuerkei oder wo immer hin auszuwandern und den deutschen aus dem weg zubleiben
(schlechtes deutsch ,weiss ich)

29.12.2009
20:55
Immer mehr junge Wohnungslose
von neelespapa | #10

@6 von 6
Jawoll recht hast du!

29.12.2009
09:40
Immer mehr junge Wohnungslose
von deutschland_debatte | #9

Ich kann die Kommentierenden verstehen. Aber glaubt mir, nur auf die bösen Unternehmer einzuprügeln, das kommt der Wahrheit keinen Millimeter weiter.

Die von BVB Dauerkarte angesprochene Gruppe der Klein- und Familienbetriebe, also die Kleinst-KMUs, kommen bei dieser Wirtschaftsordnung voll unter die Räder.

Unlängst veröffentlichte ein Klein- und Familienbetriebsunternehmer eine Kalkulation. Bei der Prüfung der Kalkulation hatte er etliche Positionen gar nicht aufgeführt. Der wird nach und nach dicht machen: http://www.deutschland-debatte.de/2009/12/29/kalkulationen-des-mittelstandes/.

Das ist die Wirtschaftswelt, die die heutigen Politiker geschaffen haben und erhalten wollen!

Leider kann ich für 2010 keine guten Worte finden, so schön es wäre!

29.12.2009
06:57
Immer mehr junge Wohnungslose
von BVB Dauerkarte | #8

Lieber Bartu aus Iserlohn,
zum Kommentar von Küchenmeister kann ich dir zustimmen, aber dein Vorurteil, in Ausländischen Familien gäbe es einen besseren Zusammenhalt als bei Deutschen, da möchte ich dir wiedersprechen.
Das wirkliche Problem ist, dass der Sotzialstaat immer mehr zu Gusten der Reichen und der Konzerne abgebaut wird. Das schwächt die Armen und den Binnenmarkt spürbar.
Die Leute mit immer weniger Geld, kaufen Wahren aus dem billigen Ausland und hier werden immer mehr Arbeitslos und Arm.
Deutschland war mal ein Hochlohnland, da wurde gut verdient und viel gekauft, davon profitierten besonders auch Klein- und Familienbetriebe hier.
Die Konzerne kaufen heute diese Betriebe auf und machen diese und deren Arbeitnehmer platt.
Leider verhindert unsere Politik dieses immer noch nicht.
Das Leute mit einer anderen Staatsbürgerschaft das Problem sein sollen, so wie das der Küchenmeister beschrieben hat, ist nach meiner Meinung falsch.
Aber ich finde es nicht gut, das Bürger mit einer anderen Staatsbürgerschaft hier leben wollen und gleichzeitig auf Deutschland und die Deutschen schimpfen.
Mit Sicherheit läuft bei uns nicht alles rund, aber wer sich hier nicht wohlfühlt, muss ja nicht hier leben, oder muss mit uns gemeinsam Missstände deutlich machen, oder abschaffen.

Auf ein gutes Jahr 2010!

29.12.2009
01:19
Immer mehr junge Wohnungslose
von Bartu aus Iserlohn | #7

Küchenmeister, was hast du den jetzt für ein Problem! Was hat das um Gottes Willen mit dem Thema zu tun. Lass Bitte deine vorurteile Gedanken bei dir in der Küche liegen du Kitchenmeister !!!

Bei den Ausländern gibt es sollche Fälle nur in gerinstgen Fällen zu sehen. Der Zusammenhalt innerhalb der Familie läuft viel viel besser als bei den Deutschen Familien. Davon kann sich der Ein -oder Andere ein Beispiel von nehmen.

An die zu sehr tolerierende Redaktion: Ist der Kommentar von Küchemeister zu akzeptieren?

Würde mich auf eine Antwort freuen!!!

28.12.2009
23:29
Immer mehr junge Wohnungslose
von 6am | #6

wenn ich die Zeilen meiner Vorredner #4 & #5 lese wird mir speiübel.
Leider wird das leisten in Ihrer Gesellschaft falsch definiert.
Hier geht es leider nicht darum etwas für die Gesellschaft zu leisten sondern für einige Mächtige (Kapitalinhaber) und Konzerne zu knechten und Ihnen

Meiner Meinung gehören z.B. Arbeitgeber, welche Ihre Mitarbeiter bei mehr als 35 Wochenstunden mit nicht ausreichendem Lohn abspeisen, sodaß diese gezwungen sind Subventionen beim Staat zu beantragen, bestraft. Denn ist es nicht eine Schande eine Mutter von zwei Kindern die in irgendeinem Fillialdiscounter arbeitet nicht genug verdient um sich und Ihren Kindern ein !würdiges! Leben zu ermöglichen?

Und leider, sehr geehrter Herr Hagel gibt es durch zunehmende Automatisierung und fortgeschrittene Prozesstechnik nicht mehr genügend Arbeit für alle. Und leider Herr Hagel gehen unsere Schulsysteme auch nicht gerade hilfreich und unterstützend mit schwachen Schülern um.
Solange in unserer Gesellschaft nicht ein Umdenken erfolgt über die Werte von Gesellschaft und Geld und wer denn die Leistungsträger dieser Gesellschaft darstellt, solange müssen wir diesen lustlosen Schulverweigerern ihr Lotterleben finanzieren. Denn wir anderen zahlen auch Milliardenbeträge für Banken, Großkonzerne und anderes Gesocks. Diese gewissenlosen Superkapitalisten bereichern sich um ein vielfaches an unserer Gesellschaft als es ein Schulverweigerer (oder auch alle zusammen) jemals zustande bringen werden.

Aber wahrscheinlich trifft auch auf sie folgendes Zitat von Konrad Adenauer zu:

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Viel Erfolg beim nachdenken über den Unsinn den Sie da von sich gelassen haben.

28.12.2009
21:09
Immer mehr junge Wohnungslose
von Schwarzer09 | #5

Die Menschen wieder würdiger leben??! Wo wart ihr eigentlich alle, als es noch die Sozialhilfe gab mit Regelsätzen in Höhe von 296,00 Euro? Damals lag der Vermögensfreibetrag bei 1278 Euro!!

Früher hat sich niemand aufgeregt; damals blieben die Linken mit ihren sozialistischen Forderungen schön daheim im Keller!

Die sollen sich nen Job suchen, wie jeder andere Jugendliche auch, der zuhause ausziehen will!

Aber die Jugendlichen sind heutzutage manchmal nicht mehr in der Lage einen Satz fehlerfrei zu sprechen!

Es lebe die Leistungsgesellschaft - ergo: Leiste was, dann bekommst du auch was!

28.12.2009
20:43
Immer mehr junge Wohnungslose
von Karl Hagel | #4

Sollen sich einen Job suchen. Dann können sie sich auch eine Wohnung leisten. Warum muss der Staat den Schulverweigerern noch das Leben verschönern? Lasst euch mal die Zeugnisse dieser jungen Wohnungslosen zeigen. 90% ohne Abschluss. Leider die Wahrheit. Auch wenn es unbequem und tabu ist.

28.12.2009
20:11
Immer mehr junge Wohnungslose
von BVB Dauerkarte | #3

Beschämend die steigende Armut in Deutschland.
Wir kommen den Amerikanischen Verhältnissen immer näher, dass ist alles andere als positiv.
Nichts gegen die Amerikaner, nur gegen ihr Sozialsystem.
Die soziale Marktwirtschaft aus den 70.gern, 80.gern und 90.gern in Europa, und besonders in Deutschland, muss dringend zurück.
Die Verbrecher unter Adolf Hitler sind durch extreme soziale Verhältnisse an die Macht gekommen.
Gott bewahre uns vor diesen Verhältnissen und deren Machthabern.
Leider werden wir zunehmend nur noch vom Geld, statt gesundem Menschenverstand regiert.
Was in den letzen 15 Jahren dabei herausgekommen ist, wir zunehmend sichtbarer.
Liebe Politiker aus allen Fraktionen, handelt bitte mehr nach Gewissen und nicht nach dem Willen von Lobbyisten.
Noch ist Zeit wieder an den erfolgreichen Zeiten, die ich beschrieben habe anzuknüpfen.
Aber bitte nicht wie jetzt, ein einfaches weiter so, es wird ja irgendwann schon besser.
Hartz IV wieder rückgängig machen, damit die Menschen wieder würdiger leben können.
Die Probleme werden mit der zunehmenden Armut von Millionen von Menschen, leider immer weiter zunehmen.
Deshalb besteuert die Konzerne und unterstützt die kleinen und Familienbetriebe, denn die sind das wirkliche Rückrad unserer Gesellschaft.

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