Glänzende Gala
01.01.2010 | 19:13 Uhr 2010-01-01T19:13:00+0100
Iserlohn. Einen mehr als gelungenen Abend erlebten die Gäste des Parktheaters zum Jahresabschluss: Das Kulturbüro-Team hatte eine fantasievolle Gala für Auge und Ohr vorbereitet, die ihresgleichen sucht.
Wenn Silvester zelebriert werden soll, hüllt sich auch Iserlohns Kulturtempel in sein festlichstes Gewand: Eine zauberhafte Dekoration aus Engelsflügeln, Discokugeln, Palmen, Gemälden und sternförmigen Luftballons hatte den insgesamt 1400 Gästen bereits beim Betreten des Foyers den Atem stocken und die Mundwinkel zum Dauergrinsen „einfrieren” lassen. „Man erkennt das Haus nicht wieder”, staunte Erika Stolze. Und lobte das Theater-Team: „Von den Damen an der Garderobe bis zu den Technikern - alle sind supernett.”
Die 56-Jährige und Ehemann Peter (58) hatten sich zur Einstimmung auf eine lange Galanacht den Auftritt von „Ham & Egg” ausgesucht. Was sie und mehrere hundert weitere Zuschauer in zwei Vorstellungen im restlos ausverkauften Löbbeckesaal erlebten, war ein Genuss für Auge und Ohr. Das schwergewichtige Travestie-Comedy-Duo präsentierte in seinem Programm „Speggtakulär” nicht nur aufwändige glitzernd-bunte Kostüme, sondern auch Lacher am laufenden Band und mit eigenen Texten versehene Hits der letzten vier Jahrzehnte. Von „Ich war noch niemals in New York” bis hin zu „Bei mir bist du schön” reichte das Augen zwinkernd präsentierte Repertoire.
Nicht ganz so bunt, aber genauso witzig ging es im Studio zu: Dort erlebten die Zuschauer das Theater Poetenpack mit der Komödie „Offene Zweierbeziehung”.
Zwischen Gänsehaut und Schunkelstimmung bewegte sich die Stimmung im Großen Haus, wo „The 12 Tenors” stimmlich wie optisch überzeugten. Nach einem zweistündigen Feuerwerk aus Operntiteln und Pop-Klassikern ließen die Zuhörer das Herrendutzend nebst dreiköpfiger Damenband erst nach den geforderten Zugaben die Bühne verlassen.
Pünktlich zählte Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann die letzten Sekunden bis Mitternacht herunter, bevor die Gäste sich zehn Minuten in den Armen lagen. Nach der Zeit für Küsse und Wünsche tauchte das Brillantfeuerwerk den Himmel über der Alexanderhöhe in schillernde Farben. „Tanzen bis in den Neujahrsmorgen” war anschließend angesagt - die Besucher kosteten das Angebot in allen Sälen bis zur letzten Minute aus.
„Wahnsinnig glücklich und zufrieden” war die Stimmungslage Jostmanns nach der Gala. „Sowas geht nur mit tollem Personal”, so der Theaterdirektor, der sich und sein Team gleichermaßen als Gastgeber und Dienstleister sieht. Seinen Leitspruch - „Das Leben braucht alle Fantasie dieser Welt” - nahmen die ebenfalls 1400 begeisterten Besucher mit in das neue Jahr, das nicht stilvoller hätte beginnen können.
19:23
Zu #2: Verstehe nicht, was da Mau war. Habe das sehr anders erlebt: ich fand es Spitze!
13:46
Leider kann i´ch mich den Lobgesängen so nicht anschließen. Die 12 Tenöre waren aus meiner Sicher eher Mau. Sie haben nicht einmal die von Herrn Jostmann angekündigte Dauer durchgehalten. Um 23:05 gingen sie das 1. Mal von der Bühne und machten dann ihre 2 Pflichtzugaben. Das Publikum hatte jedoch auch kein großes Interesse weitere Zugaben zu fordern.
Die Rahmenbedingungen waren super - das eine Stadt im Nothaushalt oder kurz davor sich so etwas leistet ist zumindest bemerkenswert.
20:02
Frohes neues Jahr allen,
ein dickes Kompliment an das Team vom Parktheater.Das war ein super Abend.
Deko,Programm und Stimmung waren toll.
Wir werden wiederkommen.