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Gefeierte Harry Belafonte-Story

05.03.2012 | 18:11 Uhr
Gefeierte Harry Belafonte-Story
Ron Williams und Angela Roy brillierten in der Harry Belafonte-Story im Parktheater. Foto: Michael May

Iserlohn. Frenetisch feierte das Parktheater-Publikum mit „standing ovations“ am Sonntagabend die wunderbare Harry Belafonte-Story, die dem Multitalent Ron Williams auf den Leib geschrieben schien.

Da waren auch der schlecht verständliche Rapper gleich zu Beginn des Abends und die technischen Probleme im zweiten Programmteils wieder vergessen.

Schlaglichtartig beleuchtete Gerold Theobalds niveauvolles Schauspiel mit Musik die beeindruckenden Lebensstationen des prominenten „King of Calypso“, der sich auch durch die Hetzjagd in der
McCarthy-Ära und den Ku-Klux-Klan nicht kleinkriegen ließ und sich unbeirrt für Bürgerrechte und Frieden an der Seite seines Freundes Martin Luther King einsetze.

Dieses Stück reihte sich ein in die ebenfalls von den Kempf-Theatergastspielen produzierten Schauspiele „I Have A Dream – die Martin Luther King Story“, „Ella und Billie“ und die „Nelson Mandela Story“ über die amerikanische Befreiungsbewegung, in denen Ron Williams in den Titelrollen brillierte.

Er überzeugte wie gehabt in dieser thematischen Fortsetzung dieser zeitkritischen Schauspiele in der Paraderolle des vielseitigen Weltstars und Friedensaktivisten Harry Belafonte. Besonders stark spielte, tanzte und sang an seiner Seite die ihm ebenbürtige Angela Roy in der Rolle der Ehefrau Julie Robinson-Belafonte. Gänsehautfeeling entfachte ihr Lied „The first Time ever I Saw Your Face“, als sie sich gegenseitig ihre Zuneigung gestehen. Neben den weltbekannten Calypso-Hits („Angelina“) sangen sie Protestlieder „We shall overcome“ der Bürgerrechtsbewegung.

Kompliment auch an die übrigen Akteure: Dominique Siassia als Barfrau Angel und Gerhard Haase-Hindenberg als Wirt Charly Duke, Karsten Kenzel als Rapper und Thomas Killinger als Bar-Pianist und musikalischer Leiter trugen zum durchweg positiven Gesamteindruck bei. Als eine der bejubelten Zugaben sang das Ensemble gemeinsam mit dem Publikum „Mathilda“.

Cornelia Merkel



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