„Fusion” auf Geldgebersuche
09.02.2010 | 17:38 Uhr 2010-02-09T17:38:00+0100
Iserlohn. Nachdem die Evangelische Kirche von Westfalen die Rückabwicklung des Verkaufs der Tagungsstätte Haus Ortlohn an die christliche Jugendbewegung „Fusion” überprüft, bemühen sich die „Fusion”-Verantwortlichen nun offenbar intensiv, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Wie am Dienstag berichtet, hat „Fusion” bisher nur eine Anzahlung von 300 000 Euro auf den Kaufpreis über drei Millionen Euro geleistet. Nach Informationen unserer Zeitung soll die christliche Bewegung aktuell in Gesprächen stehen mit einem Unternehmer in Australien, dem Stammland von „Fusion”, um mit dessen finanzieller Unterstützung eine weitere Rate in Höhe von 700 000 Euro binnen der nächsten Tage auf die Konten der Landeskirche überweisen zu können. Zur weiteren Finanzierung denkt „Fusion” offensichtlich darüber nach, etwa 4000 Quadratmeter des zu Haus Ortlohn gehörenden Grundstücks an private Investoren zur Bebauung zu veräußern. Das ursprüngliche Ziel, den Ankauf der Tagungsstätte ausschließlich über deutsche Spendengelder begleichen zu können, gilt inzwischen als unerreichbar.
Die evangelische Landeskirche kündigte derweil gestern an, dass es sich noch in dieser Woche entscheide, ob es tatsächlich zur Rückabwicklung des Kaufvertrages kommen werde.
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