Für den Erhalt der Grundschule Nussberg
10.04.2011 | 16:53 Uhr 2011-04-10T16:53:00+0200
Iserlohn.Die Überlegungen im Schul-Ressort der Stadt, den Standort der Grundschule Nussberg aufzugeben, um der benachbarten Gesamtschule den dringend benötigten Raum zur Expansion zu verschaffen und die Zweigstelle Gerlingsen aufgeben zu können, führen zu einem wachsenden Widerstand in dem Ortsteil.
Bereits seit etwa drei Wochen sammeln Eltern am Nussberg Unterschriften gegen die Rathaus-Pläne, am Samstag kamen die Namenszüge zahlreicher weiterer Unterstützer hinzu, die sich in die Listen eintrugen an einem Info-Stand vor dem Edeka-Markt
„Wir sind keine Gegner des Ausbaus der Gesamtschule, wir sind Befürworter des Erhalts der Grundschule Nussberg“, betont Schulpflegschaftsvorsitzende Anja Breer und verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass in dem Ortsteil gegenwärtig ein Generationenwechsel stattfinde, zahlreiche junge Familien mit Kindern Häuser erworben hätten, die Schülerzahlen demzufolge nicht so stark rückläufig seien wie in anderen Bereichen. Dass die weiterführende Schule seit Jahrzehnten Raumbedarf vermelde und unter der Aufteilung auf zwei Standorte leide, stehe außer Frage. Dass aber zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten eine funktionierende, erst vor wenigen Jahren ausgebaute und sehr gut ausgestattete Grundschule geopfert werden soll, wollen die Eltern nicht akzeptieren. „Wir sind nicht dafür da, die Probleme der Gesamtschule zu lösen“, meint Sandra Caviola.
Zusätzlich Nahrung erhält der Unmut durch die von der Schulverwaltung dargestellte Alternative, die Nussberger Kinder künftig per Busverkehr zur Grundschule Gerlingsen zu transportieren. „Hier geht es um 200 kleine Kinder, da sind chaotische Verhältnisse vorprogrammiert“, so Anja Breer. „Ich werde meine Kinder keinesfalls in einen Shuttle-Bus setzen“, findet sie Unterstützung bei Martina Dittrich, einer betroffenen Mutter aus dem Wohngebiet Ortlohntal, die sich zudem daran erinnert, dass bei der Vermarktung des Neubaugebietes seinerzeit mit der hervorragenden Infrastruktur am Nussberg geworben worden sei, zu der unzweifelhaft eben auch die Grundschule direkt vor der Haustür gehöre.
Für den 10. Mai organisiert die Schulpflegschaft einen Diskussionsabend, zu dem neben den Zuständigen aus der Schulverwaltung auch Politiker aus allen Ratsfraktionen eingeladen werden sollen, um ihre Position zu den Rathaus-Plänen darzulegen. Antworten erhoffen sich die Eltern überdies auf ganz grundsätzliche Fragen. So stelle sich etwa die Frage, welche Kosten der für die Gesamtschul-Erweiterung erforderliche Anbau verursachen würde, wie teuer der ebenfalls nötige Umbau der Grundschule Nussberg ausfiele und wie viel Geld die Kommune in die Hand nehmen müsste, um die Grundschule Gerlingsen für dien zusätzlichen Schüler herzurichten. Für eine sachliche Auseinandersetzung, so die Gegner der Standort-Aufgabe, seien auch dies relevante Aussagen, um Entscheidungen treffen zu können.
21:24
Glauben die hier protestierenden allen Ernstes daran, daß Politik FÜR den Bürger gemacht/entschieden wird? Nee ne.
19:56
Es geht ja auch um unsere Kleinen. Die Kinder können ja auch im Winter, bei jedem Wetter von Nussberg, zu fuß bis Gerlingsen gehen. Ist ja nicht weit. Außerdem interessiert ja keinem, wie die Kinder hin- und wieder zurückkommen.
Nee ist klar!!
Mal im ernst; Wie weit sind wir eigentlich? Ist das Wohl uneserer Kinder, das Beste, was wir in unserem Laben haben, so egal? Sind wir schon soweit, dass wir gar nicht mehr an die Kinder denken? Hat irgendjemand aus der Verwaltung sich überhaupt die Mühe gemacht, die Kinder zu fragen? Nein, natürlich nicht. Warum auch? Die Kinder haben ja mittlerweile keine Rechte, oder etwa doch?
Liebe Entscheidungsträger der Verwaltung: Denkt bitte erst nach.
Würden Sie das auch befürworten, wenn Sie selbst kleine Kinder hätten und nicht die Möglichkeit hätten, sie zur Schule zu bringen und wieder abzuholen? Würden Sie ihr gerade mal 6 jähriges Kind morgens alleine zur Schule schicken? Und zwar von Nussberg bis Gerlingsen?
Meine Kinder sind nicht mehr in der Grundschule und wir sind hiervon nicht betroffen, aber wir denken immer an alle Kinder!
Tun Sie das bitte auch.