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"Der Zauberer von Oz" im...

Eine zauberhafte Inszenierung

21.12.2009 | 17:58 Uhr

Iserlohn. Es zählt wohl zu den bekanntesten und wundervollsten Märchen neben den Klassikern der Gebrüder Grimm - und das zurecht: Gleich zwei Mal, am Sonntag und Montag, zog „Der Zauberer von Oz“ mit viel Spannung, Witz, Gesang und Tanz große wie kleine Zuschauer im Parktheater in seinen Bann.

Die Abenteuer der kleinen Dorothee (Bettina Storm), des Blechmanns (Sven Schröter), der Vogelscheuche (Mirko Trott) und des Löwen (Wolfgang Müller) begeisterten die Kinder. Foto: Michael May/IKZ

Mit der Verpflichtung des Landestheaters Detmold und der Inszenierung nach dem bekannten Kinderbuch des US-Autors Lyman Frank Baum hatte das Kulturbüro einen Volltreffer gelandet. Dass einige wenige Plätze am Sonntag leer blieben, war wohl aufs dichte Schneetreiben zurückzuführen. Denn die Aufführungen der Geschichte um die kleine Dorothee, den Blechmann, die Vogelscheuche und den Löwen, die im Zauberland Oz jede Menge Abenteuer erleben, waren seit langem ausverkauft.

Und wie das Ensemble das von Johannes Jordan neu interpretierte Märchen darstellte, war schlichtweg eines: zauberhaft. Mit viel Liebe zum Detail präsentierten sich Bühnenbild, Kostüme und letztendlich jede einzelne Figur: allen voran Feuerhexe Calama, gespielt von Christiane Athmer. Fürchterlich böse kam sie mit fieser Lache und Feuerbesen begleitet von Blitz und Donner daher und war doch trotzdem irgendwie komisch. Kein Wunder: Ihr „Ich komme wieder!“, jedes Mal wenn sie von der Bühne abging, wurde zum Running-Gag. Einfach zum Knuddeln war Löwe Leo, wunderbar gespielt und gesungen von Wolfgang Müller, mit viel zu langem Schwanz und riesigen Plüschpfoten. Gut brüllen konnte der König der Tiere. Das war dann aber auch schon alles. Zu seinem groß angekündigten „Fressi, fressi machen“ kam es nicht. Dazu war er zu feige. Die schlacksige Vogelscheuche „Scheuch“ (Mirko Trott) mit Schlabberbuxe und Hosenträgern, „Blechmann” Sven Schröter und natürlich Bettina Storm als Dorothee sorgten ihrerseits für eine rundum harmonische Aufführung. Zwar vermisste manch einer vielleicht das bekannteste Lied des Musicals, „Somewhere over the Rainbow“. Doch dieser „Zauberer von Oz“ glänzte eben auf seine Weise mit vielen immer wiederkehrenden Melodien, die schnell ins Ohr gingen. Schön war es, dass auch mehrmals die kleinen Zuschauer zum Mitmachen aufgefordert wurden und dies auch begeistert taten.

Torsten Lehmann

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