Eigenproduktionen statt eingekaufter Standard
19.03.2010 | 16:31 Uhr 2010-03-19T16:31:00+0100
Iserlohn. Die Präsentation des neuen Spielzeitmottos „Licht” vor zwei Wochen hat schon mächtig Appetit auf die kommende Parktheater-Saison gemacht.
Nun legt Kulturbüroleiter Johannes Josef Jostmann nach und zieht fünf der vielen hochkarätigen Veranstaltungen der Spielzeit in den vorzeitigen Vorverkauf. Ab Samstag, 20. Mörz, können für diese besonderen Abende im Herbst Karten erworben werden.
Hermann van Veen und Edith Leerkes machen dabei den Anfang in der beliebten Kleinkunst-Reihe „Mixed Pickles”. Am Mittwoch, 15. September starten sie mit ihrem Programm „Unter vier Augen” in die neue Saison. In der Musiktheater-Reihe markiert die größte Elvis-Revival-Show Europas, schlicht „Elvis” betitelt, am Sonntag, 25. September, den Saisonbeginn. Der erste Abend in der Kabarett-Reihe gestaltet mit Frank Lüdecke der Gewinner des Deutschen Kabarettpreises 2009 und des Bayerischen Kabarettpreises 2010. Mit seinem Programm „Verwilderung” ist er am Donnerstag, 30. September, zu Gast. Und Rosemarie Fendel und Suzanne von Borsody setzen am Dienstag, 14. Dezember, mit ihrer musikalischen Lesung „Die Poetin Mascha Kaleko - ein Kaleidoskop ihres Lebens in Gedichten” die Reihe „Ein Ort für das Wort” fort.
Gedichte als gesprochene Musik könne man ohnehin als einen der großen Spielzeitschwerpunkte ansehen, wie Jostmann verrät. Und in diesem Zusammenhang steht der „Sommernachtstraum mit Klaus Maria Brandauer”, als fünfte Veranstaltung im vorgezogenen Vorverkauf und als einer der absoluten Höhepunkte der Saison. Am Samstag, 4. September, gastiert der Weltstar in Iserlohn, und Jostmann verspricht ein echtes Gesamtkunstwerk Marke Parktheater für diesen Abend. Brandauer wird den Shakespeare-Text lesen und spielen, das Klavier-Duo Grau/Schumann wird die Sommernachtstraum-Musik von Mendelssohn spielen, und das Kulturbüro sorgt mit mit der historischen „Sommernachtstraum-Zauberwald”-Kulisse aus dem Jahr 1911 vom Meininger Hoftheater für das entsprechende Bühnenbild. „Das wird ein echtes Highlight, ein stimmiges Zusammenspiel von Musik, Text, Bühnenbild, Licht, Sprache und Schauspielkunst”, freut sich Johannes Josef Jostmann schon jetzt auf diesen Auftakt der „Meisterkonzerte”.
Darüberhinaus ist er auch in der kommenden Spielzeit bemüht, seinem Publikum mit innovativen Eigenproduktionen oder der Zusammenarbeit mit Künstlern vor einer Tournee-Premiere ganz besonders intensive Abende zu schenken. „Wir wollen etwas Eigenes entwickeln, statt Standard-Programme einzukaufen”, verdeutlicht Jostmann.
Das kleine A-capella-Festival „Stimmflut” am Donnerstag, 18. November, ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Ebenso wie ein eigener Abend mit Oliver Steller, der im Parktheater konzipiert werden und anschließend auf Tournee gehen soll. Dazu wird es vier weitere Premieren in Iserlohn geben, die Komödie „Oscar und Felix - Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert” mit Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister am Freitag, 28. Januar, verspricht dabei ein ganz besonderes Bonbon zu werden. Und die weiteren Namen, die im Laufe der kommenden Saison nach Iserlohn kommen, lassen ebenfalls aufhorchen. Unter anderem stehen auf dem Programm: Mnozil Brass, Gerburg Jahnke, Volker Lechtenbrink, Jürgen Becker, Joachim Busse, Judy Winter, Henning Venske, Annamateur, Ingo Naujoks, das „Erste Deutsche Zwangsensemble”, Michaela May, Ulla Meinecke und viele mehr.
Auf eine weitere positive Nachricht vor dem Vorverkaufsbeginn weist Theaterdirektor Jostmann bereits jetzt hin: „Die Abo-Preise sind nicht gestiegen”, sagt er und hebt die vielen Vorteile von vergünstigten Eintrittspreisen bei Einzelveranstaltungen und der früheren Ticket- und Platzwahl hervor.
Weitere Infos gibt es unter www.parktheater-iserlohn.de und in der Stadtinformation, 217-1819. Dort startet heute auch der Vorverkauf für die fünf Abende mit Klaus Maria Brandauer, Hermann van Veen, Frank Lüdecke, „Elvis” und Rosemarie Fendel. Am Samstag, 17. April, liegt unserer Zeitung der komplette „Licht”-Spielplan bei. Ab dann können auch Abonnements gezeichnet werden. Der Einzelkartenverkauf startet im Juni.
10:52
Das sind doch alles eingekaufte Veranstaltungen .Als Eigenproduktionen bezeichnet man es, wenn von der ersten Idee bis hin zur Premiere im Kulturbüro alles geplant und umgesetzt wird. Davon kann aber überhaupt nicht die Rede sein. Also bitte die Kirche im Dorf lassen.
23:08
Eigenproduktionen statt eingekaufter Standard
als ich den Titel las, befürchtete ich ja zuerst, das die Iserlohner-Rathausangestellten-Theatergruppe mit Auftritt droht....
Obwohl von Dario Fo: Bezahlt wird nicht, dargeboten von Iserlohner Politessen, da würd ich mir glatt ´n e Karte kaufen :-)))