„Das fiese Apple-Monster“ ausgezeichnet
15.07.2010 | 16:23 Uhr 2010-07-15T16:23:00+0200
Iserlohn.
Alexander Lunova verbringt seine Freizeit eigentlich am liebsten mit Fußballspielen. Dass der Zwölfjährige nun eine Auszeichnung für einen Trickfilm erhielt, kam eher zufällig zustande.
„Mein Bruder hatte schon Kurse an der Jugendkunstschule besucht, im Programm habe ich dann den für Trickfilme entdeckt und mich angemeldet“, fasst der Gymnasiast kurz zusammen.
Bei Anna Pawlenia-Wosnitza lernte Alexander zusammen mit vier weiteren Teilnehmern das Basiswissen für Trickfilme. „Man muss gaaaaanz viele Fotos in kleinen Abständen hintereinander machen, und man darf nicht zu grob arbeiten“, erklärt der künftige Siebtklässler, der nach der Einführung zusehends mehr Zeit in der Jugendkunstschule verbrachte. Seine Lehrerin lernte ihr Handwerkszeug an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódz und lobt Alexander: „Er hatte sich ganz professionell zu Hause vorbereitet.“
Bei der regionalen Präsentation für das sechste Trickfilm-Festival NRW - eine Kooperation des Medienzentrums Hamm mit der Medienakademie Köln - kamen von 24 Filmen zehn von der Jugendkunstschule Iserlohn (JKI). „Leider war die Jury aus 15-jährigen Mädchen besetzt, die sich natürlich eher für Beiträge Gleichaltriger stark gemacht haben“, so Dr. Reinhard Veit von der JKI. Dass dann aber ausgerechnet die Profi-Jury von der Film- und Fernsehschule Hamm den Streifen „Das fiese Apple-Monster“ von Alexander prämierte, verwunderte die Iserlohner Abordnung dann schon ein wenig. Gründe für die Auswahl Alexanders waren unter anderem: „Der Film ist spannend, witzig und verständlich. Die Vertonung ist originell und gut ausgeführt, es werden besonders gute künstlerische Darstellungen gezeigt.“ „Die Profi-Jury war für uns natürlich viel wichtiger. Wir haben Alexander sofort angerufen“, so Veit.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich einen Preis gewinne“, sagt Alexander, der dank seines Werbe-Trickfilms für die Firma Apple nun einen Halbtags-Workshop zu Trickfilmen für zehn Kinder gewonnen hat. In dem Streifen ist ein i-Pod zu sehen, das von einem Monster - gesprochen von Julius Lichtenheld - Besuch bekommt. Zunächst ist in dem Gerät noch ein heiler Apfel zu sehen, am Ende fehlt der Frucht wie beim Apple-Logo ein Stück. „Alexander hatte zu Hause schon jede Menge Äpfel ausgedruckt und ausgeschnitten“, lobt Anna Pawlenia-Wosnitza, die selbst als freischaffende Künstlerin arbeitet. Neben der JKI unterrichtet sie auch an den Grundschulen Im Wiesengrund und Sümmern.
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